
Mit den wärmeren Temperaturen beginnt auch in Ludwigsburg wieder die Saison der Tigermücke. Nachdem das Insekt im vergangenen Jahr in der Stadt nachgewiesen wurde, ruft die Verwaltung nun zu einfachen Vorsichtsmaßnahmen auf.
Von Hendrik Paul – 11.36 Uhr
Ludwigsburg. Mit steigenden Temperaturen beginnt in Ludwigsburg auch wieder die Saison der Tigermücke. Die Stadt Ludwigsburg weist darauf hin, dass das Insekt im vergangenen Jahr bereits in Ludwigsburg nachgewiesen wurde und bittet Bürgerinnen und Bürger deshalb, mögliche Brutstätten im privaten Umfeld zu vermeiden.
Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem kleine Wasseransammlungen in Gärten, Höfen und auf Balkonen. Denn genau dort legt die Tigermücke ihre Eier ab.
Kleine Mücke, großes Problem
Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und breitet sich seit einiger Zeit auch in Deutschland aus. Sie gilt als invasive Art und kann nach Angaben der Stadt tropische Krankheitserreger wie Dengue, Chikungunya oder Zika übertragen.
Auffällig ist ihr schwarz-weißes Muster. Ein weißer Streifen verläuft längs über den Rücken, auch Beine und Körper sind gestreift. Die Mücke ist kleiner als eine 1-Cent-Münze und vor allem tagsüber aktiv.
Brutstätten im Alltag
Ihre Eier legt die Tigermücke knapp über der Wasseroberfläche in kleinen Wasseransammlungen ab. Die Larven entwickeln sich anschließend im Wasser.
Neben natürlichen Brutstätten wie schattigen Baumhöhlen nutzt die Art nach Angaben der Stadt auch künstliche Wasserstellen. Dazu zählen unter anderem Blumenvasen, Eimer, Regentonnen, Pfützen auf Abdeckplanen oder alte Reifen.
Was jetzt wichtig ist
Die Stadt empfiehlt deshalb, mögliche Brutstätten konsequent zu vermeiden oder abzudecken. Dachrinnen sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Regentonnen lassen sich mit einem Deckel oder einem engmaschigen Netz sichern.
Auch Blumentopf-Untersetzer sollten möglichst nicht stehen bleiben. In Tiertränken sollte das Wasser mindestens einmal pro Woche vollständig ausgetauscht werden.

