Neue Bühne, hochkarätige Gegner und eine große Chance: Die U19 des SGV Freiberg in der DFB-Nachwuchsliga

Mit dem Aufstieg in die DFB-Nachwuchsliga betritt die U19 des SGV Freiberg sportliches Neuland. Künftig trifft der Nachwuchs auf etablierte Leistungszentren und Bundesliga-Strukturen. Für den Verein ist der Schritt kein Grund zur Euphorie, sondern der Beginn eines anspruchsvollen Entwicklungsprozesses.

Von Ayhan Güneş

Der jüngste Aufstieg der U19 des SGV Freiberg in die DFB-Nachwuchsliga ist bereits ein sportliches Ausrufezeichen und ein historischer Meilenstein. Nun steht auch fest, auf wen der Nachwuchs des Regionalligisten künftig trifft – und damit, wie groß die Herausforderung tatsächlich ist. Mit hochkarätigen NLZ-Gegnern wie Eintracht Frankfurt, dem Karlsruher SC, dem SC Freiburg, Jahn Regensburg, dem TSV 1860 München oder dem SV Waldhof Mannheim bewegt sich Freiberg künftig in einem Umfeld, das von Leistungszentren, Bundesliga-Strukturen und jahrzehntelanger Nachwuchsarbeit geprägt ist.

Es ist der nächste Schritt für einen Verein, der sich im Jugendbereich in den vergangenen Jahren konsequent nach oben gearbeitet hat und nun endgültig die regionale Ebene verlässt.

Einordnung statt Euphorie: Was die Liga wirklich bedeutet

Die DFB-Nachwuchsliga ist kein Belohnungswettbewerb, sondern ein Prüfstein. Ergebnisse treten hier hinter Ausbildung, Belastbarkeit und langfristige Entwicklung zurück. Für Freiberg heißt das: Jede Partie ist eine Standortbestimmung, jedes Wochenende ein direkter Vergleich mit Vereinen, die über andere infrastrukturelle und finanzielle Ressourcen verfügen.

Gerade deshalb wird der Aufstieg intern nicht als Endpunkt gesehen, sondern als Beginn eines anspruchsvollen Lernprozesses. Der SGV geht nicht mit der Erwartung in die Liga, Spiele zu dominieren, sondern Spieler nachhaltig zu entwickeln.

Jugendleiter Offenbächer: Struktur vor Schlagzeilen

Jugendleiter Herbert „Hebbe“ Offenbächer ordnet den Schritt bewusst nüchtern ein: „Diese Liga ist kein Selbstzweck. Sie zeigt uns, wo wir stehen und wo wir uns verbessern müssen. Entscheidend ist nicht, gegen wen wir spielen, sondern wie wir unsere Spieler und unser Umfeld auf dieses Niveau vorbereiten.“

Für Offenbächer ist der Liga-Einzug vor allem eine Bestätigung der jahrelangen Aufbauarbeit: klare Ausbildungsleitlinien, stabile Trainerstrukturen und Geduld. „Wir haben uns diesen Schritt nicht erkauft, sondern erarbeitet. Jetzt geht es darum, unsere Identität zu bewahren und gleichzeitig dazuzulernen.“

Dabei betont er auch die zusätzliche Verantwortung, die mit der neuen Sichtbarkeit einhergeht: „In dieser Liga schaut man genauer hin. Das gilt für unsere Spieler, aber auch für uns als Verein.“

Starke Trainerarbeit als Fundament

Der sportliche Erfolg der U19 ist eng mit der Arbeit des Trainer-Dreigestirns um Ihsan Başaran, Noah Welter und Luc Ziegler verbunden. Der dramatische Titelgewinn am allerletzten Spieltag der Oberliga war kein Zufall, sondern Ausdruck eines funktionierenden Systems. Der Sprung in die DFB-Nachwuchsliga ist damit auch ein Vertrauensbeweis in die tägliche Trainingsarbeit, die Belastungssteuerung und den Umgang mit jungen Spielern in Drucksituationen.

Dass Freiberg nun regelmäßig gegen NLZ-Teams antritt, eröffnet den Spielern neue Perspektiven – sportlich wie persönlich. Sichtbarkeit, Vergleichbarkeit und Lernkurven steigen spürbar.

Strahlkraft für den gesamten Verein

Der Einzug in die DFB-Nachwuchsliga wirkt weit über die U19 hinaus. Er stärkt die Attraktivität des Vereins für Talente aus der Region, erleichtert Übergänge in den Aktivenbereich und schärft das Profil des SGV Freiberg als Ausbildungsverein.

Offenbächer bringt es auf den Punkt: „Für den Verein ist das ein Meilenstein. Nicht, weil wir jetzt große Namen auf dem Spielplan haben, sondern weil wir zeigen, dass unser Weg funktioniert.“ Gleichzeitig ergänzt er realistisch: „Eine Schonfrist oder Eingewöhnungszeit wird es in dieser Klasse nicht geben. Darauf müssen wir alle vorbereitet sein.“

Fazit: Mutiger Schritt in anspruchsvolles Terrain

Der SGV Freiberg steht mit seiner U19 vor einer Saison, die fordernd, lehrreich und richtungsweisend wird. Die Gegner sind namhaft, die Aufgaben komplex, der Anspruch hoch. Doch genau darin liegt die Chance.

Nicht jeder Punktgewinn wird gefeiert werden können. Aber jeder Spieltag wird Erkenntnisse liefern – über Spieler, Strukturen und den nächsten Entwicklungsschritt eines Vereins, der im Jugendbereich angekommen ist, wo er hinwollte.

Hochrisiko-Spiel: Polizei sichert Spiel des VfB gegen Maccabi mit Großaufgebot ab

Wegen des Nahost-Konflikts stuft die Polizei das Europa-League Spiel des VfB gegen Maccabi Tel Aviv am Donnerstag als Hochrisiko ein. Rund um Stadion und Innenstadt zeigen Einsatzkräfte Präsenz und sorgen für Sicherheit.

Stuttgart. Mit einem Großaufgebot hat das Polizeipräsidium Stuttgart am Mittwoch (10.12.2025) seine Einsatzmaßnahmen rund um das Fußballspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Maccabi Tel Aviv begonnen. Hintergrund ist die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten, die der Partie eine sicherheitsstrategisch herausgehobene Bedeutung verleiht.

Laut Polizei liegt weiterhin keine konkrete Gefährdungslage vor, doch die ohnehin hohe abstrakte Gefährdung bleibe bestehen. Zur Absicherung der Begegnung kommen deshalb uniformierte Kräfte mit „besonderer Bewaffnung und Schutzausrüstung“ zum Einsatz – sowohl im Stadionumfeld als auch im gesamten Stadtgebiet.

Sichtbare Polizeipräsenz – auch wegen Demonstration

Besonders im Fokus steht neben dem Stadionbereich auch eine propalästinensische Versammlung am Rotebühlplatz. Hier will die Polizei eigenen Angaben zufolge die Versammlungsfreiheit schützen, aber im Falle von Rechtsverstößen „konsequent eingreifen“.

Die Beamten bitten zudem alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere Stadionbesucher – um Geduld: Aufgrund der Einsatzmaßnahmen müsse im gesamten Stadtgebiet mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Compass Points als Anlaufstellen

Um die Bevölkerung transparent zu informieren, hat das Polizeipräsidium sogenannte Compass Points eingerichtet – mobile Bürgerinformationsstellen. Bereits am Mittwoch und auch am Donnerstag stehen Einsatzkräfte an der Unteren Königstraße für Fragen bereit. Zudem wird rund um das Stadion – im Bereich Fritz-Walter-Weg – ein weiterer Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet.

Aktuelle Informationen zu Zwischenfällen, Verkehrsmaßnahmen oder Änderungen im Einsatzgeschehen will die Polizei über ihre Social-Media-Kanäle teilen.

red

Festgefahren an der Spitze: Freiberg bleibt Tabellenführer – und kämpft mit sich selber

Von Ayhan Güneş

Der SGV Freiberg steht trotz einer Negativserie weiter an der Spitze der Regionalliga und wirkt doch wie gelähmt. Sechs Spiele ohne Sieg, verpasste Chancen, mentale Blockaden. Trainer Kushtrim Lushtaku spricht von innerem Druck, der das Spiel lähmt. Der Aufstieg bleibt möglich – doch der härteste Gegner ist derzeit das eigene Team.

Freiberg – Es ist wie im Finale eines Tennisspiels: Ein Team, das anfangs niemand so recht auf dem Zettel hatte, spielt sich in einen Rausch, gewinnt, dominiert und merkt plötzlich, dass da etwas Großes entstehen könnte. Der Aufstieg in die 3. Liga ist kein fernes Ziel mehr, sondern eine greifbare Möglichkeit. Doch genau in diesem Moment verändert sich etwas in den Köpfen der Spieler. Die Leichtigkeit weicht der Last des Erwarteten. Die Beine werden schwerer, die Gedanken langsamer und der Druck immer größer.

All das könnte erklären, was beim SGV Freiberg gerade passiert. Die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku, die noch vor wenigen Wochen wie ein unaufhaltsamer Zug durch die Liga rollte, wirkt plötzlich gebremst. Nach dem 1:1 gegen Barockstadt Fulda-Lehnerz am 15. Spieltag der Regionalliga Südwest steht der Tabellenführer nun seit sechs Spielen ohne Sieg da. Der Vorsprung auf die Verfolger Mainz und Steinbach bleibt zwar bestehen, doch das Gefühl, alles im Griff zu haben, ist verschwunden.

Frühe Führung, frühe Ernüchterung

Dabei begann der Nachmittag vielversprechend. Nach 16 Minuten traf Marius Köhl mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern zum 1:0. Sein letzter Ballkontakt, bevor er verletzt ausgewechselt werden musste. Nur wenig später nutzten die Gäste einen schnellen Konter zum Ausgleich: Dittmann traf aus der Drehung ins Eck (30.). Es war ein Tor, das passte zu Freiberger Wochen – eine Sekunde zu spät, ein Schritt zu zögerlich, ein Gegner, der daraus Kapital schlägt.

Bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams. Die Partie blieb offen und symbolisch für den Zustand des Tabellenführers: engagiert, aber nicht zwingend und auch ohne Mut.

Überzahl ohne Wirkung

Nach dem Seitenwechsel übernahm Freiberg die Kontrolle, drückte, kombinierte und scheiterte am eigenen Abschluss. SGV-Neuzugang Andronache traf nach einer Doppelchance nur den Pfosten, Fulda verteidigte leidenschaftlich. Als Fuldas Hillmann in der 70. Minute Gelb-Rot sah, witterte der SGV seine Chance. Doch selbst in Überzahl fehlte die Wucht.

SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku brachte es nach Abpfiff auf den Punkt: „Wir haben viel trainiert, viel gesprochen, aber wenig davon auf dem Platz umgesetzt. Unsere Körpersprache war in der ersten Halbzeit nicht gut. Fulda hat mit einem Mann weniger besser gespielt als vor dem Platzverweis.“

Blockade im Kopf

Lushtaku weiß, dass sein Team nicht an Talent scheitert, sondern an der eigenen Erwartungshaltung. „Die Jungs sind blockiert im Kopf. Sie wollen, aber sie denken zu viel. Ich versuche, ihnen den Druck zu nehmen und ihnen die Leichtigkeit wiederzugeben.“

Es sind ehrliche Worte eines Trainers, der spürt, dass das Problem tiefer liegt als im Spielplan oder in der Chancenverwertung. Der Platz war schlecht, das Glück fehlt, aber der Trainer lässt die Entschuldigung nicht gelten. „Auch der Gegner musste auf demselben Platz spielen.“

Zwischen Anspruch und Realität

Vier Punkte aus den letzten sechs Spielen – das steht in keiner Relation zu den Ambitionen eines Aufstiegskandidaten. Dass sowohl Verfolger Mainz 05 als auch Steinbach ihre Partien ebenfalls nur mit Remis beendeten, ist für den SGV Glück im Unglück. Doch mit jedem Unentschieden wächst die Erkenntnis, dass die Luft an der Spitze eben sehr dünn ist.

Am kommenden Samstag reist der SGV Freiberg nach Sandhausen. Es wird ein Spiel um Punkte, aber noch mehr um Selbstvertrauen. Denn eines steht fest: Der Tabellenführer führt zwar weiter die Liga an – doch im Moment vor allem einen Kampf gegen sich selbst.

SGV Freiberg bleibt trotz Unentschieden an der Spitze – wütender Lushtaku spricht von “erneutem Skandal‘“

Von Ayhan Güneş

Der Weg an die Spitze ist hart – und dort zu bleiben, noch härter. Beim 1:1 im Spitzenspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach spürte Tabellenführer SGV Freiberg Fußball, dass in dieser Liga nichts selbstverständlich ist. Wer glaubte, der Aufstieg sei nach der beeindruckenden Siegesserie nur Formsache, wurde am Samstag eines Besseren belehrt. Freiberg bleibt auch im vierten Spiel in Serie ohne Sieg.

Freiberg – Spitzenreiter ja, Selbstläufer nein: Der SGV Freiberg Fußball bleibt nach dem 1:1 im Derby gegen die SG Sonnenhof Großaspach Tabellenführer, spürt aber zunehmend den Gegenwind der Liga. Vor rund 1.500 Zuschauern im Wasenstadion erlebte die Mannschaft ein Spiel, das sie dominierte und doch nicht gewann.

Überlegenheit ohne Ertrag

Freiberg hatte mehr Ballbesitz, mehr Chancen, mehr Kontrolle – aber am Ende nur einen Punkt. Zweimal Aluminium, mehrere hundertprozentige Möglichkeiten und ein nicht gegebener Elfmeter ließen die Hausherren verzweifeln. „Wir haben sehr dominant gespielt, in der ersten Halbzeit drei klare Chancen, dazu ein Elfmeter, der uns verwehrt wurde“, sagte Trainer Kushtrim Lushtaku gegenüber Ludwigsburg24. „Dann kommst du aus der Pause, hast wieder die Möglichkeiten – aber machst die Tore nicht.“

Erste Halbzeit: Freiberg drückt, Großaspach verteidigt

Von Beginn an übernahm der SGV das Kommando, bestimmte das Tempo und verlagerte das Spiel tief in die Hälfte der Gäste. Immer wieder rollten Angriffe über die Flügel, doch im letzten Drittel fehlte die Präzision. Ein Schuss von Grobelnik zwang Torhüter Reule zu einer Glanzparade, kurz darauf traf Polauke nur die Latte. Großaspach kam kaum über die Mittellinie hinaus, verteidigte mit viel Einsatz und profitierte von der fehlenden Konsequenz der Freiberger.

Lushtaku, der das Spiel wegen einer Sperre von der Tribüne aus verfolgen musste, war nach dem Abpfiff sichtlich aufgebracht: „Ich fühle mich elend“, brachte er seine Enttäuschung unverblümt auf den Punkt. Seine Kritik an der Leistung von Schiedsrichter Tim Waldinger fiel scharf aus: „Die Schiedsrichterleistung war heute erneut ein Skandal. Aber am Ende sind wir selber schuld, dass wir nicht gewonnen haben – das macht mich sauer.“

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass Lushtaku mit den Entscheidungen der Unparteiischen haderte.

Köhl trifft, Kleinschrodt kontert

Freiberg startete stark in die zweite Halbzeit: Nach schnellem Umschaltspiel traf Marius Köhl in der 53. Minute zur verdienten Führung. Doch ein weiter Einwurf brachte die Gäste zurück ins Spiel – Kleinschrodt nutzte die eine kleine Unordnung im Strafraum zum 1:1-Ausgleich (72.).

Die Defensive um Schmidt, Polauke, Bradara und Keeper Grawe zeigte ansonsten eine starke Leistung. „Sie haben keine einzige Torchance zugelassen“, lobte Lushtaku seine Verteidigung.

Verletzungen und Sperren als Belastung

Die personelle Situation blieb angespannt. „Pitsch und Kudala haben sich beim Warm-up verletzt. Die Spieler, die eigentlich für die Startelf gedacht waren, fielen aus“, erklärte Lushtaku. Auch Kapitän Kehl-Gomez musste seine Rot-Sperre absitzen. Einziger Lichtblick: Er kehrt im nächsten Spiel wieder zurück.

Führung verteidigt, Form offen

Mit 30 Punkten bleibt Freiberg Tabellenführer, Verfolger Steinbach Haiger rückt nach seinem Sieg jedoch bis auf vier Punkte heran. Ob der SGV aktuell ein Formtief durchlebt, lässt sich schwer sagen – die Gegner waren motiviert, die Spiele intensiv. Lushtaku bleibt kämpferisch: „Ich mache mir keine Gedanken. Wir haben die fitteste Mannschaft, müssen jedoch mutiger sein, die Lockerheit wiederfinden und endlich wieder mehr aufs Tor schießen.“

Auf die Frage, ob seine Mannschaft die Linie verloren habe, antwortete der Coach deutlich: „Wir hätten die letzten vier Spiele gewinnen müssen. Wir haben die beste und stärkste Mannschaft der Liga. Jetzt müssen wir nur wieder den Kompass finden.“

Fazit

Freiberg bleibt oben, aber der Weg wird rauer. Wer dachte, der Aufstieg sei nach der Siegesserie schon sicher, merkt jetzt: In dieser Liga wird nichts geschenkt.

Wiedersehen am Bieberer Berg: Lushtaku kehrt als Cheftrainer zurück – und SGV Freiberg siegt erneut

Von Ayhan Güneş

Es war das erwartet schwere Spiel beim Traditionsklub Kickers Offenbach – doch der SGV Freiberg behielt im Hexenkessel am Bieberer Berg die Nerven. Mit beeindruckender Spielkontrolle, eiskalter Chancenverwertung und einem erneut überragenden Kapitän Kehl-Gomez.

Offenbach/Freiberg – Vor einem Jahr stand Kushtrim Lushtaku als Co-Trainer an der Seitenlinie des Bieberer Bergs – und feierte mit dem SGV Freiberg einen 2:0-Auswärtssieg. Nun kehrte er als Cheftrainer zurück. Und wieder nahm sein Team drei Punkte mit – dieses Mal beim spektakulären 5:2-Erfolg gegen Kickers Offenbach. Für Lushtaku war es „ein ganz besonderes Gefühl – diese Atmosphäre und dieses Stadion erneut zu erleben“.

Die Frage, ob die Freiberger ihre makellose Serie auch beim Traditionsklub OFC fortsetzen können, beschäftigte Fans und Experten vor dem 8. Spieltag gleichermaßen. Die Antwort gaben die Gäste auf dem Platz – eindrucksvoll, abgeklärt und gnadenlos effizient.

Doppelschlag dreht das Spiel vor der Pause

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern: Offenbach presste hoch, lief früh an und zwang Freiberg zu Fehlern. „Wir haben uns von ihrer robusten Spielweise nicht einschüchtern lassen. Offenbach ist gut gestartet“, sagte Lushtaku. Dennoch habe seine Mannschaft früh zwei „hundertprozentige Chancen“ gehabt – ungenutzt.

Dann eine Szene wie aus dem Lehrbuch: Freistoß Offenbach, Kopfball Crljenec – das 1:0 (24.). Die Stimmung am Bieberer Berg kochte. Doch Freiberg reagierte reif: Nach einem Ballverlust von Karada schaltete der SGV blitzschnell um – Grobelnik hob den Ball aus halblinker Position über Brinkies hinweg zum 1:1-Ausgleich (36.). Nur drei Minuten später war es erneut Grobelnik, der per Elfmeter zum 2:1 traf. Doppelschlag. Spiel gedreht.

Traumtor, Turbulenzen – und Neuzugänge treffen erneut

Offenbach kam mit Wut aus der Kabine, hatte mehr Spielanteile – doch richtig gefährlich wurde es kaum. Stattdessen nutzte Freiberg eine erneute Nachlässigkeit in der OFC-Defensive: Arh Cesen klärte unzureichend, Selitaj traf aus dem Stand sehenswert in den Winkel – 3:1 (70.). „Offenbach ist bei Standards brandgefährlich – da war Robustheit und Coolness gefragt. Meine Jungs haben ein überragendes Spiel geliefert“, lobte Lushtaku.

Die Schlussphase wurde wild. Zunächst profitierte Valpoort von einem Ausrutscher Knothe und netzte zum 4:1 ein (88.) – bereits sein zweiter Treffer im zweiten Spiel. Dann traf OFC-Stürmer Bah per Solo zum 2:4 (90.+2), ehe Julian Kudala – auch er zum zweiten Mal in Folge erfolgreich – den 5:2-Endstand herstellte (90.+3).

Fokus nur auf das eigene Spiel – Kapitän Kehl-Gomez: der Dirigent

Lushtaku zeigte sich nach dem Abpfiff rundum zufrieden – auch mit Blick auf die Kulisse: „Die Atmosphäre hier ist gewaltig. Es war so laut, dass die Spieler mich kaum hören konnten – umso wichtiger ist es, einen Kapitän wie Kehl-Gomez zu haben, der das Spiel auf dem Platz dirigiert.“

Auf die Patzer der Konkurrenz und den wachsenden Vorsprung in der Tabelle angesprochen, bleibt Lushtaku unbeeindruckt: „Wir schauen nur auf uns. So wie wir trainieren, so spielen wir auch – und das macht mein Team aktuell vorbildlich.“

Freiberg ist die Mannschaft der Stunde – und die Gejagten

Mit dem achten Sieg im achten Spiel (24 Punkte, 28:5 Tore) bleibt der SGV Freiberg unangefochten an der Tabellenspitze der Regionalliga Südwest – sieben Punkte vor dem ersten Verfolger FSV Frankfurt. Für viele ist der SGV längst mehr als eine Überraschung:

Die Mannschaft ist das Team, das es zu schlagen gilt. Der Tabellenführer – und die Gejagten. Ein Gefühl, das viele Spieler und Fans bislang nicht kannten.

Ausblick: Heimspiel gegen Hessen Kassel

Am kommenden Samstag (9. Spieltag) wartet mit Hessen Kassel der nächste Traditionsklub auf die Freiberger. Dann heißt es: Heimspiel im Wasenstadion – gegen einen Gegner mit Ambitionen. Der SGV will den nächsten Schritt machen – und den neunten Sieg in Folge.

 

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Fußball, Freundschaft, Freiberg: Ein Sommer-Camp, das Geschichten schrieb

Freiberg am Neckar – Montagmorgen, 9 Uhr in Freiberg: Die ersten Kinder kamen mit glänzenden Augen auf den Platz, das Uhlsport-Trikot saß noch ungewohnt frisch. 45 Mädchen und Jungen zwischen 5 und 13 Jahren – einige aus dem Verein, andere neu dabei – starteten ins Sommer-Fußballcamp des SGV Freiberg. Vier Tage voller Dribblings, Tore, Lachen und kleiner Mutproben folgten.

Der Moment, der hängen bleibt

Als die Trainer das neue SGV-Sportabzeichen ankündigten, war die Spannung greifbar. Sprint, Koordination, Schusskraft – jede Challenge wurde zum persönlichen Duell. Am Ende gab es nicht nur Urkunden, sondern auch klare Anhaltspunkte, an denen die Kinder beim nächsten Camp anknüpfen können.

Ausbildung als Herzenssache

Für den SGV Freiberg war das Camp weit mehr als Ferienbeschäftigung. Der Verein versteht sich nicht nur als sportliches Aushängeschild der Region, sondern auch als Ausbildungs- und Förderverein. „Dass 45 Mädchen und Jungen bei unserem ersten Camp dabei waren, hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Es zeigt, wie groß der Bedarf an solchen Angeboten ist“, erklärte Campleiter Ihsan Başaran. 

„Wir wollen Kindern und Jugendlichen eine Chance geben – unabhängig davon, ob sie Vereinsmitglied sind oder nicht“, ergänzten die beiden Jugendleiter Ivo Popic und Herbert „Hebbe“ Offenbächer. „Fußball ist eine Sprache, die jeder versteht. Genau das leben wir hier.“

Trainer mit internationalem Background

Geleitet wurde das Camp von den beiden U19-Trainern des SGV, Ihsan Başaran und Noah Welter – beide ausgestattet mit UEFA-B-Lizenz und reichlich internationaler Erfahrung. Basaran, Bachelorabsolvent im Lehramt für Sonderpädagogik und angehender Lehrer, war in den USA College-Athlet in Indiana. Welter studierte Sportmarketing in Kalifornien, ebenfalls als Stipendiat in einem College-Team. Gemeinsam führen sie nicht nur die U19 des SGV in der Oberliga, sondern bringen ihre Erfahrung auch in die Ausbildung der Jüngeren ein. Unterstützt wurden sie dabei von weiteren UEFA-Lizenztrainern sowie Spielern der U19-Oberligamannschaft, die ihr Können und ihre Erfahrung an die Kids weitergaben.

Die Helden vom Rasen

Und dann die Profis: Autogramme, Selfies, kleine Quiz-Antwort-Spiele – und natürlich das gemeinsame Kicken. Für viele Kinder waren es Momente, die sie noch lange weitererzählen werden. Als Bonus gab es für jeden zwei Tickets fürs Heimspiel am 27. September – ein Wiedersehen mit den Idolen.

Eltern als stille Fans und ein Versprechen

Abseits des Rasens sorgte das Catering für volle Teller und zufriedene Gesichter. „Die Begeisterung der Kinder und auch der Eltern zeigt uns, dass wir mit dem Camp genau den richtigen Nerv getroffen haben“, sagte Jugendleiter Offenbächer. „Darum setzen wir in diesem Jahr mit einem Herbst- und Wintercamp direkt nach.“

red/ag

SGV Freiberg bleibt unschlagbar und schreibt Vereinsgeschichte – Sieg in Walldorf zementiert Traumstart

Von Ayhan Güneş

Walldorf/Freiberg – Sechs Spiele, sechs Siege – was der SGV Freiberg derzeit in der Regionalliga Südwest abliefert, ist nicht weniger als eine Machtdemonstration. Auch beim Auswärtsspiel in Walldorf ließ die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku nichts anbrennen. Mit einem souveränen 3:1-Erfolg setzten die Freiberger ihren perfekten Saisonstart fort – und schrieben Vereinsgeschichte: Noch nie startete der SGV so erfolgreich in eine Regionalliga-Saison.

Bradara trifft früh – Freiberg kontrolliert das Spiel

Der Tabellenführer erwischte den besseren Start. Nach einer Ecke stieg Tino Bradara am höchsten und köpfte den Ball in der 9. Minute zur frühen Führung ein. „Wir haben sehr gut begonnen, von hinten kontrolliert aufgebaut und uns verdient belohnt“, sagte Trainer Lushtaku nach der Partie. Die Freiberger präsentierten sich spielbestimmend und kombinationssicher – doch dann schlich sich Unruhe ein. Walldorf nutzte die kurze Schwächephase: Nach einer unglücklichen Abwehr von SGV-Keeper Grawe drückte Kendell den Ball kurz vor der Pause zum Ausgleich über die Linie (45.+1).

Deutliche Ansprache – und ein starkes Zeichen von der Bank

„Nach der Führung hat uns die letzte Konsequenz gefehlt. Weniger Pressing, zu viele Ungenauigkeiten – das wurde hektisch“, analysierte Lushtaku. In der Halbzeit folgte eine klare Ansage, dazu drei Wechsel – mit Wirkung. „Die Bank hat heute das Spiel gewonnen“, lobte der SGV-Coach. „Die Qualität ist hoch, und das zeigen die Jungs jedes Mal aufs Neue.“

Adigo und Zié machen alles klar

Freiberg kam wie verwandelt aus der Kabine. Die zweite Halbzeit war eine Demonstration von Souveränität und Tiefe im Kader. Neuzugang Ryan Adigo krönte seine starke Leistung mit mit dem Treffer zum 2:1 in der 60. Minute. In der 73. Minute bereitete Adigo auch noch das 3:1 von Matt Zié vor. Walldorf versuchte, mit langen Bällen zurück ins Spiel zu finden – vergeblich. „Walldorf fand keine Mittel gegen uns. Wir haben es in der zweiten Halbzeit sehr souverän gemacht“, lobte Lushtaku sein Team.

Polauke überzeugt – Konkurrenzdruck beflügelt

Besonders zufrieden zeigte sich der Coach mit Einwechselspieler Paul Polauke, der sein Regionalliga-Debüt gab: „Er hat ein Riesenspiel gemacht. Kam rein, hat dem Team sofort Sicherheit gegeben – das war stark.“ Überhaupt sei der Konkurrenzkampf im Team aktuell ein positiver Faktor: „Jeder will sich zeigen, jeder will seinen Platz. Die Intensität im Training ist hoch – das spüren wir auf dem Platz.“

Signal an die Liga

Mit nun 18 Punkten aus sechs Spielen und einer beeindruckenden Tordifferenz von 18:3 steht der SGV Freiberg nicht nur an der Tabellenspitze – er ist das Maß der Dinge. Und dabei bleibt das Team bemerkenswert fokussiert. „Ich rede nicht viel – ich lasse lieber Taten sprechen“, sagte Lushtaku auf die Frage, wohin die Reise gehen soll. „Die Jungs liefern. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“

Lehren aus Balingen gezogen

„Letzte Woche gegen den Tabellenletzten Balingen haben wir es uns unnötig schwer gemacht“, analysiert SGV-Coach Kushtrim Lushtaku rückblickend. „Heute war das anders: Die Jungs waren von der ersten Minute an fokussiert – und haben genau die ein, zwei Prozent mehr abgerufen, die uns zuletzt gefehlt haben

Fazit: Dieser SGV Freiberg ist nicht nur stark – er wirkt gefestigt, hungrig und eingespielt. Und wenn selbst die Bank Spiele entscheidet, hat man in Freiberg derzeit allen Grund, zuversichtlich in die kommenden Wochen zu blicken.

Dieser Artikel wurde aktualisiert

Vom Neckar an die Isar: FC Bayerns neues Talent kommt vom SGV Freiberg – Gabriel Eljuga lebt seinen Traum

Von Ayhan Güneş

Millionen Kinder träumen davon – ein 13-Jähriger aus Freiberg lebt ihn. Gabriel Eljuga vom SGV Freiberg wechselt zum FC Bayern München – als erster Spieler in der Geschichte seines Vereins. Mehr als ein persönlicher Erfolg. Es ist ein Beispiel dafür, was möglich wird, wenn Talent auf Struktur trifft. Eine Geschichte über Jugendfußball, Ausbildung – und einen Club mit Haltung.

Ludwigsburg/Freiberg – Gabriel Eljuga ist 13 Jahre alt, spielt Fußball – und wird nach dem Sommer für den FC Bayern München auflaufen. Ein außergewöhnlicher Schritt für einen Jugendlichen, ein Novum für seinen bisherigen Verein: Der SGV Freiberg verliert mit ihm erstmals einen Spieler direkt an Deutschlands erfolgreichsten Club. Für den Regionalligisten ist das nicht nur ein sportliches Signal, sondern auch eine Bestätigung der eigenen Ausbildungsstrategie.

Seinen ersten Auftritt auf dem Trainingsgelände des SGV hatte Eljuga 2016, damals war er knapp 6 Jahre alt. 8 Jahre später verlässt er den Verein als Kapitän der C-Jugend, mit der ihm jüngst der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg gelang. Dass er diesen Weg nicht zufällig ging, sondern im Rahmen eines strukturierten Jugendkonzepts, betont der Verein deutlich.

Gabriel Eljuga spielt ab dem Sommer für den FC Bayern München. Bild: SGV Freiberg

Ausbildung mit System

Der SGV Freiberg gilt im Nachwuchsbereich als führende Adresse in der Region Stuttgart. In einem vereinseigenen Förderzentrum wird seit Jahren daran gearbeitet, junge Talente sportlich und persönlich zu entwickeln. Viele Jugendteams spielen in der höchsten Liga ihrer Altersklassen, die erste Mannschaft schloss die Regionalliga-Saison 2024/25 auf Rang drei ab.

„Wenn Spieler wie Gabriel Eljuga zu Spitzenclubs wechseln, zeigt das nicht nur deren Qualität – sondern auch die unserer Arbeit“, sagt Ivo Popic, sportlicher Leiter der SGV-Jugend. Gemeinsam mit Herbert „Hebbe“ Offenbächer verantwortet er das Konzept, das beim SGV weniger auf kurzfristige Erfolge zielt, sondern auf langfristige Entwicklung.

Elf Spieler wechseln zu Top-Clubs

Eljuga ist nicht der Einzige, der in diesem Sommer den Verein verlässt. Insgesamt elf Jugendspieler wechseln laut Vereinsangaben zu höherklassigen Clubs – unter anderem zum VfB Stuttgart, Karlsruher SC, Waldhof Mannheim, den Stuttgarter Kickers und dem 1. FC Kaiserslautern. Auffällig: Viele dieser Spieler sind erst seit kurzem beim SGV – und dennoch bereit für den nächsten Schritt. „Das spricht für eine Trainingsqualität, die auf Struktur basiert, nicht auf Zufall“, so Popic.

Darunter: Benjamin Luippold (Stuttgarter Kickers), Joshua Veigel und Ray Ekeh (VfB Stuttgart), Konstantin von Linck (Waldhof Mannheim), Christian Di Stefano und Alessandro Granello (beide KSC), Konstantinos Angou (KSC), Jose Garcia Valor (Stuttgarter Kickers) sowie Jannis Heede und Samuel Melissopulos (1. FC Kaiserslautern).

Neben sportlichem Talent legt der Verein laut eigenen Aussagen Wert auf pädagogische Begleitung. Entwicklungsgespräche mit Eltern, regelmäßige Rückmeldungen und ein Coaching, das über reine Technikschulung hinausgeht, seien Teil der Philosophie.

Ein Sprungbrett – und ein Stück Heimat

Wer ‚Hebbe‘ Offenbächer zuhört, merkt schnell: Ihm geht es um mehr als Tabellenplätze und Titel. Als weiterer Verantwortlicher im Jugendbereich legt er Wert auf Haltung – nicht nur auf Leistung oder Tore. ‚Wir wollen Spieler begleiten – nicht nur sportlich, sondern menschlich.‘ Dass Gabriels älterer Bruder Ante Eljuga zur Regionalliga-Mannschaft zurückkehrt, gilt beim SGV als Zeichen von Bindung. “Der Club versteht sich als Sprungbrett – und zugleich als verlässliche Heimat.“

Dass sich viele Spieler bewusst für den SGV entscheiden, liegt laut Vereinsführung auch am konsequenten Kurs. Während andere Clubs stärker auf kurzfristige Kaderplanung setzen, bleibt man in Freiberg bei der eigenen Linie: Ausbildungsarbeit mit Weitsicht.

Ein Verein mit Botschaft

„Natürlich schmerzt es sportlich, wenn Topspieler gehen“, sagt Offenbächer. „Aber zu wissen, dass unsere Nachwuchsarbeit genau das möglich macht, erfüllt uns mit Stolz – und bestätigt unseren Weg.“

Am Ende bleibt ein Leitsatz, den die Verantwortlichen nicht nur formulieren, sondern nach eigener Aussage im Alltag leben: Talent braucht Raum. Erfolg braucht Geduld. Entwicklung braucht Vertrauen.

Gabriel Eljugas Geschichte beginnt in Freiberg – und wird in München weitergeschrieben. Was sie möglich gemacht hat, ist das Ergebnis eines durchdachten Konzepts: nüchtern geplant, konsequent umgesetzt, nun sichtbar belohnt.

Reifeprüfung statt Vizemeister-Feier: SGV Freiberg verliert beim Abstiegskandidaten Gießen

Von Ayhan Güneş

Frühes Gegentor, fahrlässige Chancenverwertung – und ein Gegner, der im Abstiegskampf alles reinwarf: Der SGV Freiberg patzt beim 0:1 in Gießen und muss im Rennen um Platz zwei auf Schützenhilfe hoffen. Am kommenden Samstag gegen Astoria Walldorf im heimischen Wasenstadion bleibt nur noch eins: »ALL IN« – für die Vizemeisterschaft.

Regionalliga Südwest – 33. Spieltag:

GießenDer SGV Freiberg hat im Kampf um die Vizemeisterschaft einen Rückschlag erlitten: Beim abstiegsbedrohten FC Gießen kassierte die Mannschaft von Kushtrim Lushtaku eine unerwartete 0:1-Niederlage – trotz einer dominanten zweiten Halbzeit und hoher Einsatzbereitschaft. Während die Gastgeber im Fernduell um den Klassenerhalt dringend benötigte Punkte sammelten, verpasste der SGV den vierten Sieg in Folge.

Schon nach zehn Minuten fiel die Entscheidung: Nach einem Ballverlust auf der rechten Abwehrseite setzte Gießen über Duran und Scholl zum schnellen Umschalten an – letzterer blieb frei vor SGV-Keeper Bromma eiskalt und netzte zum 1:0 ein. Ein Wirkungstreffer, der Freiberg nicht aus dem Konzept brachte, aber früh unter Zugzwang setzte.

In der Folge übernahm der SGV die Spielkontrolle. Chancen waren da – doch wie schon so oft in dieser Saison fehlte es an der letzten Konsequenz im Abschluss. Gießen zog sich tief zurück, verteidigte leidenschaftlich und lauerte auf Konter, die jedoch kaum Gefahr brachten. Auch nach dem Seitenwechsel drückte Freiberg, kam aber nicht mehr entscheidend durch. Der Ballbesitzanteil stieg, die Chancen ebenfalls – das Ergebnis blieb gleich.

Finale im Wasenstadion – Vizemeisterschaft weiter möglich

Während Gießen am letzten Spieltag gegen Hoffenheim II um den Klassenerhalt kämpft, empfängt der SGV Freiberg am kommenden Samstag den FC-Astoria Walldorf. Mit einem Sieg – und einem gleichzeitigen Ausrutscher von Kickers Offenbach – wäre die Vizemeisterschaft für die Lushtaku-Elf noch erreichbar.

Von Freiberg bis Korntal: 1,1 Millionen Euro für neue Hallen und moderne Plätze

Von Ayhan Güneş

Ludwigsburg – Gute Nachrichten für Sportvereine, Schulen und Kommunen: Das Land Baden-Württemberg fördert in diesem Jahr insgesamt 112 Sportstätten-Projekte mit 17,3 Millionen Euro – darunter auch mehrere Maßnahmen im Kreis Ludwigsburg. Alle eingereichten Anträge wurden bewilligt, wie Sportministerin Theresa Schopper (Grüne) am Rande der Sportministerkonferenz in Chemnitz bekannt gab.

„Sport ist ein wichtiger Bestandteil im Leben vieler Menschen“, so Schopper. „Uns als Land ist es ein zentrales Anliegen, die Städte, Gemeinden und Landkreise dabei zu unterstützen, eine zeitgemäße und zukunftsfähige Sportstätteninfrastruktur zu schaffen.“

Investitionen in Hallen und Plätze – Landkreis Ludwigsburg profitiert spürbar

Besonders erfreulich: Auch der Landkreis Ludwigsburg profitiert deutlich von den Fördermitteln. Rund 1,1 Millionen Euro fließen hier in mehrere Projekte – vom Neubau bis zur Sanierung. Den größten Einzelbetrag erhält die Stadt Asperg, die für den Neubau einer Sporthalle mit 600.000 Euro gefördert wird – ein klares Signal für den Stellenwert moderner Sportinfrastruktur im städtischen Raum.

Ein ebenso wichtiges Zeichen geht nach Freiberg am Neckar: Dort fließen 81.000 Euro in die Sanierung des Kunstrasenplatzes Wasen – Heimat des SGV Freiberg. Der Verein zählt nicht nur zu den sportlich erfolgreichsten Amateurclubs der Region, sondern auch zu den ambitioniertesten Ausbildungsadressen im Jugendbereich. Dass hier bislang unter teils schwierigen Bedingungen trainiert und gespielt wurde, macht die Investition umso wertvoller.

Weitere Mittel fließen unter anderem nach Ludwigsburg, wo die Mehrzweckhalle Oßweil mit 155.000 Euro saniert wird, sowie nach Korntal-Münchingen (116.000 Euro für einen neuen Kunstrasentrainingsplatz), Bietigheim-Bissingen (91.000 Euro für die Sanierung des Sportplatzes Parkäcker), Erligheim (35.000 Euro für die Ertüchtigung der Fußballplätze) und Benningen am Neckar, wo der Rasensportplatz im Freizeitzentrum Schafwasen mit 58.000 Euro unterstützt wird.

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