Sternsinger bringen Segen ins Landratsamt – Dietmar Allgaier lobt Engagement gegen Kinderarbeit

Ludwigsburg. Ein besonderes Zeichen für Solidarität und Menschlichkeit war am Montag im Foyer des Landratsamts Ludwigsburg zu sehen: Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus Kornwestheim brachten den traditionellen Segensspruch „20*C+M+B+26“ am Nebeneingang des Kreishauses an – das lateinische „Christus mansionem benedicat“ bedeutet „Christus segne dieses Haus“.

Landrat Dietmar Allgaier empfing die Kinder und Jugendlichen persönlich. „Ihr engagiert euch jedes Jahr für Kinderrechte wie Schutz und Bildung in der ganzen Welt und setzt damit ein ganz starkes Zeichen der Solidarität“, sagte Allgaier im Gespräch mit den Sternsingern. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“.

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Der Landrat überreichte eine Spende von 300 Euro und würdigte das Engagement der Gruppe. „Für mich verkörpert ihr mit eurem Einsatz die Hoffnung auf eine bessere Welt ohne Kinderarbeit, Armut, Ausbeutung und Ungerechtigkeit“, betonte Allgaier.

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Zum Abschluss des Besuchs wurden die Sternsinger mit Getränken und Süßigkeiten bewirtet und erhielten kleine Geschenke als Dankeschön – darunter Jutebeutel, Haftnotizen und Umhängebänder.

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Weltweit arbeiten 54 Millionen Kinder unter besonders prekären Bedingungen

 Die diesjährige Sternsinger-Aktion stellt ausbeuterische Kinderarbeit in den Mittelpunkt: Eigentlich wollte die Weltgemeinschaft Kinderarbeit bis 2025 beenden, doch aktuell arbeiten weltweit 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Sie organisieren Förderkurse und helfen arbeitenden Jugendlichen, einen Abschluss zu machen. Zudem sensibilisieren sie Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, vor allem für die Rechte auf Schutz und Bildung. Die Spenden der Sternsinger unterstützen unter anderem Projekte in Bangladesch, wo noch rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten, darunter 1,1 Millionen unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen.