Städtebauförderung 2026: Millionen fließen nach Ludwigsburg, Kornwestheim, Oßweil und Asperg

Mehr Lebensqualität, stärkere Ortskerne und nachhaltige Quartiere: Aus der Städtebauförderung 2026 fließen 4,6 Millionen Euro in Projekte im Wahlkreis Ludwigsburg. Gefördert werden Innenstadtentwicklung, soziale Stadtteile und Innenentwicklung – von Kornwestheim über Grünbühl-Sonnenberg bis nach Oßweil und Asperg.

Von Ayhan Güneş – 06.55 Uhr

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Ludwigsburg. Das Land Baden-Württemberg investiert kräftig in die Stadtentwicklung – landesweit stehen 270,6 Millionen Euro für die Städtebauförderung 2026 bereit. Gefördert werden 319 Projekte in 283 Städten und Gemeinden, wie die Landesregierung mitteilte. Ziel ist es, die Lebensqualität in den Kommunen zu verbessern, Innenstädte zu beleben und Wohnquartiere nachhaltig aufzuwerten.

Von diesem landesweiten Förderprogramm profitiert auch der Wahlkreis Ludwigsburg: Insgesamt 4,6 Millionen Eurofließen hier in vier zentrale Projekte, die auf Modernisierung, Klimaanpassung und soziale Stabilität abzielen. Gefördert werden Innenstadtentwicklung, soziale Quartiere und Ortskerne – von Kornwestheim über Grünbühl-Sonnenberg bis nach Oßweil und Asperg.

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Lebendige Quartiere sind für mich demokratische Infrastruktur“, sagte die Ludwigsburger Landtagsabgeordnete Silke Gericke (Grüne). „Städtebauförderung sichert ansprechende Begegnungsräume, gute Lebensqualität und selbstbestimmtes Leben – deshalb braucht sie eine verlässliche Finanzierung durch das Land Baden-Württemberg.

Kornwestheim: Mobilität und Wohnen am Bahnhof

Für das Sanierungsgebiet „Zentrale Innenstadt“ in Kornwestheim stellt das Land 800.000 Euro bereit. Gefördert wird die Entwicklung rund um die Güterbahnhofstraße und den Bahnhofsplatz – mit dem Ziel, funktionale und gestalterische Defizite zu beheben, den Bahnhof als multimodalen Mobilitätsknoten zu stärken und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Soziale Stadt: Grünbühl-Sonnenberg und Karlshöhe

In die Ludwigsburger Quartiere Grünbühl-Sonnenberg und Karlshöhe fließen 1,2 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Soziale Stadt“. Gefördert wird die Stabilisierung der Quartiere, die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie der Ausbau sozialer Infrastruktur.

Innenstadt: Schillerplatz als urbanes Wohnzimmer

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Innenstadtentwicklung: Der Schillerplatz erhält 1,3 Millionen Euro. Damit sollen Arsenalplatz, Arsenalgarten und Schillerplatz besser miteinander verbunden werden. Ziel ist ein zusammenhängendes Stadterlebnis mit konsumfreien Aufenthaltsräumen. „Damit werden Plätze für Alt und Jung attraktiv gestaltet und die Aufenthaltsqualität der Innenstadt weiter aufgewertet“, so Gericke.

Oßweil: Ortsmitte mit neuem Gesicht

Für die Sanierung des Ortszentrums von Oßweil stehen 600.000 Euro zur Verfügung. Geplant sind attraktive öffentliche Räume, neue Begegnungsflächen und eine höhere Aufenthaltsqualität rund um das historische Schloss und die Schule.

Asperg: Innenentwicklung statt Flächenverbrauch

Auch Asperg profitiert von der Städtebauförderung: Die Stadt erhält 700.000 Euro für die Innenentwicklung im Bereich Bahnhofstraße II. Ungenutzte Flächen sollen reaktiviert, neuer Wohnraum geschaffen und der Ortskern gestärkt werden.

Der Ansatz Innenentwicklung vor Außenwachstum wird hier konkret umgesetzt“, freut sich Gericke. Passend dazu lädt sie am 20. Februar um 19 Uhr zu einer Veranstaltung im Gasthof Bären in Asperg ein, bei der sie Einblicke in das städtebauliche Potenzial des Projekts geben will.

Mit dem landesweiten Städtebauförderprogramm will Baden-Württemberg die Modernisierung des öffentlichen Raums, die Sanierung von Marktplätzen und Gebäuden sowie die Stärkung von Innenstädten gezielt vorantreiben.