Kirchheim am Neckar: Senior von Lkw erfasst – 84-Jähriger stirbt noch an der Unfallstelle

Kirchheim am Neckar – Ein tragisches Unglück erschütterte am Montagnachmittag Kirchheim am Neckar: Beim Überqueren der Straße wurde ein 84 Jahre alter Mann von einem Lkw erfasst und tödlich verletzt.

Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilen, war ein 36-jähriger Fahrer mit seinem Lkw gegen 15.25 Uhr auf der Besigheimer Straße in Richtung Heilbronn unterwegs. An der Kreuzung zur Walheimer Straße stand er zunächst an einer roten Ampel. Als diese auf Grün umschaltete, setzte er seine Fahrt fort.

Zeitgleich trat der 84-Jährige offenbar auf die Fahrbahn, um die Straße in Richtung Hofener Straße zu überqueren – an einer Stelle ohne Fußgängerüberweg. Der Lkw erfasste den Mann und schleifte ihn wenige Meter mit. Trotz umgehend eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag der Senior noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren rasch vor Ort. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

red

Verwendete Quellen: Staatsanwaltschaft Stuttgart / Polizeipräsidium Ludwigsburg

Autobahn-Crash, Trickbetrug, Einbruchserie – was die Polizei in Ludwigsburg und der Region derzeit beschäftigt

Trickbetrug, Verkehrsrowdy, Aufbruchserie – die Polizei im Kreis Ludwigsburg ermittelt gleich in mehreren Fällen: Ein angeblicher Tank-Notfall bei Mundelsheim entpuppt sich als dreister Betrug, auf der B27 gefährdet ein Mercedes-Fahrer rücksichtslos den Verkehr, und an mehreren Orten schlagen Einbrecher zu – ob in Autos, Bäckereien oder an Zigarettenautomaten. Auch ein schwerer Unfall auf der A6 bei Sinsheim sorgt für Aufsehen. Die Polizei bittet in allen Fällen um Hinweise.

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Betrüger täuscht auf Mundelsheimer Landstraße Notlage vor

   Mundelsheim (red) – Ein mutmaßlicher Betrüger hat am Samstagmorgen auf der Landesstraße 1115 bei Mundelsheim eine Autofahrerin um Geld gebracht. Der Unbekannte hatte die 30-Jährige durch heftiges Winken in einer Nothaltebucht zum Anhalten bewegt.

Der Mann, der neben einem dunklen Audi mit vermutlich ausländischer Zulassung stand, bat die Frau um Hilfe mit der Behauptung, er habe kein Geld zum Tanken.

Nachdem die Geschädigte ihm einen zweistelligen Bargeldbetrag gegeben hatte, wurde der Unbekannte zunehmend aufdringlicher und forderte mehr Geld. Die Frau fuhr schließlich verdutzt Richtung Großbottwar weiter.

Bei ihrer Rückkehr zur Nothaltebucht war der Mann samt Fahrzeug verschwunden.

Der etwa 35 Jahre alte, 1,65 Meter große Verdächtige trug dunkle Kleidung und einen Vollbart. Die Polizei Großbottwar sucht Zeugen und weitere mögliche Geschädigte und bittet um Meldungen unter Tel.

07148 1625-0 oder per E-Mail an marbach-neckar.prev@polizei.bwl.de.

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Unbekannter gefährdet Verkehrsteilnehmer auf B27 bei Stuttgart

   Stuttgart (red) – Ein bislang unbekannter Mann hat am Donnerstag mehrere Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße 27 in Richtung Ludwigsburg gefährdet. Das teilte das Polizeipräsidium Stuttgart mit.

Zeugen beobachteten gegen 11:40 Uhr, wie der Fahrer eines Mercedes auf Höhe Hohensteinstraße offenbar willkürlich die Fahrstreifen wechselte und mehrfach ohne ersichtlichen Grund abbremste.

Durch dieses Verhalten wurden andere Verkehrsteilnehmer konkret gefährdet.

Die Polizei bittet Zeugen, denen der Mercedes aufgefallen ist, sowie gefährdete Verkehrsteilnehmer, sich unter der Rufnummer 0711/8990-3700 beim Polizeirevier 7 in der Ludwigsburger Straße zu melden.

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Schwerer Unfall auf A6 bei Sinsheim führt zu langem Stau

   Sinsheim (red) – Auf der Autobahn 6 bei Sinsheim hat sich am Montag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Pkw war auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern geraten und mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mittelleitplanke geprallt, wie das Polizeipräsidium Mannheim mitteilte.

Der Wagen schleuderte über mehrere Fahrstreifen.

Ein nachfolgender Lkw-Fahrer musste stark bremsen, um eine Kollision zu vermeiden, und kam quer auf der Fahrbahn zum Stehen. Bei dem Unfall wurde der Beifahrer des Pkw schwer verletzt und erlitt einen Armbruch.

Die vier weiteren Insassen blieben unverletzt.

Die Aufräumarbeiten dauern voraussichtlich noch drei Stunden an. Der Verkehr wird über den Standstreifen umgeleitet.

Durch die Sperrung der Fahrbahnen hat sich ein Rückstau von rund 18 Kilometern Länge gebildet.

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Unbekannter bricht Mercedes auf Wanderparkplatz in Bönnigheim auf

   Bönnigheim (red) – Ein bislang unbekannter Täter hat auf einem Wanderparkplatz an der Landesstraße 1106 bei Bönnigheim einen Mercedes aufgebrochen. Wie die Polizei mitteilte, wurde die hintere Seitenscheibe des Fahrzeugs eingeschlagen.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag zwischen 12:00 und 12:30 Uhr.

Der Unbekannte entwendete aus dem Wagen einen Rucksack mit persönlichen Gegenständen im Wert von etwa 150 Euro. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht beziffert.

Der Polizeiposten Kirchheim am Neckar sucht nach Zeugen des Vorfalls und bittet um Meldungen unter der Telefonnummer 07143 89106-0 oder per E-Mail an bietigheim-bissingen.prev@polizei.bwl.de.

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Unbekannte brechen in Bietigheim-Bissingen und Markgröningen Zigarettenautomaten auf

   Bietigheim-Bissingen (red) – Unbekannte Täter haben an mehreren Standorten in Bietigheim-Bissingen und Markgröningen Zigarettenautomaten aufgebrochen und Ware sowie Geld entwendet. Die Polizei Ludwigsburg teilte mit, dass die Taten mutmaßlich im Verlauf des vergangenen Wochenendes verübt wurden.

In Bietigheim-Bissingen entdeckte ein Zeuge am Samstag gegen 15:30 Uhr einen stark beschädigten Automaten in der Steinheimer Straße.

Die Täter hatten den bargeldlosen Automaten gewaltsam geöffnet und neben Zigaretten auch einen Akku entwendet. Der genaue Schaden und der Wert der Diebesbeute sind noch unbekannt.

In Markgröningen wurden am Sonntag gegen 03:30 Uhr zwei weitere Automaten in der Oberthstraße und in der Straße “Im Sträßle” aufgebrochen.

Aus einem Automaten entwendeten die Täter Zigaretten, aus dem anderen Zigaretten und Bargeld. Die Ermittler prüfen einen möglichen Zusammenhang zwischen den Taten.

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Unbekannte brechen in Schwieberdinger Bäckerei ein

   Schwieberdingen (red) – Unbekannte Täter sind in eine Bäckerei in Schwieberdingen eingebrochen. Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilte, drangen die Einbrecher gewaltsam in das Gebäude in der Straße “Im Seelach” ein.`

Der Einbruch ereignete sich zwischen Freitag, 21:45 Uhr, und Samstag, 04:30 Uhr.

Im Inneren brachen die Unbekannten zusätzlich eine Bürotür auf. Ob etwas gestohlen wurde, ist noch nicht bekannt und Gegenstand der Ermittlungen.`

Die Höhe des Sachschadens ist ebenfalls noch unklar.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich beim Polizeiposten Schwieberdingen zu melden.

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red

 

 

Neuer Ausbildungsrekord bei der SWLB: 20 junge Talente starten ins Berufsleben

Ludwigsburg/Kornwestheim – Noch nie war der Andrang so groß: Mit 20 neuen Auszubildenden und dual Studierenden ist die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB) in das Ausbildungsjahr 2025 gestartet – so viele wie noch nie in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt betreut der kommunale Versorger nun 50 Nachwuchskräfte – ebenfalls ein Rekordwert, teilt das Unternehmen mit.

„Wir sind stolz darauf, jungen Menschen aus der Region vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in eine nachhaltige und zukunftsorientierte Branche zu bieten“, erklärt Fatma Pehlivan, Ausbildungsleiterin der SWLB. Die Neuzugänge gestalten, so Pehlivan, nicht nur ihre eigene berufliche Zukunft, sondern auch aktiv die Energieversorgung von morgen mit.

Vielfalt im Ausbildungsangebot

Unter den neuen Gesichtern finden sich: 2 Masteranden im dualen Studiengang Digital Business Management, 4 angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe, 6 Elektroniker für Betriebstechnik, 6 Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik, 2 Industriekaufleute

Mit diesem breiten Spektrum deckt die SWLB sowohl kaufmännische als auch technische Ausbildungsfelder ab – und zeigt damit, wie vielfältig Berufsperspektiven in einem kommunalen Energieunternehmen sein können.

Kick-off mit Unternehmensplanspiel und Praxistipps

Der Einstieg ins Berufsleben begann für die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger mit der bei der SWLB traditionellen Kennenlernwoche. In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Berufsbildung Ludwigsburg stand ein praxisnahes Unternehmensplanspiel auf dem Programm – ergänzt durch wichtige Informationen zu Rechten und Pflichten, dem Umgang mit dem ersten Gehalt, Sicherheitsvorgaben sowie gesundem Arbeiten.

Workshops zu Zeitmanagement, Präsentationstechniken und modernen Umgangsformen bereiteten die jungen Leute gezielt auf den Arbeitsalltag vor. Inzwischen sind die Auszubildenden in ihren jeweiligen Fachabteilungen angekommen – mit einer engen, individuellen Betreuung.

Mehr als nur Technik und Theorie

„Als Ausbildungsleiterin ist es mir besonders wichtig, dass unsere Nachwuchskräfte sich von Anfang an bei uns wohlfühlen“, betont Pehlivan. Sie ist überzeugt: „Alle bringen frische Ideen, Wissbegierde und viel Energie mit – das ist ein echter Gewinn für unser Unternehmen.“

Mit ihrem Fokus auf praxisnahe Ausbildung, persönlicher Betreuung und einem breiten Berufsspektrum unterstreicht die SWLB, dass sie nicht nur ein Versorger für Strom, Wasser und Wärme ist – sondern auch ein verlässlicher Partner für den Fachkräftenachwuchs von morgen.

red

Der große IHK-Kaufkraft-Check: Ludwigsburg bleibt Shopping-Magnet – kleinere Gemeinden verlieren

Der Landkreis Ludwigsburg verfügt laut IHK über eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft im Einzelhandel – fast 4,6 Milliarden Euro stehen jährlich zur Verfügung, pro Kopf rund 8.522 Euro. Doch der stationäre Einzelhandel kann diese Kaufkraft nicht vollständig binden: Rund 1,2 Milliarden Euro fließen ins Onlinegeschäft oder in andere Regionen ab. IHK-Präsident Axel Kunkel warnt: Nur ein starkes Miteinander von Handel, Gastronomie und Kommunen kann die Kaufkraft vor Ort halten.

Ludwigsburg. Mit einer einzelhandelsrelevanten Kaufkraft von fast 4,6 Milliarden Euro gehört der Landkreis Ludwigsburg zu den einkaufsstärksten Regionen in der Metropolregion Stuttgart. Das zeigt die neue IHK-Studie „Einzelhandelskennzahlen 2025“, die jetzt von der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg veröffentlicht wurde. Im bundesweiten Vergleich liegt der Kreis mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 8.522 Euro klar über dem Bundesschnitt von 7.856 Euro.

Gerlingen an der Spitze – Ludwigsburg mit Milliardenumsatz

Gerlingen ist mit 10.319 Euro pro Kopf der sogenannte Kaufkraftkrösus im Landkreis. Insgesamt entfällt damit rund ein Fünftel des gesamten Kaufkraftvolumens der Region Stuttgart auf den Kreis Ludwigsburg.

Im stationären Einzelhandel werden im Landkreis jährlich rund 3,4 Milliarden Euro umgesetzt – davon mehr als eine Milliarde allein im Stadtgebiet Ludwigsburg, das sich damit an die Spitze setzt. Es folgen Bietigheim-Bissingen mit knapp 402 Millionen Euro und Kornwestheim mit gut 233 Millionen Euro.

IHK warnt: Kaufkraftbindung gerät ins Wanken

Trotz der günstigen Zahlen warnt die IHK vor Herausforderungen: Die Konkurrenz zwischen Innenstadt-Einzelhandel, Großflächen auf der grünen Wiese und dem Onlinehandel nimmt weiter zu. IHK-Präsident Axel Kunkel erklärt dazu: „Das Einkommenslevel und die Einwohnerzahl sind relativ hoch, das macht unseren Kreis sehr attraktiv für den Einzelhandel. Um die Bindung der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft in Form von Umsatz ringen der innerörtliche Einzelhandel in Kreis und Umland, die Großflächenangebote auf der grünen Wiese sowie der Internethandel sehr intensiv“,

Zentralitätskennziffer zeigt: Ludwigsburg zieht Kunden an

Ein zentraler Indikator für die Attraktivität eines Einzelhandelsstandorts ist die sogenannte Zentralitätskennziffer. Sie beschreibt, ob eine Kommune mehr Kaufkraftzuflüsse aus dem Umland gewinnt oder ob Kaufkraft abfließt. Ein Wert von über 100 zeigt, dass mehr Kaufkraft in die Stadt fließt als heraus. Ludwigsburg erreicht mit einem Wert von 153,1 den höchsten Wert im Landkreis – dank dezentraler Verkaufsflächen und starker Innenstadt. Dahinter folgen Kirchheim am Neckar (142,2), Steinheim an der Murr (138,2) und Bietigheim-Bissingen (122,1).

Andere Kommunen kämpfen dagegen mit Abwanderung der Kaufkraft: In Eberdingen, Erdmannhausen, Freudental, Hessigheim, Oberriexingen, Sersheim und Walheim liegt die Kennziffer unter 30 – also deutlich unterdurchschnittlich.

“Zur Stärkung der Kaufkraftbindung vor Ort empfiehlt sich ein eng verzahntes Miteinander der Akteure im stationären Einzelhandel mit denen in der Gastronomie sowie im Freizeit- und Kulturbereich. Und das in gutem Dialog mit der Kommune. Für die Kundschaft zählt das Gesamtpaket, einschließlich hoher Aufenthaltsqualität sowie guter Erreichbarkeit mit ÖPNV und Individualverkehr“, so Kunkel. Mit Blick auf die derzeitige Konsumzurückhaltung ergänzt er: „Wir hoffen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit nach und nach verringert, zu Gunsten einer klaren Wachstumsperspektive. Das würde auch für mehr Kauflaune und weniger Vorsichtssparen sorgen.“

Die vollständige Übersicht „Einzelhandelskennzahlen 2025“ steht hier zur Verfügung.

Bitte hier klicken: EH_Kennzahlen_LB_2025

KfZ-Regionalklassen neu berechnet: In diesen Regionen steigen die Versicherungsbeiträge jetzt deutlich an

Der Gesamtverband der Versicherer hat neue Regionalklassen für Kfz-Haftpflichtversicherungen festgelegt – mit Folgen für mehr als zehn Millionen Autofahrende. In Hessen und NRW steigen die Beiträge besonders häufig. Offenbach hat die bundesweit schlechteste Schadenbilanz, Elbe-Elster die beste. Was das für Ihre Versicherung bedeutet – ein Überblick.

Berlin/Ludwigsburg. Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland müssen sich auf Änderungen bei ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung einstellen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag mitteilte, ändern sich in diesem Jahr die Regionalklassen in 99 von 413 Zulassungsbezirken – mit direkten Auswirkungen auf die Versicherungsbeiträge. Für rund 5 Millionen Versicherte steigen die Beiträge, für etwa 5,3 Millionen wird es günstiger.

„Durch die aktuelle Auswertung ändern sich die Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung für mehr als zehn Millionen Autofahrende“, erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. In den übrigen 314 Bezirken mit rund 32,1 Millionen Versichertenbleibt alles wie im Vorjahr.

Hessen, NRW und Großstädte besonders betroffen

Besonders stark betroffen von höheren Einstufungen sind Autofahrende in Hessen und Nordrhein-Westfalen. „Hier wird fast jeder vierte Autofahrende hochgestuft“, so Asmussen. Aber auch Großstädte schneiden regelmäßig schlechter ab: „Die schlechteste Schadenbilanz hat Offenbach, dicht gefolgt von Berlin. In beiden Städten liegen die Schäden fast 40 Prozent über dem Schnitt.“

Brandenburg ganz vorn – Elbe-Elster mit bester Bilanz

Vergleichsweise gute Schadenbilanzen weisen erneut die Flächenländer Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf. In diesen Regionen verursachen Autofahrende nach Angaben des GDV deutlich weniger oder günstigere Schäden als im Bundesdurchschnitt.

Spitzenreiter unter den sichersten Bezirken ist erneut Elbe-Elster (Brandenburg): Dort liegen die Schäden etwa 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Was bedeutet die Regionalklasse für Versicherte?

Die Regionalklasse beeinflusst, wie hoch der Versicherungsbeitrag ausfällt. Je höher die Schadenhäufigkeit und -kosten in einem Zulassungsbezirk, desto höher die Einstufung – und desto teurer die Versicherung. Allerdings weist der GDV darauf hin, dass die Regionalklasse nur ein Faktor bei der Berechnung des Gesamtbeitrags ist.

Entscheidend sind außerdem:

Typklasse des Fahrzeugs

jährliche Fahrleistung

Fahrerprofil

und die Entwicklung der Reparaturkosten, die laut GDV seit Jahren deutlich schneller steigen als die allgemeine Inflation.

In den letzten zwei Jahren hätten diese Kostensteigerungen zu Verlusten von rund fünf Milliarden Euro bei den Kfz-Versicherern geführt.

Kaum Änderungen bei der Kaskoversicherung

In der Teilkasko- und Vollkaskoversicherung bleibt die Lage größtenteils stabil. Rund 33,4 Millionen Versicherte behalten ihre bisherige Einstufung. Für 2,1 Millionen Menschen steigt die Klasse, bei 2,6 Millionen sinkt sie.

Nachtreiher bringt Monrepos-Open-Air zu Fall: Regierungspräsidium verbietet Feuerwerk – OB Knecht übt scharfe Kritik

Von Ayhan Güneş

Es sollte ein festlicher Höhepunkt werden – doch im 30. Jubiläumsjahr steht das „Monrepos Open Air“ vor dem Aus. Wegen eines geschützten Brutvogels darf auf Weisung des Regierungspräsidiums Stuttgart das traditionelle Feuerwerk nicht stattfinden. Die Schlossfestspiele reagieren enttäuscht – und erklären das Format für beendet. Was bleibt, ist mehr als nur das abrupte Ende einer Kultveranstaltung: Es ist ein Symbol für einen tiefen Graben zwischen Vogelschutz, Kulturauftrag und politischer Entscheidungsfindung. Und für einen Machtkonflikt, der sich längst zwischen lokalen Verantwortungsträgern und landesweiten Behörden abspielt.

Ludwigsburg – Drei Jahrzehnte lang war das „Monrepos Open Air“ ein fester Höhepunkt im Kultursommer der Region. Musik unter freiem Himmel, ein prachtvolles Finale mit Feuerwerk – und ein Publikum, das Jahr für Jahr in Scharen kam. Doch 2025 wird vieles anders. Und möglicherweise endet eine Ära.

Ein kleiner Vogel, große Wirkung

Der Grund: Der Nachtreiher – ein streng geschützter Brutvogel – hat sich auf der Amorinsel im Monrepos-See angesiedelt. Und mit ihm eine Diskussion ausgelöst, die weit über Fragen des Vogelschutzes hinausgeht. Denn die Anweisung des Regierungspräsidiums Stuttgart, das geplante Höhenfeuerwerk zu untersagen, hat nicht nur ökologische, sondern auch politische Sprengkraft.

Feuerwerk verboten – Alternativen abgelehnt

Das Landratsamt Ludwigsburg folgte der Weisung und untersagte das Feuerwerk am 19. Juli. Selbst alternative Abschussorte, die gemeinsam mit der Stadt und der Festspielleitung geprüft wurden, fanden keine Zustimmung. Die Begründung: Eine Störung der empfindlichen Brutphase könne nicht ausgeschlossen werden – auch in größerer Entfernung.

Die Folge: Kein Feuerwerk. Kein festliches Finale. Und – nach aktuellem Stand – kein Fortbestehen des Formats.

„Nicht nachvollziehbar“: OB Knecht übt scharfe Kritik

Die Entscheidung sorgt bei den Schlossfestspielen für Unverständnis. Besonders deutlich wird Oberbürgermeister Matthias Knecht, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Festspiele erklärt in einer Stellungnahme: „Dass jetzt trotz aller Bemühungen keine Lösung gefunden wurde, ist sehr enttäuschend.“ Er ergänzt: „Die Weisung des Regierungspräsidiums an das Landratsamt ist für mich absolut nicht nachvollziehbar.“

Knecht sieht nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine juristische Dimension: „Als Jurist und Verfassungsrechtler habe ich erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Untersagung.“

Ein Ende mit Ankündigung

Festspielintendant Lucas Reuter äußert sich ebenfalls mit Bedauern – und zieht Konsequenzen: „Ich respektiere die Entscheidung des Regierungspräsidiums und bedauere sie sehr.“ Gleichzeitig betont er: „Das Feuerwerks-Verbot bedeutet auch das Ende des ›Monrepos Open Air‹, wie es seit 1995 bis heute äußerst erfolgreich ist und ein einzigartiges Open-Air-Konzertformat für Baden-Württemberg darstellt.“ Die diesjährige Ausgabe wird damit zur Abschiedsvorstellung. Ohne Pyrotechnik, dafür mit Lichtinstallationen, Wiener Klängen und einem Festprogramm rund um Johann Strauss.

Ein institutioneller Riss

Hinter dem Verbot offenbart sich ein tiefer Riss zwischen den beteiligten Ebenen. Während Stadt und Landratsamt kompromissbereit agierten, setzte das Regierungspräsidium auf maximale Vorsicht – und überstimmte letztlich die kommunalen Akteure. Der Ton ist rauer geworden: Von Unverhältnismäßigkeit ist die Rede, von mangelndem Augenmaß – und von Entscheidungen über die Köpfe der Beteiligten hinweg.

Artenschutz contra Kultur

Gleichzeitig bleibt das ökologische Dilemma bestehen. Der Nachtreiher ist bedroht, sein Brutplatz einzigartig in Baden-Württemberg. Die Frage, die bleibt: Muss deshalb ein ganzes Konzertformat verschwinden? Die Schlossfestspiele prüfen rechtliche Schritte – und bereiten sich gleichzeitig auf den letzten Abend auf Monrepos vor. Ohne Feuerwerk, aber mit musikalischer Grandezza.

Das stille Ende einer Ära

Was bleibt, ist ein schaler Nachgeschmack. Ein Sommerabend, der längst mehr ist als ein Konzert – er steht symbolisch für den schwelenden Konflikt zwischen Artenschutz und Öffentlichkeit, zwischen Landespolitik und kommunaler Verantwortung. Und für das stille Ende eines Formats, das 30 Jahre lang den Ton angegeben hat.

MEINUNG

Das „Monrepos Open Air“ steht vor dem Aus – offiziell wegen eines geschützten Brutvogels. Doch hinter dem Feuerwerksverbot verbirgt sich mehr als ein Naturschutzkonflikt: Es ist ein politisches Lehrstück über Machtverschiebungen, übergriffige Bürokratie und den wachsenden Graben zwischen Landesbehörden und kommunaler Verantwortung. Ein traditionsreiches Kulturformat wird zum Spielball einer größeren Auseinandersetzung.

Galerie

Ludwigsburg hat einen neuen Platz – Stadt feiert am Freitag mit buntem Programm

Ludwigsburg, 6. Juni – Ein Platz, der einst voll war mit parkenden Autos, ist jetzt ein Ort für Begegnung, Wasserfontänen und Bäume. Nach Jahren der Planung und Umgestaltung ist der neue Arsenalplatz nun offiziell eröffnet – und soll künftig ein zentraler Treffpunkt in der Innenstadt werden.

Bereits am Donnerstag hatte Oberbürgermeister Matthias Knecht den Platz gemeinsam mit Nicole Razavi, der baden-württembergischen Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Regionaldirektor Alexander Lahl und dem Landschaftsarchitekten Tobias Mann symbolisch eingeweiht. Dabei lobten die Verantwortlichen den Platz als gelungenes Beispiel für urbane Transformation – weg vom Verkehr, hin zur Aufenthaltsqualität.

Neuer Arsenalplatz wird am 6. Juni eröffnet – Zwei Tage Musik, Kunst und buntes Programm

Heute ist die Bevölkerung eingeladen, den neuen Platz selbst zu entdecken: Ab 11 Uhr startet das Eröffnungsfest mit Musik, Tanz, Aktionen für Kinder – und mit dem ersten Blick auf den neuen Gastronomie-Pavillon „Kleiner Prinz“. Am Samstag geht das Programm weiter, unter anderem mit Künstlerinnen und Künstlern des Straßenmusikfestivals.

red

Umstrittenes LEA-Vorhaben bei Ludwigsburg: Schanzacker bleibt im Fokus für Erstaufnahmeeinrichtung

Die mögliche Landeserstaufnahmeeinrichtung im Raum Ludwigsburg sorgt weiter für politischen Gesprächsstoff. Ein aktuelles Umweltgutachten sieht in einer Bebauung des Gebiets Schanzacker keine grundsätzlichen Hürden – unter Auflagen. Damit geht das Verfahren in die nächste Prüfphase. Die Entscheidung über einen Bau steht noch aus, doch in der Region wächst der Druck.

Ludwigsburg (red) – Die Stadt Ludwigsburg und die unmittelbaren Nachbargemeinden Tamm und Asperg bleiben weiterhin im Rennen um den Standort einer möglichen Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) für Geflüchtete. Ein Umweltgutachten habe ergeben, dass eine Bebauung des Gebiets Schanzacker aus ökologischer Sicht grundsätzlich möglich sei, teilte das Justizministerium Baden-Württemberg mit.

Allerdings seien für den Schutz von Vogelarten, Fledermäusen und Reptilien naturschutzrechtliche Vorgaben einzuhalten sowie Vermeidungs-, Minimierungs- und Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen.

Nun folgen weitere Schritte zur Prüfung der Eignung.

Das Regierungspräsidium Stuttgart und Vermögen und Bau Baden-Württemberg werden die bauplanungs- und raumordnungsrechtliche Situation vertieft untersuchen. Ein Zeitrahmen für den Abschluss dieser Prüfung liegt noch nicht vor.

Erst danach wird über weitere Schritte entschieden.

Kornwestheims OB Lauxmann würdigt Briefmarkenfreunde als Brückenbauer zwischen den Kulturen

Briefmarken als Brücke zwischen Kulturen: Oberbürgermeister Nico Lauxmann begrüßte Sammlerinnen und Sammler aus Kornwestheim und der französischen Partnerstadt Villeneuve-Saint-Georges im Rathaus. Die langjährige Verbindung der Vereine zeigt, wie kulturelles Engagement den europäischen Gedanken mit Leben füllt.

Kornwestheim. Oberbürgermeister Nico Lauxmann hat am Freitag, 30. Mai 2025, Vertreterinnen und Vertreter der Briefmarkenfreunde Kornwestheim e.V. im Rathausfoyer begrüßt. Anlass war der Besuch einiger Gäste der Association Philatélique de Villeneuve-Saint-Georges aus der französischen Partnerstadt Kornwestheims, die das gleiche Hobby pflegen.

Die partnerschaftliche Verbindung zwischen den beiden Vereinen besteht bereits seit vielen Jahren und wird durch regelmäßige Treffen und einen Sonderwettkampf um einen Wanderpokal gepflegt. Diese gegenseitigen Besuche und der enge Kontakt zwischen den Vereinsmitgliedern stärken nicht nur die internationale Freundschaft zwischen Kornwestheim und Villeneuve-Saint-Georges, sondern fördern auch den kulturellen Austausch und die gemeinsame Leidenschaft für das Briefmarkensammeln.

Im Rahmen des Empfangs betonte der Oberbürgermeister die Bedeutung solcher Begegnungen für das gegenseitige Verständnis und die enge Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten. “Besonders in einer Zeit, in der Zusammenhalt und Verständigung zwischen Nationen und Kulturen wichtiger denn je sind, ist Ihr Besuch ein deutliches Zeichen gelebter Freundschaft”, so Lauxmann und ergänzte: “Lassen Sie uns weiterhin Brücken bauen – durch Austausch, gegenseitigen Respekt und Freundschaft. Ich hoffe, dass die Tage hier bei uns für Sie unvergesslich bleiben und dass wir Sie eines Tages wieder in Kornwestheim begrüßen dürfen.”

Bei einem kleinen Stehempfang tauschten sich die Mitglieder der Vereine abschließend mit dem Oberbürgermeister aus.

Arsenalplatz: Zweite Umbauphase beginnt – Stadt Ludwigsburg setzt auf Barrierefreiheit

Ludwigsburg – Im Juni 2025 soll der Arsenalplatz als grüner Treffpunkt für Ludwigsburgs Bürgerinnen und Bürger eröffnet werden. Bis dahin bleibt die Baustelle jedoch in Bewegung: Mit dem Start der zweiten Umbauphase am 3. Februar konzentrieren sich die Arbeiten auf die angrenzenden Gehwege entlang der Arsenal- und Wilhelmstraße. Neben neuen Belägen sind auch umfassende Maßnahmen für Barrierefreiheit geplant.

Geplante Maßnahmen zur Barrierefreiheit

Nach Angaben der Stadtverwaltung wird ein Bodenleitsystem für Menschen mit Sehbehinderungen eingebaut. An den Fußgängerampeln sollen Bordsteine an einer Seite auf 6 Zentimeter angehoben werden, um ertastbar zu bleiben. Daneben ist ein ebener Übergang vorgesehen, der Rollstuhlfahrern und Personen mit Rollatoren den Zugang erleichtern soll.

Sperrungen und Änderungen angekündigt

Arsenalstraße (3. Februar bis 21. März): Die Gehwegseite des Arsenalplatzes wird gesperrt, ebenso die Bushaltestelle „Arsenalplatz“ Richtung Rathaus. Als Alternative steht die Haltestelle „Rathaus“ zur Verfügung. Der Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite und die Haltestelle Richtung Bahnhof bleiben in Betrieb.

Wilhelmstraße (24. März bis 2. Mai): Im Anschluss wird der Gehweg entlang der Wilhelmstraße gesperrt und umgebaut.

Fußgänger*innen sollen die Baustelle über die Gehwegbereiche entlang des Staatsarchivs umgehen können. Der Gebäudedurchgang bleibt laut Stadtverwaltung aufgrund laufender Fassadenarbeiten geschlossen.

Platzfläche bleibt eingeschränkt zugänglich

Die neu gestaltete Platzfläche mit den gepflanzten Bäumen bleibt zunächst abgesperrt. Laut Stadtverwaltung stehen dort noch Arbeiten an: Die Rasenflächen müssen angesät, ein Gastro-Pavillon errichtet und Material gelagert werden.

Eröffnung im Sommer angepeilt

Die Stadtverwaltung blickt zuversichtlich auf den weiteren Verlauf der Arbeiten. „Wir freuen uns sehr, dass die Arbeiten bisher so gut gelaufen sind und danken allen Beteiligten!“ erklärte Bürgermeister Sebastian Mannl. „Dank der tollen Leistungen können wir uns schon jetzt auf eine Eröffnung des Platzes im Juni freuen.“

red

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