Was der Corona-Test nun kostet

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss für den vielerorts obligatorischen Nachweis selbst bezahlen. Erste Anlaufstelle für viele Menschen ist die Apotheke. Aber wie viele Apotheken führen weiterhin Tests durch und wie teuer wird es für die Verbraucher? Dazu hat der Branchendienst „Apotheke Adhoc“ eine Befragung unter Apothekenteams durchgeführt.

Aktuell bietet, laut Befragung, jede dritte Apotheke Corona-Schnelltests an. Die Mehrheit will auch in Zukunft dabei bleiben, doch einige Betriebe wollen auch aufhören, weil sich das Angebot nicht mehr rechnet. Immerhin: Auch künftig können sich die Bürgerinnen und Bürger wohl in jeder vierten Apotheke testen lassen.

Die meisten Apotheken, die weiterhin Tests anbieten werden, planen keine größeren Preissprünge. 85 Prozent haben sich bereits entschieden, welchen Betrag sie ihren Kunden in Rechnung stellen: Mit 15 Euro werden die Kosten im Durchschnitt nicht viel höher liegen als der Betrag, den die Apotheken aktuell mit dem Bund abrechnen.

Die meisten Apotheken hätten es befürwortet, wenn der Bund auch weiterhin die Kosten übernommen und die Verbraucher über eine Zuzahlung wie bei Rezepten beteiligt hätte. Dass nur bestimmte Patientengruppen weiterhin Anspruch auf kostenlose Tests haben, macht die Sache nicht einfacher: 92 Prozent der Apothekenmitarbeiter rechnen damit, dass es ab der kommenden Woche Diskussionen und Chaos geben wird, weil Anspruchsberechtigte nicht die nötigen Nachweisdokumente dabeihaben.

87 Prozent der Pharmazeuten sind der Meinung, dass Apotheken zur weiteren Pandemiebekämpfung weiterhin Schnelltests durchführen sollten. 77 Prozent sind der Meinung, dass Gastronomie und Veranstalter unter der Abschaffung der bezahlten Bürgertests leiden werden, weil sich weniger Menschen testen lassen. Und 69 Prozent fürchten sogar, dass die Streichung sich negativ auf das Pandemiegeschehen auswirken wird.

Lars Wallerang / glp