Stadt Ludwigsburg vergibt Bürgermedaille an Persönlichkeiten

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat beschlossen, die Bürgermedaille 2020 an drei verdiente Persönlichkeiten der Stadt zu verleihen: Dr. Eckart Bohn erhält die Auszeichnung für sein herausragendes soziales Engagement. Verdienste erworben hat sich Klaus Hoffmann durch seinen Einsatz zugunsten der Stadtgeschichte und der barocken Baukultur. Auf eine bemerkenswerte Lebensleistung kann Roland Kromer in der Sportpädagogik und im Vereinssport zurückblicken. Coronabedingt konnte der entsprechende Festakt seither leider nicht stattfindet – aber am vergangenen Freitag (10. September) war es endlich soweit: Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht, Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz und Bürgermeisterin Andrea Schwarz verliehen die Ludwigsburger Bürgermedaillen an die drei Geehrten.

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Dr. Eckart Bohn hätte auch in der Wirtschaft Karriere machen können. Doch das ehrenamtliche Engagement empfand er stets als großen Gewinn. Das Thema Wohnen beschäftigte ihn nicht nur in seiner Zeit im Gemeinderat. Auch als Vorstand des Mieterbunds in Ludwigsburg, den er zusammen mit sechs anderen Mitstreitern vor drei Jahrzehnten gegründet hatte, kennt er die Probleme von Mieterinnen und Mietern hautnah. 5000 Gespräche führt der Verein an insgesamt sechs Beratungsstellen mit Betroffenen. Eckart Bohn kämpft um bezahlbaren Wohnraum.

Sein ehrenamtliches Engagement war und ist bis heute geprägt durch sein soziales Bewusstsein. Über 40 Jahre hat sich Eckart Bohn in der Stadt in zahlreichen Vereinen und auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagiert: darunter waren der Bürgerverein Oststadt, der Bürgerverein Untere Stadt, der Musikverein Oßweil. Zudem war er Mitglied im Beirat der Ludwigsburger Tafel. Als Kommunalpolitiker gehörte Eckart Bohn mehr als 30 Jahre dem Gemeinderat an. Er führte viele Jahre die SPD-Fraktion als Vorsitzender. Aktiv war er auch als Mitglied im Kreistag des Landkreises Ludwigsburg.

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Ehrenamtliches Engagement auch im Ruhestand

Während seiner beruflichen Tätigkeit im Landesarbeitsamt trieb Bohn den Aufbau von Behindertenwerkstätten voran und plante deren Finanzierung. Als Chef der Sozialplanung beim Kommunalverband für Jugend und Soziales war er verantwortlich für den Aufbau von Wohnstätten für Menschen mit Behinderung und Pflegeheimen für Senioren. Auch in seinem Ruhestand engagiert er sich im Ehrenamt. Sein Engagement wurde mehrfach ausgezeichnet, genannt seien 2009 die goldene Ehrennadel des Deutschen Mieterbundes sowie 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

In dankbarer Würdigung seines herausragenden Engagements für soziale Fragen sowie seines Einsatzes für benachteiligte Menschen und bezahlbaren Wohnraum beschloss der Gemeinderat, Eckart Bohn die Bürgermedaille 2020 zu verleihen.

Klaus Hoffmann wurde am 9. Juli 1935 in Tangermünde bei Stendal, Kreis Magdeburg, geboren. 1948 kam er in den Westen Deutschlands. Man konnte über den Wald „rüberspazieren“ schrieb er in seiner Erzählung „Epitaph“. Viele seiner Gedichte, Erzählungen und Romane handeln von seiner „neuen“ Heimat in und um Ludwigsburg.

Für Erhalt des Städtischen Museums

Als Stimmen laut wurden, das Städtische Museum abzuschaffen, sammelte Hoffmann Unterschriften zu dessen Erhalt. So kam es zur Gründung des Vereins „Freunde des Städtischen Museums“. Letztendlich trug dies zur Neugestaltung des Museums bei.

2006 erhielt Hoffmann für seine zahlreichen Lesungen, Broschüren und Veröffentlichungen die Kulturehrung der Stadt Ludwigsburg. 2015 wurde Klaus Hoffmann die Ludwigsburg-Medaille überreicht.

In dankbarer Würdigung seines herausragenden Engagements für die Stadtgeschichte und den Erhalt der barocken Baukultur in Ludwigsburg beschloss der Gemeinderat, Klaus Hoffmann die Bürgermedaille 2020 zu verleihen.

Roland Kromer wurde am 17. März 1941 in Ludwigsburg geboren. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule (PH) Ludwigsburg-Stuttgart. Seine berufliche Laufbahn begann er als Ausbildungslehrer für PH-Studierende. Seine Berufung galt von Anfang an der Pädagogik und dem Laufsport. Kromer selbst lief 100 Meter in 10,6 Sekunden und war mehrfacher Landesmeister.

Sein ehrenamtliches Engagement im SKV Eglosheim begann mit der Suche nach Lauf-Talenten sowie deren Unterstützung und Förderung. Als ehrenamtlicher Bundestrainer (1981 bis 1994) des württembergischen und deutschen Leichtathletikverbandes wurde der Name Kromer bald bundesweit ein Begriff.

Zahlreiche Impulse für den Sport

Roland Kromer war nicht nur dem Spitzensport verbunden. Durch den „Lauftreff Ludwigsburg“ brachte er Bürgerinnen und Bürgern die Lust am Laufen bei. Für den Sport setzte Kromer in Ludwigsburg viele Impulse. Das reicht vom Trimm-dich-Pfad und vom größten Lauftreff im Kreisgebiet über den Schulsport und dessen Verbindung zum Vereinssport bis hin zum Ludwigsburger Modell der hauptamtlichen Jugendtrainer. Sein ehrenamtliches Engagement war und ist geprägt durch Pädagogik und Sport.

Roland Kromer war ein praxisbezogener Sportpädagoge mit einem tiefen theoretischen Hintergrundwissen. Im ehrenamtlichen Bereich war er daher ein viel gefragter Referent bei landes- und bundesweiten Kongressen. Der Sport war und ist sein Leben, in seinen Ehrenämtern waren Fairness und Ausdauer stabile Disziplinen.

Viele Auszeichnungen würdigen seinen ehrenamtlichen Einsatz, zwei seien genannt: 1991 Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, 2001 Bundesverdienstkreuz am Bande.

Verfechter der Vereinsidee und der Jugendförderung

1971 griff die Politik nach dem jungen, engagierten Trainer. 43 Jahre wirkte Roland Kromer an Entscheidungen in den Gremien des Gemeinderats in Ludwigsburg mit. Die Politik kannte ihn als beherzten Verfechter der Vereinsidee und der Jugendförderung. Beides ist für Kromer untrennbar verbunden. Dabei war er keineswegs der einseitige Lobbyist, sondern immer offen für andere gangbare Wege. Stets betonte Roland Kromer, dass er alles mit Freude tat und nie mit dem Gefühl sich aufzuopfern.

In dankbarer Würdigung seiner Lebensleistung im Bereich der Sportpädagogik und Talentförderung für seine Heimatstadt Ludwigsburg beschloss der Gemeinderat, Roland Kromer die Bürgermedaille 2020 zu verleihen.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

 

So sehen die Corona-Zahlen am Dienstag aus – Inzidenz im Landkreis sinkt deutlich

Um eine Überlastung des Gesundheitssystems durch ungeimpfte Menschen zu vermeiden, gelten seit dem (16. September) in Baden-Württemberg neue Corona-Maßnahmen . Für Ungeimpfte gelten jetzt strengere Regeln.

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Die Corona-Lage in Baden-Württemberg: 

Am Dienstag gab es laut dem Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg weitere 1.901 (Vortag: 503) bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus und 1weitere COVID-19-Todesfälle. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 83,8 (Vortag: 88,8).

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Screenshot: Landesgesundheitsamt BW

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind mit Datenstand 21.09.2021, 16 Uhr insgesamt 203 (Vortag: 209) COVID-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 101 (Vortag:106) invasiv beatmet.

Die 7-Tage Hospitalisierungsinzidenz (Hospitalisierungen bezogen auf 100.000 Einwohner in Baden-Württemberg) liegt bei 2,06 (Vortag: 1,94).

Seit Beginn der Pandemie wurden bislang insgesamt 560.442 laborbestätigte COVID-19-Fälle aus allen 44 Stadt- bzw. Landkreisen berichtet, darunter 10.577 Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt landesweit 83,8 pro 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz für COVID-19 Fälle mit einer abgeschlossenen Impfserie (zweimal geimpft oder mit Johnson geimpft) beträgt 18,2 (Vortag:19,5)  / 100.000 Einwohner, gegenüber 190,4 (Vortag: 200,7) / 100.000 Einwohner für Ungeimpfte, nicht vollständig geimpfte COVID-19 Fälle und Fälle ohne Angaben zum Impfstatus.

So sehen die Corona-Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg aus:

 

Innerhalb 24 Stunden wurden in der Summe 73 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 522. Rund 28.538 (+104) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt deutlich auf 73.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 21.09.)

Affalterbach ( 192 | 0 )
Asperg ( 785 | 0 )
Benningen am Neckar ( 274 | 0 )
Besigheim ( 734 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.774 | 14 )
Bönnigheim ( 594 | 1 )
Ditzingen ( 1.337 | 3 )
Eberdingen ( 332 | 0 )
Erdmannhausen ( 207 | 0 )
Erligheim ( 160 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 666 | 1 )
Freudental ( 172 | 0 )
Gemmrigheim ( 287 | 0 )
Gerlingen ( 787 | 1 )
Großbottwar ( 385 | 1 )
Hemmingen ( 371 | 0 )
Hessigheim ( 74 | 0 )
Ingersheim ( 311 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 403 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 983 | 3 )
Kornwestheim ( 2.190 | 9 )
Löchgau ( 314 | 0 )
Ludwigsburg ( 5.432 | 7 )
Marbach am Neckar ( 803 | 3 )
Markgröningen ( 832 | 2 )
Möglingen ( 772 | 0 )
Mundelsheim ( 142 | 0 )
Murr ( 301 | 1 )
Oberriexingen ( 135 | 2 )
Oberstenfeld ( 414 | 0 )
Pleidelsheim ( 351 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.406 | 3 )
Sachsenheim ( 1.147 | 3 )
Schwieberdingen ( 567 | 3 )
Sersheim ( 332 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 542 | 4 )
Tamm ( 481 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 1.611 | 5 )
Walheim ( 157 | 0 )

red