Porsche 911 Speedster: Was Scharfes zum Schluss

Schon die Studie beim 2018er Pariser Autosalon weckte weltweit Begehrlichkeiten. Nachdem Porsche jetzt den endgültigen Speedster als krönenden Abschluss der Baureihe 991 im Vorfeld der New York Autoshow enthüllt hat, dürfte der Hype um das flache und breite Gefährt noch weiter zunehmen.

Allerdings gibt es da bei aller Faszination für den flachen Speedster mit den zwei typischen Hutzen im langgezogenen Heck zwei limitierende Faktoren: Der Spezial-911er wird nur exakt 1.948 Mal gebaut – als Referenz an die Porsche-Geschichte, die 1948 begann. Und: Er ist ganz schön teuer. Genaueres für den deutschen Markt mag Porsche aktuell zwar noch nicht sagen. Doch ab Mai soll der ebenso nostalgisch angeschärfte wie topaktuelle Speedster zumindest mal in den USA für umgerechnet 243.00 Euro bestellbar sein.

Für diese nicht unerhebliche Summe bekommen die gut betuchten Sammler von raren Porsche-Pretiosen den Vierliter-Sechszylinder aus dem 911 GT3 und dem 911 GT3 RS, der in diesem Fall seine Leistung von 502 PS und sein maximales Drehmoment von 470 Nm per Sechsgang-Handschalter an die Räder bringt. 309 km/h Spitze sind ebenso drin wie ein Sprint auf 100 km/h in 3,8 Sekunden. Das Ganze soll auch noch gut klingen, drum hat Porsche die Abgasanlage speziell auf den Speedster abgestimmt. Einen Sound „genau wie im 911 GT3 R-Rennwagen“ versprechen die Stuttgarter. Kein Wunder, der frei atmende Sauger dreht immerhin munter bis rauf auf 9.000 U/min. Ein spezielles Fahrwerk und gewichtsoptimierte Keramik-Rennbremsen sorgen für die erwartbare hohe Kurvendynamik und Sicherheit.

Dass der Neue der erste Speedster direkt aus der in Weissach angesiedelten Motorsport-Abteilung des Hauses ist, ist ihm aber nicht nur anzuhören, sondern auch anzusehen. Er soll ein puristisches Fahrgefühl bieten, deshalb wurde bis hin zu Details wie Türnetzen statt -Taschen allenthalben am Gewicht geknausert. Mit Erfolg, denn das Lebendgewicht – serienmäßig ohne Klimaanlage, die aber aufpreisfrei bestellt werden kann – liegt bei 1.465 Kilo. Das Verdeck wird per Hand geöffnet und geschlossen, ein kleiner Tribut an moderne Zeiten ist dessen elektrische Ent- und Verriegelungsfunktion.

Die knappe und flachere Windschutzscheibe und die ebenso verkleinerten geschnittenen Seitenfenster verbreiten das typische Speedster-Flair. So wie seinerzeit im 1957er Porsche 356 A 1500 GS Carrera GT Speedster und seitdem in immer neuen Inkarnationen bis zuletzt bei den 356 Exemplaren des 911 Speedster der Baureihe 997 von 2010. mid/rhu

Verbraucherschützer warnen vor Online-Produktbewertungen

Drei von vier deutschen Verbrauchern setzen vor einem Kauf auf Produkt-Vergleiche aus dem Internet. Doch hier ist Vorsicht geboten: Viele Tests seien nicht seriös, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Die Nutzer, die via Internet-Suchmaschine Produktests recherchieren, werden zwar schnell fündig, dann aber auch gleich per Link zu einem Online-Shop gelotst. Dahinter verberge sich ein Geschäftsmodell, vermuten die Verbraucherschützer, die vermuten, dass keine echten, jedenfalls aber keine seriösen Produkttests hinter den Suchmaschinen-Ergebnissen stecken. Denn ein Check der Verbraucherzentrale habe ergeben, dass auf Test-Seiten fast ausschließlich sehr gute und gute Bewertungen abgegeben wurden – während die Produkte in nachweisbar professionellen und neutralen Tests schlechter abgeschnitten hätten.

Ein Saugroboter mit der Bewertung „Beste Empfehlung“ („sehr gut“) musste sich demnach bei der Stiftung Warentest mit einem „befriedigend“ begnügen. Ein Haarglätter („befriedigend“) war sogar „mangelhaft“, ebenso eine Heißluftfritteuse, die laut Internet-Tester „gut“ (1,61) sein soll.

Bei insgesamt 20 begutachteten Artikeln entdeckte die Verbraucherzentrale überwiegend bessere Noten als bei der Stiftung Warentest. cid/Mst

Godzilla feiert Geburtstag

GT-R steht bei Nissan für Sportlichkeit der Superlative. Nun feiern die Japaner 50. Geburtstag des Supersportwagens – mit einem Sondermodell. Zur rasanten Geschichte der Modellreihe gehört auch der GT-R „Godzilla“, ein seit Dezember 2007 produziertes, 2+2-sitziges Sportcoupé, Nachfolger des Nissan Skyline GT-R R34. Nun kann sich der Monster-Sportwagen über eine besondere Edition anlässlich des GT-R-Jubiläums freuen.

Auf der New York International Auto Show 2019 (19. bis 28. April) debütiert die „50th Anniversary Edition“. Das Jubiläumsmodell wird in einer traditionsreichen Lackierung aufgelegt, die auf die erfolgreiche Karriere des Sportwagens in der japanischen GP Serie anspielen. Erstmals seit dem GT-R R34 kehrt das um weiße Rennstreifen ergänzte Bayside (Wangan) Blue zurück. Ein spezielles Verfahren mit vier Schichten und Doppelwärme-Behandlung sorgt für auffällige Highlights und tiefe Schattierungen. Blaue Farbakzente finden sich auch auf den Speichen.

Den Innenraum der 50th Anniversary Edition prägt ein graues, luxuriös anmutendes Farbthema. Weitere Features des Editionsmodells sind ein spezielles Design für Lenkrad und Schaltknauf, Prägungen auf den Sitzen, ein Alcantara-Dachhimmel mit abgesetzten Nähten sowie Alcantara-Sonnenblenden.

„Der Nissan GT-R ist seit einem halben Jahrhundert unsere Hochleistungs-Ikone“, sagt Shinichiro Irie, Programm-Designdirektor für den GT-R. „Zum runden Geburtstag wollten wir ein Modell entwerfen, das sich deutlich abhebt. Die Änderungen am Außen- und Innendesign mögen auf den ersten Blick dezent wirken, sind aber dennoch wirkungsvoll. Vor allem die neuen Lackierungen schärfen die Präsenz des Fahrzeugs.“

Laufkultur und Leistung des 419 kW/570 PS starken 3,8-Liter-Bi-Turbo-V6 – jeder einzeln vom Takumi Meister in Handarbeit montiert – bieten zwar nur wenig Spielraum für weitere Verbesserungen, doch die Entwickler hatten für die Geburtstagsedition noch ein paar Asse im Ärmel – darunter zum Beispiel neue Turbolader, die das Ansprechverhalten des Motors in unteren Drehzahlen verbessern sollen.

Zu den Geburtstagskindern aus dem Hause Nissan gehört auch die Z-Baureihe: Weltpremiere hat der Nissan „370Z 50th Anniversary“ nun ebenfalls in New York. Dort wurde jetzt das Jubiläumsmodell des Sportwagens mit der Rennsport-DNA enthüllt – in jener Stadt, in der vor einem halben Jahrhundert schon der Datsun 240Z sein US-Debüt feierte.

Die Sonderedition, die jetzt kurz vor der New York International Auto Show vorgestellt wurde, ist eine Hommage an den #46 BRE (Brock Racing Enterprises) Datsun 240Z, der mit John Morton am Steuer mehrere nationale SCCA-Meisterschaften gewonnen hat.

„Es ist kein Geheimnis, dass der Datsun 240Z den Weg für japanische Sportwagen in den USA ebnete“, sagt Ivan Espinosa, Nissan Corporate Vice President Global Product Strategy & Planning. „Fast genauso wichtig in der Z-Historie ist Peter Brocks modifizierter 240Z, der die amerikanische Motorsportlandschaft veränderte: Nach der Premiere des BRE 240Z im Jahr 1970 wurde Nissan/Datsun zu einem der erfolgreichsten Unternehmen im amerikanischen Motorsport – mit Tausenden von Siegen in den letzten fünf Jahrzehnten.“

Das Exterieur der Nissan 370Z 50th Anniversary Edition erinnert an den legendären BRE-Rennwagen. Eine silberne Lackierung trifft auf schwarze Akzente: Kofferraum, Motorhaube, Außenspiegel und A-Säulen sind dabei farblich vom Rest der Karosserie abgesetzt. Ein weiterer Hingucker sind die Streifen auf der Fahrzeugseite.

Das Herzstück der 370Z 50th Anniversary Edition bildet der 3,7-Liter-Sechszylinder. Der Motor entwickelt 241 kW/328 PS und ein maximales Drehmoment von 363 Nm. Die VVEL-Technologie (Variable Valve Event and Lift) optimiert das Öffnen und Schließen der Ventile, so dass immer genau die richtige Menge an Luft zur richtigen Zeit in die Verbrennungskammer strömt. Man merkt: Die Sportwagen-Geschichte geht weiter. mid/wal

Eier sind Gesundheits-Pakete

Der Osterhase kann kommen. Ob bunte oder naturbelassene Eier – die als Cholesterin-Bomben verschrienen Produkte von Legehennen sind Experten zufolge besser als ihr Ruf. Zwar stimmt es, dass Hühnereier eine große Menge Cholesterin enthalten. „Unser Körper ist jedoch in der Lage, im Regelfall die eigene Cholesterinproduktion zu drosseln, sodass Eier für den Cholesterinspiegel deutlich weniger gefährlich sind als über viele Jahre angenommen.“, erklärt Dr. Anja Luci, Ernährungsexpertin der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Studien zufolge sollen bis zu drei Eier täglich sogar das gute HDL-Cholesterin erhöhen, welches das Herzinfarkt-Risiko senkt. „Eier gehören zu den wertvollsten Lebensmitteln überhaupt“, betont die Expertin. Sie seien ein Top-Eiweißlieferant und darüber hinaus eine preiswerte Quelle lebenswichtiger Nährstoffe.

Da Eier eine gute Sättigungswirkung haben, sind sie besonders morgens zum Frühstück sehr wertvoll. „Gleichzeitig bringen sie wie ein Turbo unsere grauen Zellen auf Trab“, sagt Anja Luci. Kurzum:“ Eier sind aufgrund der zahlreichen Inhaltsstoffe wahre Gesundheitspakete.“ Sie machen unser Haar geschmeidiger und die Haut reiner. Weiterhin hilft das enthaltene Lecithin der Leber bei ihrem Entgiftungsjob und schützt zudem die Darmschleimhaut.

Zudem soll auch das Eigelb gesund sein: Neben wertvollen Omega-3-Fettsäuren enthält gerade das Eigelb die wichtigen Vitamine A, D sowie die Vitamine B2, B6 und B12. Luci: „Gemeinsam mit den wichtigen Mineralstoffen Calcium, Kalium, Zink, Lecithin und Folsäure liefern Eier Energie für den ganzen Tag.“ mp/wal

3D-Druck erobert Autoindustrie

Digital unterstützte 3-D-Druckverfahren finden verstärkt Anwendung in der Industrie. Auch Autobauer werfen häufig den Drucker an. Unternehmen und Forschungsinstitutionen überführen den metallischen 3D-Druck erstmalig in einen industrialisierten und hochautomatisierten Serienprozess in der Automobilindustrie. Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und der Lehrstuhl Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen unterstützen das Vorhaben durch ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Additiven Fertigungstechnologien.

„IDAM“ nennt sich das Verbundprojekt. Die zwölf Projektpartner wollen mit dem Vorhaben einen Grundstein für die technologische Vorreiterrolle Deutschlands legen und das Land als Produktionsstandort nachhaltig stärken. Durch die Integration des metallischen 3D-Drucks in die konventionellen Fertigungslinien der Automobilindustrie ermöglicht es IDAM, kosten- sowie zeitintensive Prozesse wie die Fertigung von Formwerkzeugen, abzulösen und dem Wunsch nach Produkt-Individualisierung ohne Mehraufwand zu entsprechen.

Der Einsatz des metallischen 3D-Drucks erfolgt an zwei Standorten: im Additive Manufacturing Center der BMW Group in München sowie im Bonner Werk des Automobilzulieferers GKN Powder Metallurgy. Dort qualifiziert das IDAM-Team die AM-Technologie für die jeweils spezifischen Anforderungen in der Gleichteilfertigung wie auch der Individual- und Ersatzteilfertigung anhand konkreter Bauteile.

Durch die ganzheitliche Betrachtung der automobilen Fertigungslinie wollen die Projektteilnehmer den manuellen Anteil der Tätigkeiten entlang der Prozesskette von aktuell rund 35 Prozent auf weniger als fünf Prozent senken. Außerdem sollen sich die Stückkosten der 3D-gedruckten Metallbauteile mehr als halbieren. cid/wal

Imbiss-Besucher schlagen auf Wirte ein

Bietigheim-Bissingen: Schlägerei in Schnellimbiss

Am Dienstagabend kam es in einem Schnellimbiss in der Stuttgarter Straße in Bietigheim-Bissingen zu einer Schlägerei zwischen Gästen und den Imbissbetreibern. Bereits als die beiden 30 und 33 Jahre alten Männer die Gaststätte gegen 19.45 Uhr betraten, zogen sie die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich, da sie sich sehr laut verhielten. Ihr Verhalten besserte sich nicht, worauf sie schließlich wohl gebeten wurden, den Imbiss zu verlassen. Dies führte dazu, dass eine verbale Auseinandersetzung zwischen den Männern und den 41 und 51 Jahre alten Imbissbetreibern entstand. Im Zuge dieses Streits schlugen die Gäste auf die Wirte ein. Zeuginnen versuchten dies zu unterbinden und liefen, da sie nichts ausrichten konnten, Hilfe rufend auf die Straße. Gemeinsam mit Passanten konnten die übrigen Gäste die zwei 30 und 33 Jahre alten Tatverdächtigen überwältigen und sie bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festhalten. Beide Männer wurden zum Polizeirevier Bietigheim-Bissingen gebracht und mussten bis Mittwochmorgen in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers bleiben.

Turbo-Diesel für den Audi S5

Premiere in Ingolstadt: Der Audi S5 hat zum ersten Mal einen V6-Dieselmotor unter der Haube. Der 3.0 TDI in den S5-Modellen ist die stärkste Ausbaustufe der V6-Dieselreihe im Haus. Seine Leistung beträgt 255 kW/347 PS, das Drehmoment von 700 Newtonmeter steht zwischen 2.500 und 3.100 Umdrehungen pro Minute bereit.

Audi hat zudem bei der Energieeffizienz nachgebessert: Der aus den WLTP-Werten korrelierte NEFZ-Verbrauch soll sowohl beim S5 Coupé TDI als auch beim S5 Sportback TDI trotz der deutlich höheren Performance nur 6,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer betragen, ein CO2-Äquivalent von 161 Gramm pro Kilometer. Laut Audi unterbieten die neuen S-Modelle ihre Vorgänger mit V6-Benzinmotor im Kraftstoffverbrauch trotz wesentlich mehr Drehmoment im Mittel um etwa 19 Prozent.

Der Sechszylinder-Selbstzünder bringt das S5 Coupé in 4,8 Sekunden und den S5 Sportback in 4,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Dabei hat er einen sportlichen Sound und hohe Laufruhe.

Der Antrieb der S-TDI-Modelle integriert den elektrisch angetriebenen Verdichter (EAV) und die Mild-Hybrid-Technologie. Beide Systeme sind in das serienmäßige 48-Volt-Hauptbordnetz eingebettet. Erstmals arbeitet im S5 TDI ein leistungsfähiger 48 Volt-Riemen-Starter-Generator als Herzstück des Mild-Hybrid-Systems mit einer maximalen Rekuperations-Leistung von bis zu acht Kilowatt. Als Energiezentrale dient eine kompakte, luftgekühlte Lithium-Ionen-Batterie mit 0,5 kWh Kapazität, die unter dem Gepäckraumboden liegt. mid/wal

Schock: „Bild titelt“: Für diese Summe kann Kabak bei VfB-Abstieg gehen

„Die Unterschrift ist fix: Ozan Kabak, Ausnahmetalent von Galatasaray Istanbul, wechselt für kolportierte 11,5 Mill. Euro zum VFB Stuttgart und bekommt einen Vertrag bis 2024“, so lautete die Überschrift am 18. Januar diesen Jahres auf unserer Internetseite von Ludwigsburg24, nach dem der Verein mit dem roten Brustring die Medien über den Transfer-Coup unterrichtete. Inzwischen sind fast drei Monate vergangen und viel passiertDer 19-jährige Ozan Kabak hat sich atemberaubender Geschwindigkeit nicht nur in die Herzen der VfB-Anhänger gespielt sondern ist für Cheftrainer Markus Weinzierl nicht mehr aus der Stammelf wegzudenken. Wie die „Bild-Zeitung nun in ihrer gestrigen Online-Ausgabe berichtet, kann der Neu-Nationalspieler der Türkei im Falle eines Abstiegs des Bundesligisten für knapp 15 Millionen Euro den Verein verlassen. Eine entsprechende Ausstiegsklausel soll im bis 2024 gültigen Vertrag fixiert sein, berichtet die Zeitung am Dienstagabend auf ihrer Internetseite. Mit geschätzt 11,5 Mill. Euro ist der Mann mit der Rückennummer 18 der teuerste Transfer in der Geschichte des Vereins aus Cannstatt.

Der 1,85m große Innenverteidiger stand bereits vor dem Wechsel in die schwäbische Metropole bei vielen Top-Clubs auf dem Wunschzettel und war heiß begehrt. Der Sohn eines Gefängnisdirektors aus Ankara hat bis jetzt keine einzige Spielminute beim VfB verpasst.

red / hp

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VfB Stuttgart taumelt nach Heimniederlage in Richtung 2.Liga

VfB Stuttgart verliert sein nächstes Heimspiel gegen Bayer Leverkusen und taumelt gewaltig in Richtung 2.Liga – VfB-Profi Ascacibar sieht die rote Karte. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger schenkt Cheftrainer Markus Weinzierl weiterhin das Vertrauen.

Die Bilanz von Trainer Markus Weinzierl ist wahrlich nicht die Beste und nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen hat sich diese auch nicht verbessert. Bayer Leverkusen hat am Samstag in Stuttgart in einem extrem schwachen Spiel, schmucklos, aber verdientermaßen gewonnen. Leverkusen-Profi Kai Havertz schoss den Sieg-Treffer zum 1:0 per Foulelfmeter (64. Minute) gegen den jederzeit bemühten, aber reichlich mittellosen VfB, der in der Tabelle weiterhin auf dem Relegationsrang 16 verharrt und nur noch 3 Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz hat. Bayer dagegen rückte auf Rang sieben vor und nahm wieder Tuchfühlung zu den „internationalen Plätzen“ auf.

Zum Spiel: 

VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Es entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf sehr niedrigem Niveau. Didavi (7.) und der sehr schwache VfB-Profi Esswein (16.) vergaben für die Roten die ersten beiden Chancen. Ansonsten kamen harmlose Cannstatter über Ansätze nicht weiter hinaus. Aber auch die Elf von Trainer Bosz blieb über weite Stellen sehr passiv. Die beste Chance hatte Volland, der in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz am starken Schlussmann Zieler scheiterte.

Nach der Pause plätscherte das Spiel weiter vor sich hin. Julian Brandt (50.) und Kevin Volland (52.) vergaben für Leverkusen weitere Chancen. Der VfB zog sich weit zurück. Einzig die beiden Stuttgarter Ozan Kabak und der im Sommer nach München wechselnde Benjamin Pavard zeigten Leidenschaft und Kampfgeist. Leverkusen beherrschte Ball und Gegner, und kam erst durch ein unnötiges Foul von Castro zu einem Elfmeter und zur Führung durch Havertz in der 64.Minute. Wie blank die Nerven beim VfB Stuttgart liegen wurde an der Spuckattacke von Ascacibar an Havertz ersichtlich. Schiedsrichter Zieler blieb nichts anderes übrig als dem 22-jährigen die Rote Karte zu zeigen. Derweil hält Manager Hitzlsperger weiter am VfB-Trainer fest, so das Weinzierl beim nächsten Spiel am kommenden Samstag in seiner alten Wirkungsstätte Augsburg weiterhin auf der Trainer-Bank platz nehmen darf

red / hp

VfB Stuttgart – B.Leverkusen

0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Havertz (64./FE)

Rot: Ascacibar (90.+1/Unsportlichkeit)

Stuttgart: Zieler – Kabak, Pavard, Kempf – Beck, Ascacibar, Castro – Esswein, Didavi (68.Thommy), Zuber (82.Gomez) – Gonzalez (70.Donis)

Leverkusen: Hradecky – Weiser, Tah, S.Bender, Wendell – Baumgartlinger, Aranguiz – Brandt, Havertz, Bailey (78.Alario) – Volland

Schiedsrichter: Stieler

Zuschauer: 53.657

 

 

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Riesen haken die Play-offs nicht ab – Sieg in Gießen

Die Ludwigsburger MHP Riesen haben nach der Heimniederlage gegen München große Moral bewiesen und durch einen 98:93-Auswärtssieg gegen Gießen ihre Hoffnungen die Play-offs doch noch zu erreichen am Leben erhalten. Center Owen Klassen macht mit 26 Punkten eines seiner besten Spiele.

Die Hoffnung stirbt zuletzt – Nach dem Motto ging das Team von Chefcoach John Patrick nach der sehr klaren Heimniederlage letzten Donnerstag gegen Tabellenführer FC Bayern Basketball in das heutige schwierige Ausswärtsspiel gegen Giegen46ers und hat sich durch einen verdienten Sieg 98:93 (46:41) zumindest die Chance, einen Play-off Platz zu erreichen, bewahrt. Gießen, die ihrerseits auch noch Hoffnungen hegten in die K.o.-Runde zu kommen, musste dagegen nach der Niederlage ihren Traum begraben.

Dem Riesen-Center Owen Klassen gelang derweil mit 26Punkten in seinem 88. Bundesliga-Spiel ein Karriere-Bestwert. Die Barockstädter verbesserten sich nach dem Sieg in Gießen auf Tabellenplatz 10.  Bereits nächsten Sonntag wartet mit Brose Bamberg die nächste Hürde auf das Team von John Patrick.

red/hp

Statements und Statistiken:

John Patrick: „Wir haben gegen eine gut vorbereitete Gießener Mannschaft schlecht angefangen. Wir haben mit Owen Klassen einen Spieler, der unerwartet viel getroffen hat – auch viele Dreier. Heute war das sehr wichtig für uns. Wir hatten Probleme, Shooter wie Brandon Thomas zu kontrollieren. Dafür haben wir aber einen relativ guten Job gegen John Bryant gemacht und am Ende dann schwierige und wichtige Würfe getroffen, was das Spiel schließlich entschieden hat.“

Ingo Freyer: „Ich hatte das Gefühl, dass wir die gesamte Zeit über das Spiel offenhalten konnten. Ich denke auch, dass wir unsere Defense etwas verbessern konnten, auch wenn das dann bei so vielen Offensivrebounds der Gegner immer noch katastrophal aussieht. Da sind wir einfach immer noch zu unathletisch und man sieht dann, was uns fehlt, wenn man einen Alen Pjanic reinbringt, der dann wiederum Athletik mitbringt. Wenn der Gegner dann zehn Würfe mehr nimmt als wir, kannst du auch noch so hochprozentig treffen. Man kann das dann schwer kompensieren und das ist aktuell unser größtes Problem.

Für Gießen spielten: Brandon Thomas 19 Punkte, John Bryant 15/7 Rebounds, Max Landis 15, Alen Pjanic 13, Mahir Agva 11, David Bell 8, Benjamin Lischka 5, Larry Gordon 4, Jared Jordan 3/10 Assists und Siyani Chambers.

Für Ludwigsburg spielten: Owen Klassen 26 Punkte/8 Rebounds, Jordon Crawford 13/7 Assists, Konstantin Klein 13, Marcos Knight 12/9 Rebounds, Lamont Jones 10, Kelan Martin 10, Aaron Best 7, Adam Waleskowski 5, Karim Jallow 2, David McCray und Ariel Hukporti.