Was die Pandemie mit Kindern und Jugendlichen gemacht hat: Ein Interview mit Christian Hofberger

Christian Hofberger ist nicht nur Lehrer am Schickhardt-Gymnasium in Stuttgart, sondern auch offizieller Ausbilder vom Württembergischen Fußballverband (WfV) für angehende Trainer im Jugend- und Erwachsenenbereich. Der in Ditzingen lebende 49-Jährige erzählt im Interview mit Ludwigsburg24, wie sehr die Corona-Pandemie die Entwicklung und das Verhalten von Schülern und Fußballern in seinen Augen beeinträchtigte, was er ehrgeizigen Fußballer-Eltern rät und was ein erneuter Lockdown für Kinder und Jugendliche bedeuten würde.

Ein Interview von Ayhan Güneş

LB24: Wie kommt man dazu, in den Trainerlehrstab des WFV einzutreten?

Christian Hofberger: In diesen Trainerlehrstab wird man berufen. Voraussetzung ist die DFB Trainer A- Lizenz. Nachdem ich meine in der Tasche hatte, rieten mir ein paar ältere, erfahrene Trainer wie Lothar Mattner, Wolfgang Lamitschka oder mein damaliger Ausbilder an der Uni, Dirk Mack, mal eine Weile beim Trainerlehrstab reinzuschnuppern, da junge Leute gesucht wurden. Nach einer halbjährigen Hospitanz bei der ich mich hoffentlich nicht allzu unglücklich angestellt habe und aufgrund meiner schon längeren Trainertätigkeit im Amateurfußball wurde ich dann in den WFV Trainerlehrstab aufgenommen und bin nun um die 20 Jahre dabei.

Was sind Ihre konkreten Aufgaben dort?

Wir treffen uns mehrmals im Jahr, um neue Konzepte auszuarbeiten und zu erörtern, wo wir im „Forschungsbereich“ des Fußballs tätig werden können, welche neuen Entwicklungen sich ergeben haben, was man vom Profifußball auf den Amateurbereich oder den Jugendfußball runterbrechen kann. Dies fließt in unsere Dezentralen Fortbildungen ein, die zur Lizenzverlängerung dienen. Und natürlich kümmern wir uns vor allem um den Ausbildungsbereich. Es geht darum, wie wir möglichst viele Kinder- und engagierte Jugendtrainer erreichen, die Input wollen. Deshalb bin ich sowohl in Ruit, als auch dezentral in Basis-Lehrgängen tätig. Aktuell wird die Ausbildungsstruktur dahingehend verändert, dass es ab 2023 ein „Kindertrainerzertifikat“ geben wird und eine Ausbildung zum „DFB Basiscoach“.

Sie sind quasi Trainerlehrer. Vergleicht man die Zeit vor mit der nach Corona, was hat sich verändert?

Vor Corona hatten wir sehr viele Interessierte an den dezentralen Angeboten, da war ganz eindeutig ein Trend zu erkennen. Man kann nämlich nicht von jedem erwarten, dass er sich für den Erwerb einer C-Lizenz vier Wochen Urlaub nimmt, um den Schein in Ruit zu erwerben. Deshalb wollten wir versuchen vor allem die Basislehrgänge dezentral in den Bezirken und Vereinen anzubieten, damit man möglichst mit zwei Wochenenden schon den ersten Teil abdecken kann. Das kam sehr gut an. Während Corona mussten wir vorwiegend auf online umstellen, was aber nicht jeden Trainer ansprach. Wenn man vielleicht beruflich schon viel mit Videokonferenzen zu tun hat, will man nicht auch noch einen Trainerlehrgang online machen. Aber jetzt nach Corona ist es wieder besser und es boomt total. Wir haben wirklich eine große Nachfrage an Trainerausbildungen, so dass sehr viele Lehrgänge schon voll sind.

Woran liegt das?

Das liegt mit daran, dass viele Trainer ihre Ausbildung vor Corona begonnen haben und sie nun endlich beenden wollen. Aber es scheint auch so, dass viele „neue“ Trainer nach der langen Auszeit plötzlich Lust bekommen haben auf Fußball im Verein, mit Kindern, Fußball im Ehrenamt.

Hat sich bei den Trainertypen irgendetwas in den zwei Jahren der Pandemie verändert?

Eigentlich, von den Typen her, ist es in etwa gleichgeblieben. Es sind hauptsächlich Leute, die selbst mal gekickt haben und die jetzt eigene Kinder haben, die im Verein spielen. Das sind hauptsächlich Väter, die größtenteils in den Vereinen schon verwurzelt sind, werden dann oftmals von den Vereinsverantwortlichen angesprochen, ob sie nicht Lust hätten, eine Jugendmannschaft zu trainieren. Es handelt sich meist um sehr engagierte Leute, die Input suchen und dankbar sind, Wissen über neue Trainingsformen und deren Umsetzung für die jeweiligen Altersklassen zu erlernen. Immer mehr kommen aber auch schon junge, engagierte Mädels und Jungs in die Lehrgänge, die selbst aktiv spielen und oft noch zur Schule gehen oder studieren.

Sie bilden aber auch Trainer für den Erwachsenen-Fußball aus. Wie muss ein guter Trainer zu Kindern, wie zu Erwachsenen sein?

Trainer für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind eigentlich drei ganz unterschiedliche Felder. Im Kinderbereich ist es ganz wichtig, dass die Kinder Spaß haben, dass sie sich bewegen und austoben können. Mit ihnen kann ich viele Dinge machen, um sie zu motivieren, die manchmal auch nur am Rande mit Fußball zu tun haben. Bei Kindern muss ich als Trainer außerdem unbedingt darauf achten, dass jeder sehr oft am Ball ist, jeder mal die Möglichkeit hat, ein Tor zu schießen. Allein deswegen gehen Kinder nämlich zum Fußball. Ich selbst habe damals bis zum Alter von zehn oder elf Jahren meist nur auf der Kickwiese gespielt, konnte von daher schon spielen und bin dann erst in den Verein, um zu trainieren. Heutzutage kommen die Kinder schon mit fünf, sechs Jahren in die Vereine und haben oftmals noch große motorische Defizite. Mit diesen Kindern kann ich natürlich nicht trainieren, sondern muss deren Freude am Spielen aufrechterhalten.

Was ist beim Jugendtraining wichtig?

Mit den Jugendlichen können wir schon ins spezifischere Training einsteigen, können vor allem technische und koordinative Fertigkeiten schulen und den Kids den Teamgedanken beibringen. Wobei wir – und das hat gerade Corona wieder gezeigt -darauf achten müssen, dass in der heutigen Zeit verdammt viel auf die jungen Menschen einprasselt. Zu meiner Zeit ging man in die Schule, machte fix die Hausaufgaben, um dann schnell auf dem Bolzplatz sein zu können. Heute hat man 10.000 Möglichkeiten, dazu kommt zwei-, dreimal Nachmittagsunterricht sowie andere Anforderungen. Darauf müssen wir eingehen und immer genau schauen, wo steht der Jugendliche gerade, was ist im Elternhaus los, wie sieht es jetzt gerade durch Corona in der Schule aus. Da haben wir Jugendtrainer eine ganz besondere Verantwortung, da die Kinder uns ab einem bestimmten Alter als Vorbilder sehen, mehr noch als die Eltern.

Sind die Erwachsenen somit am unkompliziertesten?

Da kommt es immer darauf an in welchem Bereich man trainiert. Aber wenn es da um Leistung geht, dann kann ich diese hier auch einfordern- im Training wie im Spiel. Wobei für mich im Amateurfußball in allen Ligen auch das gemeinsame Miteinander außerhalb des Fußballplatzes eine zentrale Rolle spielt.

Während der zweijährigen Coronazeit konnten die Kinder die meiste Zeit nicht zum Training kommen. Inwiefern hat diese erzwungene Pause die Kinder verändert?

Den Kindern fehlt auf jeden Fall etwas, vor allem denen, die in zwei Lockdowns waren. In der Schule haben wir jetzt viel mehr Verhaltensauffälligkeiten als früher. Wir beobachten ausgeprägtere Konzentrationsprobleme und wir stellen, trotzdem wir eine Eliteschule des Sports und Fußballs sind, eine Gewichtszunahme bei vielen Schülern fest. Außerdem ist ein unglaublicher Drang vorhanden, ständig am Handy zu hängen. Das sind alles Punkte, die aus den vergangenen zwei Jahren resultieren, und die bei den Kindern Spuren hinterlassen haben. Deshalb müssen wir genau schauen, wie wir da gegensteuern können. Wir machen gerade am Ende dieses Schuljahres mit allen Klassen Schullandheime.

Zahlen wir als Gesellschaft für die Lockdowns einen hohen Preis, bzw. waren die Lockdowns gerechtfertigt?

Dazu kann ich mir kein finales Urteil anmaßen. Wer den Preis für diese Zeit gezahlt hat ist allerdings klar: das sind die Kinder und Jugendlichen. Sie sind zurückgetreten aus Verantwortung gegenüber den älteren Generationen, die die Gefährdetsten waren und noch sind. Das sollten wir nicht so schnell wieder vergessen. Allerdings habe ich momentan den Eindruck, als wäre schon wieder alles beim Alten und als würde man von allen das gleiche Leistungsvermögen erwarten wie vor Corona. Aber diejenigen, die jetzt oder im nächsten Jahr Prüfungen machen, waren auch in zwei Lockdowns. Von daher denke ich, dass wir da noch sehr aufpassen und nachsichtig sein müssen. Zwei Jahre sind sehr lange bei sehr jungen Menschen, die gehen nicht so schnell an ihnen vorbei.

Wie fatal wäre es, sollte es aufgrund steigender Inzidenzen zu einem dritten Lockdown kommen?

Für die Schüler wäre es sehr fatal, deshalb sollten wir unbedingt schauen, dass wir die Schulen nach Möglichkeit offenhalten, selbst wenn wir den Preis dafür zahlen, dass sowohl die Schüler als auch die Lehrer konsequent Masken tragen und wir permanent testen müssen. Natürlich schränkt das den Schulalltag extrem ein, aber es ist allemal besser als wieder zu schließen und die Schüler vor den PC zu verbannen, wo wir uns nur online bei mehr oder weniger guten Verbindungen sehen. Schule lebt von Interaktion und von Austausch. Wenn ich meine Schüler direkt vor mir sehe, kann ich ihre Reaktionen auf das Gesagte besser einschätzen als bei 16 Schüler-Kacheln auf dem IPad. Den Schülern geht es nicht anders. Von daher sollten Schulschließungen unbedingt vermieden werden.

Zurück zum Fußball: Speziell im Jugendbereich gibt es häufig extrem ehrgeizige Eltern, die auch nicht selten ihre Kinder nötigen, Höchstleistungen zu erbringen. Sie pushen ihre Kinder, auch wenn diese selbst vielleicht gar nicht den Drang dazu haben. Was raten Sie solchen Eltern?

Fußball nimmt mittlerweile in der Gesellschaft einen Stellenwert ein, der exorbitant hoch und nicht gerechtfertigt ist. Wenn ein Kind sich für Fußball interessiert und auch selbst spielt, dann hat es logischerweise seine berühmten Vorbilder. Das war früher auch schon so. Aber der Preis, den Kinder oftmals dafür zahlen den übertriebenen Vorstellungen ihrer Eltern nachzueifern, ist verdammt hoch. Das kann man mit der Schulkarriere vergleichen: Schickt man ein Kind auf eine Schule, für die es eigentlich nicht geeignet ist, wird es in der Mehrzahl Misserfolge haben. Muss es trotzdem dort bleiben und weitermachen, tut man dem Kind keinen Gefallen damit. Eher das Gegenteil ist der Fall, da es durch die Misserfolge automatisch die Lust und das Selbstvertrauen verliert. Baut man beim Fußball spielen einen zu großen Druck auf und überfordert das Kind, wird es wird kaum Leistung erbringen können. Es wird frustriert, weil es nicht mehr um den Sport und die Freude am Kick mit Kumpels geht, sondern nur noch darum, die Wünsche der Eltern zu erfüllen. Eltern tragen da eine ganz große Verantwortung.

Wie erklären Sie sich das?

Das liegt vielleicht daran, dass die Träume und finanziellen Möglichkeiten im Fußball unendlich sind und man immer von einem herausragenden Beispiel ausgeht. Es wird aber nicht jeder wie ein Bellingham mit 17 Jahren schon ein Weltstar, selbst wenn Talent vorhanden ist. Und wenn, sind die Wege nach oben sehr individuell und daher sehr unterschiedlich und andere Faktoren wie z.B. Verletzungen spielen eine oft nicht kalkulierbare Rolle. Das Wichtigste bei allem ist der permanente Spaß am Fußball und den erhält man durch die nötigen Erfolgserlebnisse. Ebenfalls wichtig ist breite Ausbildung statt einer zu frühen Spezialisierung.

Bis wann sollte ein Spieler den Sprung ins richtige Team geschafft haben? Gibt es aus Ihrer Sicht dafür eine Deadline?

Das ist schwer zu generalisieren, Ich persönlich halte vor dem 13., 14. Lebensjahr nichts vom Scouting und davon, Kinder quer durch Deutschland zu schicken, die dann irgendwo bei Gastfamilien leben. Ich finde es im jungen Alter besser, das Kind in seinem gewohnten Umfeld zu lassen. In Deutschland gibt es mit der U15 die erste Juniorennationalmannschaft, dafür schaut man natürlich nach den größten Talenten. Dann gibt es unterschiedliche Konzepte mit den Nachwuchsleistungszentren, die mit Sicherheit sinnvoll sind. Ich denke aber auch, dass ein regionaler Ansatz einfach mehr Sinn macht. Warum muss ein Spieler von Stuttgart nach Berlin wechseln, wenn er hier im Nachwuchsleistungszentrum unterkommen könnte. Dazu spielen so viele andere Faktoren eine Rolle wie Persönlichkeitsentwicklung, die schulische Entwicklung und wieder mögliche Verletzungen. Den goldenen Weg gibt es nicht, wenngleich es wichtig ist, dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt gefordert und gefördert wird und im Training mit gleich starken Mannschaftskollegen spielt, man einen Trainer hat, der einen besser macht und man vor allem auch besser werden will. All das sind entscheidende Punkte. Und das alles spricht dann für die rund 200 bis 300 Toptalente in Deutschland, die es in die Bundesliga- Nachwuchsleistungszentren schaffen; und auch von denen schaffen es dann die wenigsten in die Bundesliga. Die große Masse des Fußballs sind aber Zehntausende. Nicht aus jedem kann ein Profi werden. Wer in seinem Heimatverein am Ende der Juniorenzeit in der zweiten Mannschaft kickt und dazu noch Betreuer macht, ist für seinen Verein genauso wichtig wie der Spieler, der in der 1. Mannschaft 18 Tore schießt. Fußball ist der beliebteste Sport in Deutschland und hat den größten Verband, in dem sich die meisten Menschen meist ehrenamtlich engagieren. Alle sollten sich dort zu Hause fühlen, wo sie einen Beitrag leisten können.

Sie haben die Trainer-A-Lizenz. Was bedeutet das in der Praxis?

Die Trainer-A-Lizenz gilt für den gesamten Amateurbereich. International gesehen ist es die UEFA-Pro-Licence, die höchste Lizenz in vielen europäischen Ländern. Bei uns berechtigt sie zu allem außerhalb des Profi-Fußballs. Als ich sie absolviert habe, war sie noch aufgesplittet in die beiden Teile Elite-Jugendlizenz und Erwachsenentraining, heute gehört alles zusammen. Ich habe damals meinen Schein für beide Bereiche gemacht. Von der Kreisliga A bis zur jetzigen Regionalliga habe ich alle Ligen mindestens ein Jahr trainiert. In der Amateurliga bin ich also gut durchgekommen, für den Profibereich bräuchte man jedoch den Fußball-Lehrer-Schein, dessen Erwerb für mich nicht mehr in Frage kommt.

Haben Sie nicht den Traum, einmal die Profis zu trainieren?

Natürlich hatte ich früher den Traum vom Profitrainer, doch die Zeit dafür ist (wahrscheinlich) vorbei. Die Bayern brauchen eh nicht bei mir anrufen, da ich 1860 Fan bin. Aber jeder andere Bundesligaverein dürfte sich gerne bei mir melden, wenn sie mich bräuchten. Doch das wird leider nicht passieren, weil wir jedes Jahr neue, gute DFB-Lehrer kriegen, die diese Posten besetzen. Ich habe damals entschieden, mich hauptsächlich auf den schulischen Bereich zu konzentrieren. Ich bin in erster Linie passionierter Lehrer, obwohl der Fußball als „schönste Nebensache der Welt“ in vielen Formen natürlich eine gewichtige Rolle in meinem Leben spielt. Glücklicherweise bin ich jetzt an einer Eliteschule des Fußballs, an der ich auch Sport als Hauptfach unterrichten darf.

Wie wurde Ihre Fußball-Leidenschaft ursprünglich geweckt? Liegt sie in der Familie?

Ja, mein Vater hat auch gekickt in der Kreisliga in Kochel am See und in Bichl in Oberbayern… da ging es ums Kicken und um das Bierchen danach – super! Ich habe heute noch genau vor Augen, als ich zum ersten Mal nach unserem Umzug ins „Ländle“ im Neckarstadion war beim Spiel VfB gegen den 1. FC Nürnberg, Anfang der Achtziger. Das war faszinierend. Und in meiner Freizeit war ich in jeder freien Minute mit den Kumpels auf dem Kickplatz. So ist alles entstanden. Im Verein habe ich in Hirschlanden in der E2 angefangen und spätestens ab da war Fußball fester Bestandteil meines Lebens. Meine Mutter und mein Vater haben mich in allem unterstützt und sich engagiert, manchmal natürlich zähneknirschend, wenn mal wieder ein Hallenturnier war und sie zehn Stunden dort verbringen mussten.

Sie leben in Ditzingen und haben sich im Landkreis Ludwigsburg sehr engagiert.

Als Trainer habe ich angefangen beim TSV Flacht im Jahre 1998, die sind damals abgestiegen in die Kreisliga A. Zu dieser Zeit habe ich noch bei Dirk Mack an der Uni Stuttgart Sport studiert und er ermunterte mich, nicht nur als Spieler, sondern gleichzeitig auch als Trainer in der Praxis erste Erfahrungen zu sammeln. Dann habe ich dort angefangen und wir sind sofort wieder in die Bezirksliga aufgestiegen und wurden in der nächsten Saison mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter hinter 07 Ludwigsburg II. Damals gab es leider noch keine Relegation, deshalb war kein direkter Durchmarsch in die Landesliga möglich. Danach bin ich zum TSV Eltingen in die Landesliga gewechselt, dort hatte ich schon in der Jugend gespielt. Leider habe ich mir dort in der Vorbereitung direkt die Achillessehne gerissen, was ein großer Einschnitt in meine aktive Spielertrainerkarriere mit 28 Jahren war. Ich kam dann zwar auf den Platz zurück, aber war nie wieder so gut wie vor der Verletzung.

Für wen haben Sie danach noch gespielt?

Vier Spieltage vor Saisonende 2002 kam ich als „Feuerwehrmann“ nach Rutesheim in die Bezirksliga. Wir haben mit der Mannschaft den Abstieg damals abgewendet. Danach sind wir in die Landesliga aufgestiegen. Nach drei Jahren in Rutesheim bin ich für ein Jahr zum VFL Kirchheim, damals Oberliga und vierthöchste Spielklasse. Das schon interessant, wenn man dann Freitagabend gegen Waldhof Mannheim vor dreieinhalbtausend Zuschauern im Carl- Benz Stadion gespielt hat. Da war schon richtig was los. Nach einem weiteren Jahr in Gechingen bin ich erneut drei Jahre zurück nach Rutesheim. Danach war ich in der U21 der Sonnenhof Großaspach tätig. Die letzten Stationen waren im engeren Raum Ludwigsburg. Bei 07 war ich nur ein halbes Jahr, es war sehr chaotisch. Mein letztes Team war für eineinhalb Jahre bis kurz vor Corona der TV Pflugfelden.

Wer ist für Sie persönlich der beste Spieler?

Durch meine DFB-Referententätigkeit im Rahmen der „Fußballhelden- Bildungsreisen“ bin ich häufiger in Barcelona. Messi mal live zu sehen, war schon eine Offenbarung. Allein schon das Aufwärmen von Messi und Iniesta war sehenswert. Die haben sich volley die Bälle vom Sechzehner bis zur Mittellinie zugespielt, haben sich nebenher unterhalten. Der eine hat den Ball mit der Brust gestoppt, hat ihn volley zurückgespielt, dann hat der andere mit der Brust gestoppt und ebenfalls wieder volley zurückgespielt. Das ging über viele Minuten so, ohne dass der Ball einmal auf den Boden gefallen wäre. Die Selbstverständlichkeit hat mich total beeindruckt. Einmal durfte ich bei einem „Classico“ dabei sein, dem Abschiedsspiel von Iniesta. Da hat Real mit Cristiano Ronaldo, Benzema, Ramos und Co. auf der anderen Seite gestanden, das war schon großer Sport. Seit Messi in Paris ist, hat er für mich jedoch massiv an Sympathie verloren. Momentan finde ich Kevin De Bruyne wahnsinnig gut, er hat unheimlichen Einfluss auf das Spiel von Man City. Aber ich wüsste derzeit keinen Spieler, der alle anderen so in den Schatten stellt, wie das Messi die letzten zehn Jahre getan hat.

Herr Hofberger, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Freispruch für Blatter und Platini

Die Ex-Fußballfunktionäre Joseph Blatter und Michel Platini sind vor dem Schweizer Bundesstrafgericht vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen worden. Das Verfahren in Bezug auf die „ungetreue Geschäftsführung“ wurde eingestellt, wie das Gericht am Freitag bei der Urteilsverkündung mitteilte. Den Angeklagten war vorgeworfen worden, dass sie die FIFA über eine angeblich noch ausstehende Forderung Platinis getäuscht hatten.

„Ich bin nicht unschuldig in meinem Leben, aber in diesem Fall bin ich unschuldig“, hatte Blatter zuvor bei seiner Ankunft im Gericht gesagt.

Blatter soll die Zahlung des Weltverbands an Platini in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken plus Sozialversicherungsbeiträge unrechtmäßig bestätigt haben. Die Bundesanwaltschaft hatte Bewährungs- und Geldstrafen gefordert. Platini erhält nun stattdessen beschlagnahmte 2,2 Millionen Franken zurück und bekommt weitere 142.000 Franken Entschädigung.

In einem Statement, das von Platinis Anwalt verbreitet wurde, heißt es: „er werde nicht lockerlassen und auf der Suche nach der Wahrheit bis zum Ende gehen“, wurde der 67-Jährige zitiert.

Blatter bekommt eine Entschädigung von 102.000 Franken. Platini war ab 2007 UEFA-Chef, Blatter seit 1998 FIFA-Chef. 2015 gab die Ethikkommission des Weltfußballverbandes FIFA bekannt, dass beide für acht Jahre gesperrt werden und damit keine Tätigkeiten im Fußballbereich ausüben dürfen.

red

DFB-Pokal-Auslosung: VfB muss nach Dresden – Stuttgarter Kickers trifft auf Greuther Fürth

In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals der Saison 2022/23 muss der FC Bayern München beim Drittligisten Viktoria Köln antreten. Das ergab die offizielle Auslosung der Sportschau im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Die 1. Hauptrunde wird vom 29. bis zum 1. August gespielt.

Die 2. Hauptrunde findet am 18. und 19. Oktober statt. Das Achtelfinale folgt vom 31. Januar bis zum 8. Februar 2023, das Viertelfinale am 4. und 5. April und das Halbfinale am 2. und 3. Mai. Das Finale steigt am 3. Juni 2023, wie immer in Berlin.

Die kompletten Auslosungsergebnisse im Überblick: 1860 München – Borussia Dortmund, Jahn Regensburg – 1. FC Köln, FV Engers – Arminia Bielefeld, VfB Lübeck – Hansa Rostock, Kaan-Marieborn – 1. FC Nürnberg, Schott Mainz – Hannover 96, Neustrelitz – Karlsruher SC, Ottensen – RB Leipzig, Dynamo Dresden – VfB Stuttgart, Viktoria Berlin – VfL Bochum, Chemnitz – Union Berlin, SV Elversberg – Bayer Leverkusen, Rehden – Sandhausen, Wernigerode – Paderborn, SV Rödinghausen – Hoffenheim, FV Illertissen – Heidenheim, Offenbach – Düsseldorf, Braunschweig – Hertha, Kaiserslautern – SC Freiburg, SV Oberachern – Borussia Mönchengladbach, FC Ingolstadt – Darmstadt 98, Waldhof Mannheim – Holstein Kiel, BW Lohne – FC Augsburg, SV Straelen – St. Pauli, SpVgg Bayreuth – Hamburger SV, Erzgebirge Aue – Mainz 05, Energie Cottbus – Werder Bremen, Bremer SV – Schalke 04, Carl Zeiss Jena – VfL Wolfsburg, Stuttgarter Kickers – Greuther Fürth, 1. FC Magdeburg – Eintracht Frankfurt.

red / dts

UEFA Europa League: Deutsche Vereine erfolgreich

In den Halbfinal-Hinspielen der UEFA Europa League hat RB Leipzig zuhause gegen die Glasgow Rangers mit 1:0 gewonnen und Eintracht Frankfurt auswärts gegen West Ham United mit 2:1 gesiegt. Die Sachsen bekamen von Beginn an den Ball, wussten gegen tief stehende Schotten damit aber wenig anzufangen. In der 17. Minute durfte Nkunku mal aus zentraler Position abschließen, traf die Kugel aber nicht richtig.

Die Gäste ließen sich nur in der 30. Minute mal vor dem Kasten blicken, Goldsons Kopfball rauschte aber klar drüber. Eine zähe erste Hälfte endete folgerichtig torlos. Nach dem Seitenwechsel hatten die Rangers dann auch mal eine größere Gelegenheit, Kent verpasste in der 49. Minute aus spitzem Winkel aber knapp.

RB meldete sich in Minute 53 in Person von Nkunku vorne an, den zentralen Schuss des Franzosen wehrte McGregor aber souverän ab. In der 70. Minute hätte Nkunku dann eigentlich treffen müssen, brachte das Leder aber nach der Umkurvung des Torhüters im Fallen nicht auf das leere Tor. Angelino brachte der Tedesco-Elf in der 85. Minute dann doch noch den verdienten Torerfolg, als er im Anschluss an eine Ecke aus 18 Metern volley abzog und der Ball links im Netz einschlug.

Wenig später folgte der Abpfiff. Mit dem knappen Heimerfolg hat Leipzig gute Chancen für das Rückspiel in Glasgow. Frankfurt erwischte parallel in London den Traumstart: in der ersten Minute flankte Borré von der linken Seite und Knauff köpfte wuchtig links ein.

Doch die Briten drängten direkt auf den Ausgleich. Bowen hatte in der 14. Minute die Riesenchance, allein vor Trapp lenkte der Keeper seinen Schuss aber noch an den rechten Außenpfosten. In der 21. Minute klingelte es dann aber doch: Zouma leitete einen Freistoß per Kopf zu Antonio weiter und der Stürmer drückte das Leder über die Linie.

Im Anschluss berappelten sich die Hessen allmählich wieder. Ein Konter in der 39. Minute führte fast zur erneuten Gästeführung, Knauff zielte aus der Drehung nach Konter aber etwas zu weit rechts. Zur Pause stand es gerechterweise 1:1. Die Glasner-Elf holte sich die Führung in Hälfte zwei dann zurück, als Keeper Areola Sows Schuss vor Kamadas Füße abwehrte und der Japaner trocken abstaubte.

Der eingewechselte Benrahma verpasste in der 68. Minute haarscharf den erneuten Ausgleich, aus der Distanz berührte die Kugel nur den rechten Außenpfosten. Die SGE hätte in der 79. Minute stattdessen noch deutlicher führen können, Kamadas abgefälschter Abschluss klatschte aber nur an den rechten Außenpfosten. Soucek packte dann in der 90. Minute tatsächlich nochmal den Fallrückzieher aus, von der Unterkante der Latte prallte das Rund aber nicht über die Linie.

Kurz darauf war Schluss. Mit dem knappen Auswärtssieg hat Frankfurt im Rückspiel vor heimischer Kulisse gute Chancen auf den Finaleinzug.

red / dts

FSV 08 Bissingen und SV Germania richten erfolgreich Sparkassen Inter Junior Cup 2022 aus

Bietigheim-Bissingen – Am vergangenen Wochenende gaben sich Jugendmannschaften internationaler und nationaler Fußball-Top-Clubs im Bietigheimer Ellental und am Bissinger Bruchwald die Ehre. Darunter Clubs wie Juventus Turin, Rapid Wien, MTK Budapest, B.93 Kopenhagen, Grasshopper Zürich, PSV Eindhoven und Bröndby IF Kopenhagen, aber auch Bayern München, TSG 1899 Hoffenheim und Titelverteidiger 1. FC Nürnberg. Eine gute Gelegenheit für die Lokal-Mannschaften SV Germania Bietigheim, Sportfreunde Großsachsenheim, GSV Pleidelsheim und FSV 08 Bissingen einmal gegen den internationalen und nationalen Top-Nachwuchs zu spielen.

Strahlender Gewinner des Sparkassen Inter Junior Cups war das Team von Eintracht Frankfurt. Bei der internationalen Fußball-Gala im Ellental und am Bruchwald setzt sich das Team aus Hessen im Finale gegen Rapid Wien mit 3:0 durch.

Das Mega-Event der Spitzenklasse wurde am Wochenende mit mehr als 150 ehrenamtlichen Helfern durch Nullacht in Kooperation mit dem SV Germania Bietigheim und PT Sports auf die Beine gestellt. Das Startfeld war wieder einmal mit Top-Mannschaften aus dem In- und Ausland besetzt. Juventus Turin, Bayern München, PSV Eindhoven, Rapid Wien, MTK Budapest, FSV Mainz 05, TSG 1899 Hoffenheim und viele weitere Spitzenmannschaften – die mehr als 1500 Zuschauer an den beiden Turniertagen wussten häufig nicht, welches Spitzenspiel zuerst angeschaut werden sollte.

Besonders hervorzuheben ist das große Engagement der beiden austragenden Vereine. “Inmitten der Corona-Pandemie ist so ein großes, ehrenamtliches Engagement keine Selbstverständlichkeit. Unser Dank gilt allen Helfern in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Turniers”, so Nullacht-Vorstand Dr. Alexander Rossmann.

Nach der Absage des bisherigen Hauptsponsors sprang die Kreissparkasse Ludwigsburg ein. Sie stiftete nicht nur den Namen des Turniers, sondern auch 3.000 Euro. Den symbolischen Spendenscheck u. a. zur Unterbringung der Gastmannschaften und erfolgreichen Durchführung des Sportgroßereignisses überreichte Filialdirektor Ulrich Klink.

Die Platzierung der Teams in der Goldrunde:

Turniersieger: Eintracht Frankfurt
Zweiter Platz: SK Rapid Wien
Dritter Platz: FSV Mainz 05
Vierter Platz: MTK Budapest
Fünfter Platz: FC Bayern München
Sechster Platz: TSG 1899 Hoffenheim
Siebter Platz: TSV 1860 München
Achter Platz: 1. FC Nürnberg

red

Champions League: FC Bayern scheitert im Viertelfinale an Villareal

Aufgrund eines späten Gegentors ist der FC Bayern München im Viertelfinale der Champions League am FC Villareal gescheitert. Gegen die Spanier reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden. Nach der 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel, in dem die Münchner erschreckend harmlos auftraten, mussten die Bayern gegen den amtierenden Europa-League-Sieger ein anderes Gesicht zeigen.

FCB-Trainer Julian Nagelsmann veränderte im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Augsburg die Formation, setzte auf eine Dreierkette und brachte Musiala und Sané von Anfang an. Gegen extrem defensiv eingestellte Spanier übernahmen die Bayern von Beginn an die Initiative und schoben tief in die gegnerische Hälfte. Zündende Ideen, um den Verteidigungsriegel der Gäste zu knacken, blieben allerdings Mangelware.

Durch die Mitte ließ Villareal kaum etwas zu. Halbchancen erspielten sich die Bayern nur mit Flanken über die Außen. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit.

Coman fing einen schlecht gespielten Ball nach vorne ab, über Müller landete der Ball bei Lewandowski zentral vor dem Sechzehner, von wo aus der Pole flach zur Führung traf (52.). In der Folge hielten die Bayern den Druck hoch und konnten immer wieder über Coman und Sané Gefahr entwickeln. So auch bei der bis dato besten Chance nach dem Führungstreffer, als Müller eine Sané-Flanke freistehend am Tor vorbeiköpfte (71.).

Wenige Minuten vor dem Ende folgte dann der Schock: Villareal konterte über Gerard, der mit seinem flachen Zuspiel den kurz zuvor eingewechselten Chukwueze fand, der Neuer überwand und das Bayern-Aus besiegelte. Wie schon im Vorjahr streichen die Bayern bereits im Viertelfinale der Königsklasse die Segel.

red / dts

Neuer Vorstandsvorsitzender des VfB: Alexander Wehrle wird Nachfolger von Thomas Hitzlsperger

Der Bundesligist VfB Stuttgart bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Nach Angaben des Klubs, hat der Aufsichtsrat Alexander Wehrle zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Der 46-Jährige übernimmt die Position im Laufe des Aprils 2022 und tritt damit die Nachfolge von Thomas Hitzlsperger an, der seinen Vertrag beim VfB auf eigenen Wunsch nicht verlängern wird.

„Thomas Hitzlsperger hat den VfB als Vorstandsvorsitzender verändert und geprägt. Einen passenden Nachfolger zu finden, der seine Arbeit nicht nur weiterführt, sondern den VfB weiter entwickeln kann, hatte für den Aufsichtsrat höchste Priorität“, sagt Claus Vogt, Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Wir sind froh, dass wir mit Alexander Wehrle genau den richtigen Mann für diese Aufgabe gewonnen haben. Alexander Wehrle hat in den vergangenen Jahren eine herausragende Bilanz beim 1. FC Köln vorzuweisen und ist darüber hinaus einer der profiliertesten Geschäftsführer im deutschen Profifußball. Er bringt daher nicht nur die nötigen Kompetenzen mit, um den VfB in dieser herausfordernden Zeit zu führen, sondern wird uns mit seinem Netzwerk und seinem Standing in der Branche sehr guttun. Als echtes Eigengewächs unseres VfB kennt er zudem den Club und seine Werte und Strukturen. Beim Präsidium des 1. FC Köln möchten wir uns für die stets fairen Gespräche bedanken.“

Alexander Wehrle sagt: „Ich bin glücklich wieder nach Hause zu kommen, nach neun intensiven Jahren in Köln, für die ich immer dankbar sein werde. In dieser Zeit ist meine Verbindung zum VfB nie abgerissen. Ich möchte mich zudem beim Aufsichtsrat für die guten Gespräche und das Vertrauen bedanken, das er in mich setzt. Wie viele andere Traditionsclubs hat der VfB enorme Herausforderungen zu bewältigen, nicht zuletzt als Folge der Corona-Pandemie. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass dies gelingt. In den vergangenen Jahren hat der VfB einen erfolgversprechenden Weg eingeschlagen, den ich gerne in Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskollegen, der sportlichen Leitung, den Direktoren und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausbauen möchte. Ich freue mich sehr darauf, wenn es losgeht.“

Alexander Wehrle wurde 1975 in Bietigheim-Bissingen geboren. Er studierte in Konstanz und Limerick Verwaltungswissenschaften sowie Public Policy and Management und begann seine berufliche Karriere 2003 beim VfB Stuttgart. Dort war er bis 2013 Referent des Vorstands, bevor er zum damaligen Zweitligisten 1. FC Köln wechselte. In seine Zeit als Geschäftsführer des FC fiel 2017 die erste Europapokal-Teilnahme des rheinischen Traditionsclubs seit 25 Jahren. Alexander Wehrle etablierte den FC als eine der stärksten Marken der Bundesliga, die unabhängig von sportlichen Erfolgen ein stetiges Wachstum bei Sponsoring und Merchandising verzeichnet, Vorreiter bei Innovation und Digitalisierung ist und – wie der VfB – für gesellschaftliche Werte wie Toleranz, Diversität und Nachhaltigkeit einsteht. Seit 2019 ist Alexander Wehrle Mitglied des DFL-Präsidiums.

red

Nach Freistellung von Ramon Gehrmann: Ünal neuer Cheftrainer der Stuttgarter-Kickers

Paukenschlag bei den Stuttgarter-Kickers: Der Fußball-Oberligist hat mit sofortiger Wirkung Cheftrainer Ramon Gehrmann freigestellt. Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer Mustafa Ünal (38) (siehe Foto), der seit 2017 bei den Kickers ist, sowohl die U17 (2017 – 2019) als auch die U19 des Vereins in der Bundesliga bzw. Oberliga verantwortlich trainiert hat.

„Nach der Niederlage in Pforzheim am Samstag haben wir eine grundsätzliche Analyse der ersten sechs Spiele gemacht“, sagt der sportliche Leiter Lutz Siebrecht „und kamen zum Schluss, dass wir einen neuen Impuls auf der Position des Cheftrainers brauchen“. Aktuell liegen die Kickers nach sechs Spielen und 10 Punkten auf dem Konto auf Tabellenplatz 14.

red

VfB reagiert auf Corona: Heimspiele ohne Zuschauer

Die Clubführung des VfB Stuttgart gab am Mittwochabend bekannt, dass mindestens die nächsten beiden Heimspiele ohne Zuschauer stattfinden werden.

In der Pressemitteilung des Zweitligisten heißt es weiter: „In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen um die Corona-Thematik und der Entscheidungen des Landes Baden-Württemberg sowie der Stadt Stuttgart steht fest, dass die Heimspiele gegen den Hamburger SV und den VfL Osnabrück Stand jetzt ohne Zuschauer ausgetragen werden. Alle Ticketinhaber haben Anspruch auf Rückerstattung des Ticketpreises. Über die Modalitäten der Rückerstattung wird der VfB in Kürze informieren. Die Ticketinhaber werden zusätzlich noch auf direktem Wege kontaktiert.

Bezüglich der weiteren Heim- und Auswärtsspiele der Lizenzmannschaft und der Nachwuchsteams steht der VfB Stuttgart weiterhin kontinuierlich im Austausch mit den zuständigen Behörden und Verbänden. Sollte es neben dem Auswärtsspiel in Kiel und dem HSV-Heimspiel bei weiteren Heim- oder Auswärtsspielen zu Veränderungen kommen, kommuniziert der VfB dies umfassend.“

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