
1.000 Windkraftanlagen im Genehmigungsverfahren – doch für die SPD sind das noch lange keine sicheren Projekte. Sie warnt vor gescheiterten Vorhaben durch Artenschutz, Widerstand vor Ort oder wirtschaftliche Hürden und kritisiert die Digitalisierung der Verfahren als viel zu langsam.
Von Lea Brandt – 05.56 Uhr
Stuttgart – Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jan-Peter Röderer, hat die Ankündigung der Landesregierung zu 1.000 Windkraftanlagen im Genehmigungsverfahren als „Luftbuchungen“ kritisiert. Er teilte am Dienstag mit, dass Anlagen im Verfahren noch keine sicheren künftigen Projekte seien, da Artenschutz, lokaler Widerstand oder wirtschaftliche Auflagen noch zum Aus führen könnten.
Röderer wies darauf hin, dass der bundesweite Windkraftboom dazu führe, dass weniger Anlagen in den südlichen Bundesländern realisiert würden, obwohl sie volkswirtschaftlich wichtig seien.
Jede im Südwesten produzierte Kilowattstunde vermindere teure Netzeingriffe und Stromtransporte aus dem Norden, argumentierte der Politiker.
Zweifel äußerte der SPD-Experte auch an versprochenen Beschleunigungen der Genehmigungsverfahren. Die angekündigte Digitalisierung des Prozesses bleibe seit Jahren im „Schneckentempo“, obwohl die Regierung sie regelmäßig verspreche.


