Streit um Grönland eskaliert: EU-Spitzen beraten über Antwort auf Trump

Angesichts neuer Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump beruft die EU kurzfristig einen Sondergipfel ein. Die Staats- und Regierungschefs wollen in Brüssel über eine koordinierte Antwort beraten, sollte es im Streit um Grönland und Handelsfragen zu keiner Einigung mit Washington kommen. Bereits vorbereitete Gegenzölle in Milliardenhöhe könnten Anfang Februar automatisch in Kraft treten.

Von Hendrik Paul – 21.37 Uhr

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Brüssel- Die Europäische Union hat auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs angekündigt.

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EU-Ratspräsident António Costa teilte am Sonntag mit, dass der Gipfel in den kommenden Tagen stattfinden soll, um eine koordinierte Antwort auf die Drohungen mit Sonderzöllen wegen des Streits um Grönland zu erarbeiten. Berichten zufolge ist der Gipfel am Donnerstag in Brüssel geplant.

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Zunächst soll es noch keine Einigung über die Verhängung neuer Gegenzölle gegen die USA gegeben haben. Sollte es keine Einigung mit den USA in der neuesten Runde des Zollstreits geben, würden die bereits im Juli vorgesehenen Gegen-Strafzölle im Umfang von 93 Milliarden Euro automatisch am 6. Februar in Kraft treten. Diese Zölle würden unter anderem US-Bourbon, Flugzeugteile, Sojabohnen und Geflügel betreffen.

Das Europäische Parlament hat die Verabschiedung des Handelsabkommens mit den USA auf unbestimmte Zeit verschoben. Dieses Abkommen sah ursprünglich Zollfreiheit für US-Waren und einen 15-Prozent-Zoll auf EU-Waren in den USA vor. Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Kollegen kündigten eine geeinte und koordinierte Reaktion an. Außenminister Johann Wadephul schloss Gegenzölle nicht aus und betonte, dass weitere Maßnahmen der USA eine europäische Antwort erfordern würden. Nato-Generalsekretär Mark Rutte sprach mit Trump über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis und kündigte weitere Gespräche an.