Bildungsoffensive in Ludwigburg: Drei Schulen erhalten gezielte Unterstützung vom Land

Ludwigburg, 17. Mai 2024 – Die Stadt Ludwigburg wird ab dem kommenden Schuljahr von der Förderung durch das Startchancen-Programm des Landes Baden-Württemberg und des Bundes profitieren. Drei Schulen in Ludwigburg werden durch dieses Programm unterstützt:

  • Eichendorff-Schule Grundschule Grünbühl
  • Hirschbergschule Grund- und Werkrealschule Eglosheim
  • Justinus-Kerner-Schule Gemeinschaftsschule

Die Grünen Landtagsabgeordnete Silke Gericke betont: „Unser Ziel ist es, zukünftig noch mehr Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, die Mindeststandards zu erreichen. Das Startchancen-Programm richtet sich speziell an die Kinder und Jugendlichen, die am meisten Unterstützung benötigen.

Das Startchancen-Programm sieht in den kommenden zehn Jahren eine Förderung von etwa 1,3 Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln vor, die baden-württembergischen Schulen zugutekommen. Dies geschieht erstmals im großen Stil ziel- und bedarfsgenau, um dort zu unterstützen, wo es am dringendsten benötigt wird.

Pro Programmjahr fließen etwa 134 Millionen Euro nach Baden-Württemberg, die ab dem dritten Programmjahr auf 540 Schulen verteilt werden sollen. Die Mittelvergabe erfolgt nach sozialen Kriterien und nicht nach dem Königsteiner Schlüssel. Die Länder beteiligen sich jeweils mit der gleichen Summe, was die Gesamteffektivität des Programms erhöht und den Bedarf an gezielter Unterstützung deckt.

red

Neue Studie enthüllt: Fast die Hälfte der Lehrer meldet Gewalt an Schulen

Berlin – Fast jeder zweite Lehrer in Deutschland wird Zeuge von Gewalt unter Schülern. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten “Schulbarometer” der Robert-Bosch-Stifung hervor.

Demnach beobachten 47 Prozent der Lehrer psychische oder physische Gewalt unter den Schülern. 57 Prozent der Lehrer schätzen die aktuelle psychosoziale Unterstützung an der eigenen Schule als ausreichend ein.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sieht die Ergebnisse als Alarmsignal. Es mache deutlich, wie groß mittlerweile der “Handlungsdruck” in der Bildung sei, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Dass “fast jede zweite Lehrkraft” Gewalt beobachte, müsse “alle Beteiligten alarmieren.” Schulen müssten für Schüler und Lehrer sichere Orte sein.

Der Deutsche Lehrerverband fordert als Reaktion auf die Ergebnisse des “Schulbarometers” mehr Personal und Mittel zur Gewaltprävention an Schulen. “Das Verhalten von Kindern und Jugendlichen wird mit als größte Herausforderung des Berufsalltags beschrieben”, sagte der Präsident des Lehrerverbands, Stefan Düll, den Funke-Zeitungen.

Das seien Probleme, die die Schulen und Lehrkräfte nicht alleine lösen könnten. “Der Deutsche Lehrerverband fordert seit Langem mehr flankierendes Personal für die sozial-emotionale Förderung an den Schulen, also Personal für Sozialarbeit, Jugendarbeit, Schulassistenz und Schulpsychologie”, so Düll.

Wenn Lehrkräfte einen großen Teil der eigentlichen Unterrichtszeit aufwenden müssten, um sich mit problematischem Verhalten der Schüler und mit der Schlichtung von Konflikten auseinanderzusetzen, bleibe weniger Zeit für guten Unterricht, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands. “Das geht zulasten der Lernenden und zermürbt das Lehrpersonal”, sagte Düll.

“Schulen können nicht die gesamte Erziehungsarbeit leisten, sondern sind dabei auf die Unterstützung von Politik, Gesellschaft und insbesondere von Elternhäusern angewiesen.” Genau deswegen brauche es für die Schulen Mittel und Personal für langfristige Präventionsprogramme gegen Mobbing und Gewalt.

Auch der Philologenverband zeigt sich angesichts der Studie der Robert-Bosch-Stiftung zu Gewalt an Schulen alarmiert. “Es ist erschütternd, dass so viele Lehrkräfte im Alltag verschiedene Formen von Gewalt erleben müssen”, sagte die Vorsitzende des Verbands, Susanne Lin-Klitzing, dem “Tagesspiegel”.

Das sei allerdings ein gesamtgesellschaftliches Problem, nicht nur eines in den Schulen. Lin-Klitzing fügte hinzu: “Das wachsende Ausmaß von Gewalt in Schulen, der Lehrkräftemangel und der marode Zustand vieler Schulen führen zu zusätzlichem Stress für alle. Es muss in die Schulen investiert werden.”

Die Vorsitzende des Philologenverbandes forderte zudem Fortbildungen, für die Lehrer freigestellt werden müssten. “Die aktuelle Studie ermahnt die Politik, ihrer Verantwortung für einen guten Unterricht endlich gerecht zu werden. Hier ist das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich, und übrigens auch im Vergleich mit der einheimischen Wirtschaft, schlicht abgeschlagen. Das ist ein für den Bildungsstandort Deutschland untragbarer Zustand.”

Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ria Schröder, sieht mit Blick auf die Studie auch eine Mitverantwortung bei den Eltern. Schröder sagte dem “Tagesspiegel”: “Lehrkräfte kommen häufig nicht allein gegen Gewalt an. Dafür sind sie weder ausgebildet, noch ist es ihre Aufgabe.” Man brauche multiprofessionelle Teams, eine gute psychologische Betreuung und Schüler, aber auch Lehrkräfte, und nicht zuletzt dürften die Eltern nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden, um die Ursachen für Gewalttätigkeit zu bekämpfen. “Ein gewaltfreier Schulalltag ist die Voraussetzung für viele weitere Prozesse.”

Die FDP-Bundestagsabgeordnete fügte hinzu: “Wenn sich Gewalt häuft, müssen weitere Kräfte, wie die Polizei, Sozialhilfe und Jugendamt, mit Schulleitung und Eltern zusammenarbeiten. Wichtig ist, die Gewaltprävention zu stärken, aber auch, dass Jugendliche, die Gewalt ausüben, schnelle Konsequenzen erfahren.”

red

Lehrerleid in Abi-Zeitungen: Philologenverband NRW fordert Maßnahmen gegen verletzende Inhalte

Düsseldorf – Der Philologenverband NRW fordert Schulleitungen dazu auf, ihre Lehrkräfte besser vor verletzenden Darstellungen und Inhalten in Abi-Zeitungen zu schützen. “Lehrkräfte wehren sich oft nicht dagegen, leiden aber sehr darunter”, sagte die Landesvorsitzende Sabine Mistler der “Rheinischen Post” (Dienstag).

“Man muss die Tabuisierung beenden und reflektieren, was es bedeutet, wenn Grenzen überschritten werden. Jedes Jahr werden Lehrkräfte durch Aussagen und Anfeindungen, die in einer Abizeitung verewigt werden, sehr verletzt.” Ihre Forderung: “Es müssen klare Grenzen gesetzt werden. Und diese Grenzen müssen die Schulen definieren.” Sie müssten mit den Oberstufenschülern Richtlinien vereinbaren über die Sprache, die Inhalte und die Darstellung von Personen in den Publikationen.

Das sei beispielsweise über Vertrauenslehrer umsetzbar. An Schulen, an denen dies schon praktiziert werde, mache man gute Erfahrungen. “Wertschätzung und Respekt dürfen auch in einer Abizeitung nicht vergessen werden”, sagte Sabine Mistler.

red

Lehrerverband warnt vor wachsender Gewalt an Schulen

Berlin – Der Deutsche Lehrerverband hat angesichts der Zunahme von Gewalt an Schulen zu mehr Vorbeugungsarbeit und entschlossenem Einschreiten durch Lehrkräfte und Behörden aufgerufen. “Gegen Gewalt hilft gezielte Prävention und konsequente Intervention”, sagte Verbandspräsident Stefan Düll dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”.

“Schulen leisten das mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, mit der pädagogischen Expertise der Lehrkräfte”, so Düll. “Es braucht dabei klare Regeln für das Miteinander, klare Ansagen bei Verstößen, gegebenenfalls die Einschaltung der Polizei.”

Der Verbandspräsident führt die wachsende Zahl an Delikten auf schwindenden Respekt und gesellschaftliche Verrohung zurück, aber auch auf eine wachsende Zahl an Schülern mit Flucht- und Gewalterfahrungen: “Die Missachtung von Autorität und Regeln, eine diffuse Vorstellung von Ehre sowie Imponiergehabe erhöhen die Gewaltbereitschaft bis hin zur täglichen Mitführung von Messern für eine vermeintliche Selbstverteidigung. All das ist eingebettet in ein gesamtgesellschaftliches Klima verbaler Aggression und Bedrohung im politischen Diskurs wie auf den sozialen Plattformen und zum Teil auch von Gewalt gegen Sachen und die Polizei”, erklärte Düll. “Zudem hat die Zahl an jungen Menschen mit Gewalterfahrung durch Krieg und Flucht zugenommen, von denen viele in beengten Wohnverhältnissen leben.”

Die Lehrergewerkschaft VBE warf der Politik und den zuständigen Schulbehörden vor, das Ausmaß des Problems zu unterschätzen. So hätten rund ein Drittel der Schulleitungen in der jüngsten VBE-Umfrage angegeben, dass Schulministerium oder Schulverwaltung sich des Themas nicht ausreichend annehmen, sagte der Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov, dem RND. Etwa jede fünfte Schule habe angegeben, dass die Meldung von Gewaltvorfällen von den Schulbehörden unerwünscht sei.

Es brauche “dringend bundeseinheitliche statistische Erfassungen, die in regelmäßigen Abständen proaktiv von der Politik veröffentlicht werden”, fordert er. Die Politik müsse sich schützend vor Lehrkräfte und Schulleitungen stellen. Die Umfragen unter Lehrkräften und Schulleitungen, die der Verband seit 2016 durchführt, bestätigten demnach den Anstieg von Gewalt an deutschen Schulen.

Das sei jedoch nicht nur ein Problem der Bildungseinrichtungen: “Schulen sind ein Spiegel der Gesellschaft und Gewalt ist auf dem Schulhof ebenso ein wachsendes Problem, wie auch im Stadion oder im öffentlichen Raum allgemein”, erklärte VBE-Bundesvize Neckov. “Besonders die Coronapandemie hat zu einer Verhärtung der gesellschaftlichen Fronten geführt, die die sich immer weiter fortsetzt”, sagte er dem RND. “Ebenso sehen wir den zunehmenden Rechtsruck und die damit verbundene Gewalt als eine zunehmende Gefahr für unsere Demokratie.”

red

Über 11 Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland

Wiesbaden – Im Schuljahr 2023/2024 werden in Deutschland rund 11,2 Millionen Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des Gesundheitswesens unterrichtet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Donnerstag mitteilte, sind das 1,0 Prozent oder 107.000 Schüler mehr als im Schuljahr 2022/2023. Damit stieg die Schülerzahl bereits im zweiten Jahr in Folge.

Der Anstieg ist auch im laufenden Schuljahr vor allem auf die Zuwanderung aus dem Ausland zurückzuführen: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in der relevanten Altersgruppe (fünf bis 19 Jahre) war zum Jahresende 2022 insgesamt um vier Prozent höher als Ende 2021. Die Zahl der ausländischen Personen in dieser Altersgruppe nahm in diesem Zeitraum sogar um 27 Prozent zu. Ein Teil dieser Kinder und Jugendlichen ist bereits im Schuljahr 2022/2023 in das Schulsystem aufgenommen worden.

An den allgemeinbildenden Schulen stieg die Schülerzahl im Schuljahr 2023/2024 gegenüber 2022/2023 um 1,3 Prozent auf 8,8 Millionen. An den beruflichen Schulen sank sie dagegen geringfügig um 0,1 Prozent auf 2,3 Millionen.

Von den rund 11,2 Millionen Schülern im Schuljahr 2023/2024 besitzen 1,7 Millionen eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das sind sieben Prozent mehr als im Schuljahr 2022/2023. Damit haben 15 Prozent aller Schüler in Deutschland einen ausländischen Pass.

Der Zuwachs der Schülerzahl dürfte primär auf die infolge des russischen Angriffskriegs zugewanderten ukrainischen Schüler zurückgehen, so das Bundesamt. Genau lässt sich der Einfluss der Zuwanderung demnach allerdings noch nicht beziffern, da die genauen Staatsangehörigkeiten erst mit Vorliegen der endgültigen Ergebnisse der Schulstatistik im Herbst 2024 nachgewiesen werden können.

Die vorläufigen Ergebnisse zu den ausländischen Schülern beziehen sich auf diejenigen Personen, die ausschließlich eine ausländische und keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Personen, die neben einer ausländischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben, werden bei den vorläufigen Ergebnissen den deutschen Schülern zugerechnet.

red

Breites Angebot: vhs Ludwigsburg geht mit mehr als 600 Veranstaltungen ins neue Semester

Ludwigsburg – Die Volkshochschule (vhs) Ludwigsburg startet am 19. Februar in das neue Semester mit einem beeindruckenden Angebot von über 600 Veranstaltungen bis zum 24. Juli. Kurse, Seminare, Workshops, Führungen, Exkursionen und Vorträge werden sowohl in Präsenz als auch online sowie als Hybrid-Format angeboten – eine zeitgleiche Teilnahme digital und vor Ort ist möglich. Rund 280 Vortragende und Kursleitende tragen zu diesem breiten Spektrum bei, und bereits jetzt liegen über 3.700 Anmeldungen vor.

Die vhs Ludwigsburg hat das neue Jahr mit einer groß angelegten Werbekampagne eingeläutet. Unter dem Slogan „Entdecke, was in dir steckt“ präsentiert die Kampagne, entworfen von der Stuttgarter Werbeagentur hey David, witzige Tiermotive im Stadtraum auf Plakaten, Ortseingangstafeln und Bussen sowie online. Ein eigener Instagram-Kanal wurde ebenfalls ins Leben gerufen. „Ziel der Kampagne ist es, rechtzeitig zum Semesterstart eine jüngere Zielgruppe auf die vielfältigen Angebote der vhs aufmerksam zu machen“, erklärt Daniel Wittmann, Leiter des Fachbereichs Bildung und Familie. „Die Kampagne ist auch eine Investition in die Zukunft. Wer schon mal gute Erfahrungen mit der vhs gemacht hat, kommt immer wieder – im besten Fall bis ins hohe Alter“, ergänzt Martina Wörner, Leiterin der vhs Ludwigsburg.

Das Schwerpunktthema des Semesters lautet „Leiden schaf(f)t“. Über 20 Veranstaltungen widmen sich der Suche nach positiven Beispielen im Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen. Ziel ist es, nicht im Leiden zu verharren, sondern gemeinsam aktiv zu werden. Ein Vortrag am 26. Februar beleuchtet beispielsweise die Chancen und Herausforderungen künstlicher Intelligenz in Arbeit, Bildung und Gesellschaft. Am 10. April wird in einer Podiumsdiskussion darüber diskutiert, was Deutschland vom Kampf gegen die Mafia in Italien lernen kann. 50 Jahre nach der Nelkenrevolution in Portugal steht am 26. April ein Vortrag über die Erinnerungskulturen dieser unblutigen Revolution des Volkes auf dem Programm.

red

Deutsche Schülerleistungen auf historischem Tiefpunkt: Pisa-Studie enthüllt dramatischen Abwärtstrend

Die aktuellen Ergebnisse der Pisa-Studie zeigen einen alarmierenden Trend: Die Leistungen der deutschen Schüler sind auf einen neuen Tiefstand gesunken. Sowohl in Mathematik als auch in den Bereichen Lesekompetenz und Naturwissenschaften sind die Durchschnittsergebnisse im Vergleich zu 2018 rückläufig, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Ergebnisse von 2022 markieren in allen drei Kompetenzbereichen die niedrigsten Werte, die jemals im Rahmen von Pisa gemessen wurden.

Die Differenz zwischen den Durchschnittsergebnissen von 2018 und 2022 in Mathematik und Lesekompetenz entspreche in etwa dem typischen Lernfortschritt, den Schüler im Alter von ca. 15 Jahren während eines ganzen Schuljahrs erzielen – es handelt sich dem Vernehmen nach unter anderem um Folgen der Coronakrise. Der starke Rückgang der mittleren Punktzahlen zwischen 2018 und 2022 bestätigte und verstärkte laut OECD indessen einen Trend, der bereits 2012 bzw. 2015 eingesetzt hatte. Im jüngsten Zeitraum (2018-2022) veränderte sich der Leistungsabstand zwischen den leistungsstärksten Schülern (den zehn Prozent mit den höchsten Punktzahlen) und den leistungsschwächsten Schülern (den zehn Prozent mit den niedrigsten Punktzahlen) in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften nicht signifikant.

In Mathematik verschlechterten sich die Leistungen der besonders leistungsstarken und der leistungsschwachen Schüler gleichermaßen. Gegenüber 2012 erhöhte sich der Anteil der Schüler, deren Leistungen unter dem Grundkompetenzniveau lagen, um zwölf Prozentpunkte in Mathematik sowie um elf Prozentpunkte in Lesekompetenz und in Naturwissenschaften. Die Leistungen der Schüler in Deutschland lagen in den Bereichen Lesekompetenz (480 Punkte) und Mathematik (475) nahe am OECD-Durchschnitt und in Naturwissenschaften (492) weiterhin über dem OECD-Durchschnitt.

Auch außerhalb Deutschlands gab es deutliche Rückgänge der Leistungen: Die OECD spricht von einem “beispiellosen Rückgang” des Leistungsdurchschnitts. Verglichen mit 2018 sank er in Lesekompetenz um zehn Punkte und in Mathematik um fast 15 Punkte. Der Leistungsrückgang in Mathematik sei dreimal so hoch wie jede vorherige Veränderung von einer Pisa-Erhebung zur nächsten.

Auf die Coronapandemie könne der Leistungsrückgang aber nur teilweise zurückgeführt werden, so die OECD. Die Leistungen in Lesekompetenz und Naturwissenschaften hätten bereits vorher zu sinken begonnen und auch bei den Mathematikleistungen seien in diversen Ländern schon vor 2018 negative Trends zu beobachten gewesen. Pisa gilt als die weltweit größte Schulleistungsstudie. Die Erhebungen finden üblicherweise alle drei Jahre statt, die eigentlich für 2021 geplante Erhebung war aber wegen der Coronapandemie um ein Jahr verschoben worden.

Schwerpunkt der aktuellen Studie war der Bereich Mathematik.

red

Schulstart in Ludwigsburg: Stadt ruft zur Achtsamkeit auf und plant verstärkte Geschwindigkeitskontrollen

Von Ayhan Güneş

Ludwigsburg – Mit dem Beginn des neuen Schuljahres am morgigen Montag, dem 11. September, stehen nicht nur für Schüler und Eltern aufregende Zeiten bevor, sondern auch für Verkehrsteilnehmer. Der Schulweg kann zur Herausforderung werden, insbesondere für die Erstklässler. Um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, hat die Stadtverwaltung Ludwigsburg eine Reihe von Maßnahmen ergriffen und appelliert an alle, besonders vorsichtig zu sein.

“Zum Schulanfang steigt die Unfallgefahr für Kinder, da sich Verkehrsteilnehmende sowie Schülerinnen und Schüler erst wieder aufeinander einstellen müssen”, erklärt Heinz Mayer, der Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Ludwigsburg.

Eine der Hauptmaßnahmen besteht darin, verstärkte Geschwindigkeitskontrollen an neuralgischen Punkten durchzuführen, insbesondere in der Nähe von Fußgängerüberwegen und Radwegen, wo viele Kinder unterwegs sind. Die Schulstandorte, darunter die Alleenstraße und die Solitudestraße in der Innenstadt sowie verschiedene Stadtteile, stehen dabei im Fokus. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf Fahrzeugen, die im Umfeld von Schulen, Kindergärten oder geschützten Überwegen falsch parken und damit die Sicht auf den Verkehr für die Kinder behindern.

Ein weiterer Beitrag zur Verkehrssicherheit besteht in der regelmäßigen Aktualisierung der Schulwegpläne. Diese Pläne, die von der Polizei, der städtischen Straßenverkehrsbehörde, der Verkehrsplanung und der zuständigen Abteilung des Fachbereichs Bildung und Familie erstellt werden, empfehlen den Grundschülern sichere Straßenquerungen auf dem Weg von zu Hause zur Schule. Diese Schulwegpläne sind online unter www.ludwigsburg.de/schulwege einsehbar und bieten Eltern und Schülern eine nützliche Orientierungshilfe.

Die Verantwortung für die Verkehrssicherheit liegt jedoch nicht allein bei den Autofahrern und Radfahrern. “Auch Fußgängerinnen und Fußgänger können durch vorbildliches Verhalten an Ampeln dazu beitragen, dass Kinder sicher unterwegs sind. Denn Kinder kopieren das Verhalten der Erwachsenen”, betont Heinz Mayer. An vielen Ampelanlagen wurden spezielle Schilder angebracht, die dazu aufrufen, bei Rot zu stehen und Kindern ein Vorbild zu sein.

Die Stadt Ludwigsburg beteiligt sich aktiv an der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion “Gib acht im Verkehr”. Auch die Kreisverkehrswacht unterstützt diese Initiative und weist beispielsweise mit Bannern an Brücken auf den Schuljahresbeginn hin, während sie zum vorsichtigen Fahren aufruft.

Mit diesen Maßnahmen und Appellen setzt die Stadt Ludwigsburg alles daran, die Verkehrssicherheit zum Schulbeginn zu erhöhen und dazu beizutragen, dass die Kinder sicher und unbeschwert zur Schule gelangen können. Eltern, Verkehrsteilnehmer und Fußgänger sind gleichermaßen aufgerufen, ihren Teil dazu beizutragen und die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Immer mehr Unterrichtsausfälle – Gewerkschaft: Schulen am Limit

Lehrergewerkschaften warnen davor, dass die Omikron-Welle die Schulen an ihrer Belastungsgrenze bringt. “Der coronabedingte Ausfall von Lehrkräften trifft die Schulen aktuell heftig”, sagte das GEW-Vorstandsmitglied Anja Bensinger-Stolze dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Donnerstagausgaben). “Die Zahl der Krankmeldungen wird in den nächsten Wochen weiter steigen, weil die Corona-Schutzmaßnahmen weitestgehend fallen sollen beziehungsweise bereits einkassiert worden sind”, warnte sie.

Dies sei eine falsche Entscheidung der Politik. Bensinger-Stolze hob hervor: “Wir appellieren an alle politisch Verantwortlichen, an der Maskenpflicht ebenso wie an Hygiene- und Testkonzepten festzuhalten, damit die Situation nicht aus dem Ruder läuft. Die Lehrkräfte arbeiten bereits jetzt am Limit.”

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte dem RND: “Die Dynamik der Omikronvariante sorgt in den Schulen für ein immer dramatischeres Infektionsgeschehen und vermehrte Ausfälle von Lehrkräften durch eigene Infektionen und Quarantäne.” Das verstärke den Teufelskreis, dass die verbliebenen Lehrkräfte, die nicht krank seien, immer stärker belastet würden. Es komme beispielsweise zur Zusammenlegung von Lerngruppen oder zur teilweisen oder kompletten Einstellung des Sport- Musik- oder Kunstunterrichts.

“Teilweise werden Stundenpläne wochenweise ausgegeben, da eine längerfristigere Planung nicht mehr möglich ist”, sagte Beckmann. “Wir spüren in den Schulen Tag für Tag, wie sehr es sich jetzt mehr denn je rächt, dass die Politik den Schulen über Jahre hinweg die personelle Ausstattung verweigert hat, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben gebraucht hätten und brauchen.” Der Verbandsvorsitzende hob hervor: “Wenn man ein System ständig auf Kante näht, muss man sich nicht wundern, wenn die Naht bei steigender Belastung reißt.”

red / dts

Toilettenpapier in Brand gesetzt: Schule in Ludwigsburg geräumt und weitere Meldungen aus dem Landkreis

Ludwigsburg: Brandalarm in der “Großen Pause”

Insgesamt 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg rückten am Donnerstag gegen 10.25 Uhr mit sechs Fahrzeugen in die Danziger Straße im Ludwigsburger Osten aus, nachdem in einer Schule die Brandmeldeanlage ausgelöst wurde. Die Wehrleute stellten fest, dass es in der Jungentoilette im Erdgeschoss zu einer starken Rauchentwicklung gekommen war, da bislang unbekannte Täter Toilettenpapier angezündet hatten. Dieses war bereits von selbst wieder erloschen. Während des Einsatzes, zu dem es während der “Großen Pause” kam, musste das gesamt Gebäude geräumt werden. Nachdem die Feuerwehr die Toilette belüftet hatte, konnte der Schulbetrieb wie gewohnt fortgesetzt werden. Das Polizeirevier Ludwigsburg ermittelt wegen Brandstiftung.

 

Hemmingen: Räder eines geparkten Porsche gestohlen

In der Nacht zum Donnerstag entwendeten unbekannte Täter Räder eines Porsche, welcher in einer Tiefgarage in der Allmendstraße in Hemmingen geparkt war. Der Porsche wurde mit einem Wagenheber hochgebockt und die Radmuttern des linken Vorder- und Hinterrades wurden abgeschraubt. Die entwendeten Räder haben einen Wert von etwa 4.000 Euro. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen bezüglich der Sache gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeiposten Schwieberdingen, Tel. 07150 383753-0, zu melden.

 

Markgröningen: Unbekannter randaliert in Bauobjekt – Polizei sucht Zeugen

Am Donnerstag zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr randalierte ein unbekannter Täter in einem Schwimmhallenneubau einer Schule am Elisabeth-Kallenberg-Platz in Markgröningen. Der Unbekannte soll Zementmörtel in das mit Wasser gefüllte Schwimmbad geworfen haben, was die Filter- und Umweltanlage verunreinigte und beschädigte. Ein Teil einer neuen Bodenbefliesung wurde ebenfalls mit Zementmörtel verunreinigt und im Anschluss bewässert, sodass diese Fläche erneuert werden muss. Die Höhe des Sachschadens ist bislang noch unklar. Der Polizeiposten Markgröningen, Tel. 07145 93270, bittet um weitere Hinweise.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

 

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