SGV Freiberg gelingt Befreiungsschlag gegen Freiburg – und ein historischer Tag für die U19

Von Ayhan Güneş

Es war der Moment, auf den Freiberg seit Wochen gewartet hatte. Ein Moment, der sich wie ein kollektives Aufatmen anfühlte – für die Mannschaft, für den Trainer, für den gesamten Verein. Nach acht sieglosen Spielen hat der SGV Freiberg im Regionalligaspiel am Sonntagnachmittag beim SC Freiburg II endlich wieder gewonnen und sich die Tabellenführung zurückgeholt. Ein 2:1-Erfolg, der weit mehr bedeutet als drei Punkte: Es ist ein Befreiungsschlag. Und zugleich ein Tag, an dem auch die Zukunft des Vereins Geschichte schrieb. Doch dazu später mehr.

Freibergs Absturz – und der Tag, an dem alles kippte

Neun Siege aus neun Spielen, Tabellenführer, Zehn-Punkte-Vorsprung – der SGV war die Überraschungsmaschine der Regionalliga Südwest. Doch das 1:1 am 10. Spieltag bei den Stuttgarter Kickers leitete einen Bruch ein. Was vorher selbstverständlich wirkte, wurde plötzlich fragil: verlorene Duelle, späte Gegentore, verpasste Chancen, schwindendes Selbstvertrauen.

Der einst souveräne Primus verlor Spiel für Spiel an Boden. Am Freitagabend überholte schließlich der FSV Frankfurt – zumindest für 48 Stunden. Doch Freiburg sollte der Wendepunkt werden.

Jantunens Patzer bringt Freiberg zurück ins Leben

Freiburg begann dominant, während Freiberg sichtbar um Stabilität rang. Doch der erste klare Angriff des SGV veränderte das Spiel – und möglicherweise die gesamte Stimmungslage.

Ein langer Ball von Kehl-Gomez, ein völlig verschätzter Herauslauf von SCF-Keeper Jantunen, ein abgeklärter Abschluss von Valpoort: 1:0 für Freiberg. Der Jubel war weniger Ekstase als tiefe Erleichterung. Vier Minuten später wurde Ballo im Strafraum klar getroffen. Leon Petö verwandelte den fälligen Elfmeter nervenstark zum 2:0. Der Doppelschlag gab Freiberg Sicherheit – und riss Freiburg aus dem Rhythmus.

Kurz vor der Pause traf Catak zwar zum Anschluss (45.), doch anders als in den vergangenen Wochen ließ sich der SGV davon nicht aus der Bahn werfen. Die Mannschaft verteidigte reifer, konzentrierter, geschlossener als zuletzt.

Valpoort scheiterte in Halbzeit zwei noch an der Latte, doch der SGV rettete die Führung über die Zeit. Und als der Schlusspfiff kam, fiel eine Last ab, die sich über zwei Monate aufgebaut hatte.

„Ein riesiger Stein ist abgefallen“ – Lushtaku erklärt den Wendepunkt

Nach dem Spiel sprach Trainer Kushtrim Lushtaku offen über Druck, Zweifel und die Bedeutung dieses Erfolgs: „Uns allen ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Wir hatten sechs der letzten acht Spiele, die wir eigentlich hätten gewinnen müssen, nicht gewonnen. Heute haben die Jungs mutig und selbstbewusst gespielt. Wir haben hochverdient gewonnen. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Warum es diesmal funktionierte? „Es gab eine klare Ansage von mir: Wir müssen wieder das spielen, was uns am Anfang der Spielzeit so stark gemacht hat. Die Trainingswoche war hervorragend. Man hat die Energie wieder gespürt, die uns zu Saisonbeginn auszeichnete.“, so Lusthaku.

Die Erleichterung entlud sich nach dem Schlusspfiff in einem kollektiven Jubel: „Die Jungs haben gefeiert, als hätten sie die Meisterschaft geholt. Das zeigt, welche Last sie mit sich getragen haben.“ Auch SGV-Präsident Emir Cerkez teilte diese Emotion: „Er hat uns gratuliert und stand immer hinter uns. Wir haben sein Vertrauen jederzeit gespürt.“ betont Lushtaku.

Der Blick nach vorn: Frankfurt kommt – und der Glaube ist zurück

Der Sieg war sportlich wichtig – aber psychologisch noch wichtiger. Doch Lushtaku bremst bewusst: „Wir bleiben demütig. Der Fokus liegt jetzt auf dem Spitzenspiel gegen Frankfurt. Heute dürfen sie feiern – aber ab morgen arbeiten wir wieder.“

Ein Erfolg gegen Frankfurt könnte zum Symbol werden: dass Freiberg nicht nur Tabellenführer ist, sondern wieder einer sein will.

Historischer Erfolg: Die U19 steigt in die Bundesliga auf – ein Triumph, der den Verein verändert

Es war aber nicht nur der Tag des erlösenden Profisiegs. Es war ein Tag, der in die Vereinschronik eingehen wird. Die U19 des SGV Freiberg hat nach einem dramatischen 2:1-Erfolg gegen den TuS Ergenzingen die Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg gewonnen und steigt erstmals in der Geschichte des Vereins in die A-Junioren-Bundesliga auf.

Ein Rückstand wurde gedreht, die Nerven hielten, die Fans tobten. Die Emotionen auf dem Kunstrasen und auf der Tribüne reichten von reinem Glück bis zu Tränen der Erleichterung.

Ein Triumph, der weit über den Sport hinausgeht

Das Trainergespann Ihsan Başaran, Noah Welter und Luc Ziegler hat am Sonntag Geschichte geschrieben, das in der SGV-Historie lange Bestand haben wird. Mit einem Last-Minute-Titel am allerletzten Spieltag schnappte ihre U19 den Konkurrenten Großaspach und Weinheim die Meisterschaft vor der Nase weg – ein Saisonfinale, das man in Freiberg noch lange erzählt wird.

Auch Freibergs Jugendleitung zeigte sich tief bewegt. Nachwuchsleiter Ivo Popić ordnet den Erfolg ein: „Das ist einer der größten Momente in der Geschichte unserer Nachwuchsabteilung. Dieses Team hat unglaublichen Charakter gezeigt. Ich bin sehr stolz und glücklich.“ Zugleich verweist Popić auf die Basis des Erfolgs: „Ein großer Dank gebührt auch Trainer-Vorgänger Walid Khaled, der den Grundstein gelegt hat.“

Nachwuchsleiter Herbert „Hebbe“ Offenbächer sieht im Bundesliga-Aufstieg mehr als nur einen sportlichen Schritt: „Wir haben in den letzten Jahren viel investiert – strukturell, sportlich, menschlich – trotz vieler Widrigkeiten. Dieser Aufstieg ist die Bestätigung unserer Arbeit. Er ist ein historischer Meilenstein für den gesamten Verein.“

Auch U19-Coach Noah Welter ordnete den Bundesliga-Aufstieg mit deutlichen Worten ein und gab einen tiefen Einblick in die emotionalen Momente des Entscheidungsspiels: „Hard work pays off – harte Arbeit zahlt sich aus. Kein Team hat über die gesamte Saison mehr investiert als wir. Dieser unglaubliche Spirit hat uns getragen. Die Jungs haben niemals aufgegeben. Solche Chancen bekommst du vielleicht nur einmal im Leben. Genau das haben wir der Mannschaft in der Halbzeit mitgegeben, als wir noch 0:1 hinten lagen – und die Jungs haben es verstanden.“

Erste Mannschaft und U19: Ein Austausch, der Früchte trägt

Die Verbindung zwischen der ersten Mannschaft und dem Nachwuchs ist längst mehr als ein formaler Austausch – sie ist gelebte Vereinsphilosophie. Cheftrainer Kushtrim Lushtaku unterstreicht das: „Wir stehen im ständigen Wissensaustausch. Ich bin stolz auf die U19 und auf die Arbeit des Trainerteams. Für die Strahlkraft des Vereins ist der Bundesliga-Aufstieg von unschätzbarem Wert.“

Tatsächlich sind U19-Spieler und das Trainerteam regelmäßig im Training der Ersten zu Gast. Inhalte, Ideen und Spielprinzipien werden bewusst miteinander verknüpft. Die Entwicklung der Jugendmannschaft ist daher kein Zufallsprodukt, sondern Ergebnis einer klaren, strukturierten Zusammenarbeit.

Während die Regionalliga-Mannschaft in Freiburg ihren Negativlauf beendete, setzte die U19 ein Ausrufezeichen, das weit über diesen Sonntag hinausstrahlt. Beide Teams zeigen: Beim SGV Freiberg wächst etwas zusammen, das den Verein nachhaltig prägen könnte.

VfB Stuttgart dreht Spiel in Köln – Vagnoman trifft spät zum Sieg

Früher Rückstand, starker Gegner – doch am Ende triumphierte der VfB Stuttgart: Beim 1:2 in Köln zeigte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß Geduld, Klasse und Effizienz. Vagnoman sorgte mit einem späten Treffer für den verdienten Auswärtssieg.

Stuttgart/Köln (red) – Am fünften Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Köln zuhause gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 verloren.

Die Kwasniok-Truppe erwischte den perfekten Start mit der Führung in der vierten Minute: Ache fand den ungedeckten Kaminski auf der linken Seite und der Angreifer ließ Nübel im Kasten keine Abwehrchance. Der Vorlagengeber hatte in der siebten Minute selbst die Möglichkeit, der am Torwart vorbeigestreichelte Ball konnte von Jaquez aber in höchster Not vor der Linie geklärt werden.

Danach fand aber auch der VfB in die Partie und wurde in der 28. Minute belohnt: Nach Foul von Schwäbe an Demirovic im Sechzehner gab es Elfmeter und der Gefoulte versenkte selbst zum Ausgleich.

Dieser hatte verdientermaßen bis zum Pausenpfiff Bestand.

Nach dem Seitenwechsel hatte Tiago Tomas für die Gäste die erste gute Möglichkeit, ließ nach Eckball in der 52. Minute aber per Hacke den Treffer liegen. Ansonsten waren die Domstädter aktiver, wenn auch ohne die nötige Zielstrebigkeit.

Das bestrafte in der 70. Minute beinahe Tiago Tomas, nach schnell ausgeführtem Stiller-Freistoß ließ der Portugiese aber nur das Gestänge erzittern.

Der Effzeh näherte sich nun immer mehr an: Ein Abschluss von Joker El Mala aus aussichtsreicher Position kam in der 77. Minute nicht an Nübel vorbei und Kaminskis Kopfball nach Ecke in der 78. Minute konnte von Mittelstädt auf der Linie geklärt werden. Das Tor gelang aber der Hoeneß-Elf: Vagnoman wurde in der 81. Minute von Stiller auf die Reise geschickt und blieb vor Schwäbe eiskalt.

Die Geißböcke ließen sich davon nicht entmutigen und rannten an, fanden aber nicht die Lücke im gut organisierten VfB-Abwehrverbund.

Damit nahm Stuttgart gegen gute Kölner nicht unverdient die drei Punkte mit.

Plötzlich Erstliga-Chance für die Barock Volleys: Warum Ludwigsburg jetzt vor dem Aufstieg in die 1. Liga steht

Ludwigsburg (ag) Der nächste große Sprung steht bevor: Die Barock Volleys des MTV Ludwigsburg haben offiziell den Lizenzantrag für die 1. Volleyball-Bundesliga eingereicht. Nach einer sportlich erfolgreichen Saison und dem dritten Platz in der 2. Bundesliga Süd möchten die Ludwigsburger nun in der Saison 2025/26 in der deutschen Volleyball-Eliteklasse mitmischen – ein historischer Schritt für den Verein und die Sportstadt Ludwigsburg.

Aufstiegsrecht dank Verzicht anderer Teams

Die Grundlage für den möglichen Aufstieg: Weder Zweitligameister VC Gotha noch der Zweitplatzierte TuS Kriftel machen von ihrem Aufstiegsrecht Gebrauch. Damit rückt der MTV als Dritter nach und darf einen Lizenzantrag stellen – die finale Entscheidung trifft die Volleyball-Bundesliga (VBL) bis Ende Mai. Voraussetzung ist ein stimmiger Wirtschaftsplan, der in den kommenden Wochen nachgereicht wird.

Strukturen, Spieler, Vision: MTV sieht sich bereit

Wir gehen sehr bewusst diesen Schritt undwollen nächste Saison erstklassigen Männer-Volleyball in der Region Stuttgart/Ludwigsburg anbieten“, sagt Ralph Schanz, Geschäftsführer des MTV Ludwigsburg. Mit über 8.000 Mitgliedern, hauptamtlicher Organisationsstruktur und einem professionellen Management sei der Verein bestens aufgestellt.

Auch sportlich wurden bereits die Weichen gestellt: Trainer Michael Dornheim, ehemaliger Nationalspieler und jetziger Sportdirektor, hat ein leistungsstarkes Team aufgebaut. Mehrere Akteure wurden bereits mit Blick auf die 1. Liga verpflichtet, weitere Spieler haben Vorverträge – gültig ab dem Moment, in dem der Aufstieg offiziell wird.

GmbH-Gründung in Vorbereitung

Parallel laufen die Planungen für eine eigene Spielbetriebsgesellschaft: Die Barock Volleys sollen in eine GmbH ausgelagert werden, erste Schritte und Strukturen sind bereits vorbereitet.

Erstliga-Erfahrung bereits gesammelt

Auch infrastrukturell hat der Verein bereits an Profil gewonnen. In der abgelaufenen Saison wurden bereits einige der von der VBL geforderten Standards erfolgreich erfülltt: So wurden in der vergangenen Saison alle Heimspiele professionell produziert und im Dyn-Format mit einem 4+1-Kamera-Setup sowie Kommentatorenteam live übertragen. Sechs Partien fanden zudem auf einem erstligatauglichen Spielfeldboden statt. Bei ausgewählten Eventspielen in der Rundsporthalle setzten die Barock Volleys auf ein stimmiges Gesamtpaket aus Sport, Sponsorenpräsentation und Rahmenprogramm. Darüber hinaus nahm der Verein an mehreren VBL-Workshops teil und konnte sowohl eine hauptamtlich besetzte Managementstruktur als auch eine fest installierte Nachwuchstrainerstelle nachweisen.

Heimspiele: Zwischen Rundsporthalle und MHP-Arena

Die Heimspiele in der 1. Bundesliga sollen in der Rundsporthalle (1.500 Plätze) und der Innenstadtsporthalle (900 Plätze) stattfinden. Langfristig sind auch Topspiele in der MHP-Arena Ludwigsburg mit bis zu 4.700 Sitzplätzen angedacht.

Fazit

Der Lizenzantrag ist gestellt, die Strukturen stehen – jetzt liegt der Ball bei der VBL. Sollte grünes Licht kommen, könnte Ludwigsburg bald auch im Volleyball erstklassig sein. Ein ambitioniertes, aber greifbares Ziel für die Barock Volleys und den MTV.

Traumtor schockt den VfB! Stuttgart kassiert sechste Heim-Pleite in Folge

Der VfB Stuttgart hat am 31. Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim eine bittere Heimniederlage kassiert. Trotz guter Chancen scheiterten die Stuttgarter mehrfach am Aluminium – Heidenheim nutzte seine späte Gelegenheit und sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Stuttgart (red) – Chancen über Chancen, doch das Tor schoss der Gegner: Der VfB Stuttgart musste sich am 31. Spieltag der Bundesliga dem 1. FC Heidenheim mit 0:1 geschlagen geben – und kassierte damit die sechste Heimniederlage in Folge.

In der ausverkauften MHP-Arena drückte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß über weite Strecken aufs Tor, doch das Aluminium und eine Portion Pech verhinderten den Treffer: Nick Woltemade traf in der 82. Minute die Latte, Deniz Undav setzte kurz darauf einen Kopfball an den Außenpfosten, und Pascal Stenzel verzog in der Nachspielzeit knapp. Bereits in der ersten Halbzeit lies VfB-Stürmer Demirovic hochkarätige Chancen liegen.

Auf beiden Seiten brachten personelle Wechsel frischen Wind. Doch es war Heidenheims Joker Mathias Honsak, der in der 89. Minute mit einem sehenswerten Linksschuss das Spiel entschied und seinem Team drei wichtige Punkte im Abstiegskampf sicherte. Für den VfB dagegen ein bitterer Abend – trotz couragierter Leistung.

 

Bitterer Abend für den VfB: Wolfsburg dreht Spiel in Stuttgart

Der VfB Stuttgart stand kurz vor einem wichtigen Heimsieg, doch Wolfsburg drehte die Partie in den letzten Minuten. Nach einem VAR-Drama und einem späten Elfmeter sicherten sich die Wölfe einen 2:1-Erfolg. Für den VfB bedeutet das einen herben Dämpfer im Kampf um die Champions League.

Stuttgart (red) – Am 22. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg in Stuttgart mit 2:1 gewonnen.

Die Partie begann temporeich, aber beide Teams taten sich schwer, klare Torchancen zu kreieren. Wolfsburg setzte in der Anfangsphase auf ein schnelles Umschaltspiel, kam dabei auch gefährlich in den Strafraum, doch im letzten Moment war immer ein Stuttgarter Verteidiger zur Stelle, um den Abschluss zu verhindern.

Stuttgart übernahm zunehmend die Kontrolle und hatte mit einem Kopfball von Deniz Undav (34.) die erste nennenswerte Möglichkeit. In der 44. Minute bot sich Atakan Karazor die große Chance zur Führung, doch sein Kopfball aus kurzer Distanz ging über das Tor. Nach sechs Minuten Nachspielzeit endete die erste Halbzeit torlos. Beide Defensivreihen standen sicher, sodass die wenigen Abschlüsse nicht wirklich gefährlich wurden.

Nach der Pause kam Wolfsburg schwungvoll aus der Kabine und suchte mit steilen Pässen den Weg in den Stuttgarter Strafraum. Doch erneut wurden Tiago Tomás und Mohamed Amoura in letzter Sekunde geblockt. Die Partie nahm erst richtig Fahrt auf, als Nick Woltemade in der 72. Minute für den VfB Stuttgart traf.

Wolfsburg reagierte sofort und glich nur fünf Minuten später durch Tiago Tomás (77.) aus. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gäste schnell um. Amoura spielte eine perfekte Flanke mit dem Außenrist in den Strafraum, wo Tomás den Ball mit der Fußspitze ins Tor lenkte. Stuttgarts Torhüter Alexander Nübel kam zwar noch mit der Hand dran, konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend abwehren.

Kurz darauf kam es zu einer spielentscheidenden Szene: In der 86. Minute wurde Schiedsrichter Tobias Welz vom VAR in die Review-Area gebeten. Dort war zu sehen, dass Josha Vagnoman einen Schuss von Patrick Wimmer mit dem ausgestreckten Arm blockte. Nach Ansicht der Bilder entschied Welz auf Handelfmeter für Wolfsburg.

Mohamed Amoura (87.) übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß trotz Berührung von Nübel sicher zum 1:2. Damit drehte der VfL das Spiel innerhalb weniger Minuten.

In der Schlussphase drängte Stuttgart auf den Ausgleich, aber Wolfsburg verteidigte geschickt und brachte die knappe Führung über die Zeit. Während Stuttgart den Sprung auf einen Champions-League-Platz verpasste, feierte Wolfsburg einen wichtigen Auswärtssieg.

Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Bochum – Dortmund 2:0, St. Pauli – Freiburg 0:1, Union Berlin – Mönchengladbach 1:2.

 

VfB Stuttgart triumphiert in Augsburg: Undav entscheidet knappen Sieg

Der VfB Stuttgart hat am 16. Spieltag der Bundesliga einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Dank eines Treffers von Nationalspieler Deniz Undav setzte sich die Hoeneß-Elf knapp mit 1:0 gegen den FC Augsburg durch. Während Stuttgart in der Tabelle weiter nach oben klettert, bleibt Augsburg im unteren Mittelfeld.

Augsburg – Am 16. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg zuhause gegen den VfB Stuttgart mit 0:1 verloren.

Die Gäste traten von Beginn an aktiver auf und erspielten sich einige Hochkaräter: In der fünften Minute kam Demirovic frei zum Kopfball, zielte aber genau auf Dahmen. In der 20. Minute kam der Ex-Augsburger frei vor dem Keeper zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig und vergab die Chance.

Der FCA versuchte es Ende der ersten Hälfte höchstens mit Fernschüssen, aus spitzem Winkel versuchte es Gouweleeuw in der 41. Minute mal mit Wucht, doch Nübel hatte dabei keine echte Mühe. Zur Pause hätte der VfB eine Führung durchaus verdient gehabt.

In der zweiten Halbzeit taten sich beide Teams lange schwer, bis in der 65. Minute Undav nach Stiller-Heber frei vor Dahmen auftauchte und im zweiten Versuch die Kugel im Kasten unterbrachte.

Die spärlichen Offensivbemühungen der Thorup-Elf fanden anschließend nicht mehr den Weg ins Tor, die knappe Führung brachte die Hoeneß-Truppe über die Zeit.

Damit klettert Stuttgart in der Tabelle vorerst auf Rang sieben, Augsburg bleibt auf Platz 13 stehen.

red

Bundesligist Hoffenheim zieht Reißleine: Trainer Matarazzo entlassen

Der Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat seinen Cheftrainer Pellegrino Matarazzo offenbar mit sofortiger Wirkung entlassen. Der Verein habe am Montag die Konsequenzen aus der sportlichen Krise gezogen, berichten der “Kicker” und die “Bild” übereinstimmend.

Wer Matarazzos Nachfolger wird, blieb zunächst unklar. Als mögliche Lösung gilt laut “Kicker” der Österreicher Christian Ilzer, der derzeit Sturm Graz trainiert. Als weitere Kandidaten gelten unter anderem Christian Eichner sowie Sandro Wagner.

Die Krise der TSG hatte sich zuletzt verschärft. Nach zehn Spielen steht der Klub, der derzeit noch auf der internationalen Bühne spielt, mit nur neun Punkten auf dem 15. Tabellenplatz. Am Sonntag war nicht mehr als ein torloses Remis gegen den FC Augsburg drin.

Matarazzo war seit Anfang Februar 2023 Cheftrainer der TSG Hoffenheim. Zuvor hatte der US-Amerikaner bereits den VfB Stuttgart trainiert.

red

Champions-League: Leverkusen unter Druck – Reds zeigen keine Gnade – Dortmund gewinnt nach großem Kampf

Liverpool – Am vierten Spieltag der Ligaphase der Champions League hat Bayer Leverkusen 0:4 beim FC Liverpool verloren.

Die Werkself und die Reds egalisierten sich in der ersten Hälfte an der Anfield Road weitgehend. Viele Fehler gab es auf beiden Seiten nicht, sodass auch Chancen Mangelware blieben. Nur kurz vor dem Pausenpfiff gab es etwas Aufregung, als der Ball im Tor der Hausherren landete – dem vermeintlichen Treffer durch Frimpong war aber ein Handspiel vorausgegangen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Engländer den Druck auf die Gäste allerdings deutlich. Ein Doppelschlag durch Luis Diaz in der 61. Minute und Cody Gakpo in der 63. Minute leitete schließlich den Sieg der Reds ein. Die geschockten Leverkusener kamen im Anschluss nicht mehr ins Spiel zurück. Stattdessen legte Diaz in der Schlussphase noch zwei weitere Treffer (82. und 90. Minute) nach.

Für die beiden anderen deutschen Teams, die am Dienstagabend im Einsatz waren, verliefen die Spiele unterschiedlich: So verlor RB Leipzig überraschend 1:3 bei Celtic Glasgow, Borussia Dortmund gewann zu Hause dank eines späten Treffers von Donyell Malen 1:0 gegen Sturm Graz.

Der VfB Stuttgart greift heute ins Geschehen ein. Die Schwaben treffen am Abend (20Uhr) in der MHPArena auf Atalanta Bergamo.

red

 

Ein torloses Duell voller Chancen und Paraden: VfB entführt Punkt aus Leverkusen

Leverkusen – Chancen gab es viele – Tore nicht: Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart trennten sich am 9. Spieltag der Bundesliga in einem intensiven 0:0-Unentschieden. Damit bleibt Leverkusen in der Tabelle auf dem dritten Platz, während sich Stuttgart auf Rang sieben verbessert.

Von Beginn an dominierte Leverkusen das Geschehen in der BayArena und brachte es auf satte 19 Torschüsse. Vor allem Florian Wirtz und Victor Boniface sorgten immer wieder für gefährliche Szenen – doch Stuttgarts Keeper Alexander Nübel erwies sich als unüberwindbar. Insgesamt wehrte Nübel acht Torschüsse ab und sicherte den Schwaben so den wertvollen Punkt.

Für die Stuttgarter Offensive verlief das Spiel dagegen eher schleppend. Der VfB blieb vorne unauffällig, und auch Torjäger Deniz Undav und die Kreativkräfte der Schwaben konnten kaum Akzente setzen. Ungenaue Pässe und ein zögerliches Angriffsspiel machten es der Leverkusener Abwehr leicht, die Gäste in Schach zu halten. Trotz klarer Feldüberlegenheit verpasste es Leverkusen jedoch, den Ball im Netz zu versenken, was auch am Aluminium lag – ein Lattenkracher in der 70. Minute blieb die letzte große Chance.

Trainer Xabi Alonso setzte in der Schlussphase auf frische Kräfte, doch die Stuttgarter Defensive hielt stand. Mit disziplinierter Abwehrarbeit und Nübels starken Paraden rettete der VfB das torlose Remis über die Zeit.

red

Südderby gegen VfB Stuttgart: Kane-Dreierpack bringt FC Bayern zurück an die Tabellenspitze

München – In der Samstagabendpartie des 7. Bundesliga-Spieltags hat der FC Bayern München mit einem klaren 4:0-Sieg das Südderby gegen den Vize-Meister der letzten Saison VfB Stuttgart für sich entschieden und somit  die Tabellenspitze verteidigt.

Es brauchte allerdings eine zweite Halbzeit und einen auf Betriebstemperatur aufgewärmten Harry Kane, um das Torfeuerwerk zu starten. Kane traf in der 57., 60. und 80. Minute, und schließlich durfte Coman noch den Deckel drauf machen (89. Minute). Vorher hatten sie die Stuttgarter zwar auch schon unter Kontrolle, aber nichts klappte so richtig.

Die Bayern sind damit zurück auf Platz eins der Tabelle, allerdings punktgleich mit den Leipzigern. Stuttgart rutscht auf Position neun.

red