
Bei den reinen Energiekosten sind Elektroautos derzeit deutlich günstiger als Verbrenner, sofern sie zu Hause geladen werden. Laut Verivox kosten 100 Kilometer durchschnittlich 5,44 Euro, beim Benziner sind es 17,96 Euro und beim Diesel 12,39 Euro. Die Vergleichspreise für öffentliche Ladesäulen stammen allerdings noch aus März 2025.
Von der Redaktion (hp/dts) – 06.12 Uhr
Heidelberg. Wer sein Elektroauto zu Hause lädt, fährt bei den reinen Energiekosten derzeit deutlich günstiger als mit einem Benziner oder Diesel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.
Für 100 Kilometer fallen demnach bei einem E-Auto mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 16,9 Kilowattstunden und einem Haushaltsstrompreis von 32,29 Cent pro Kilowattstunde rund 5,44 Euro an Stromkosten an. Mit einem Benziner kosten dieselben 100 Kilometer derzeit rund 17,96 Euro, mit einem Diesel rund 12,39 Euro. Für die Berechnung legte Verivox einen durchschnittlichen Verbrauch von 7,9 Litern auf 100 Kilometer bei einem Benziner und von 5,2 Litern bei einem Diesel zugrunde.
Damit liegen die Energiekosten eines zu Hause geladenen Elektroautos rund 70 Prozent unter denen eines Benziners und etwa 56 Prozent unter denen eines Dieselfahrzeugs.
Wegen der erneuten Eskalation im Nahen Osten und der Unsicherheiten auf wichtigen Öltransportwegen waren die Kraftstoffpreise in Deutschland zuletzt deutlich gestiegen. Ein Liter Super E10 kostete in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich 2,27 Euro, Diesel 2,38 Euro.
Die Differenz der Antriebskosten zwischen Elektroautos und Verbrennern sei derzeit besonders groß, sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. Dadurch werde der Umstieg auf ein Elektroauto attraktiver. Voraussetzung für den vollen Preisvorteil sei allerdings eine heimische Wallbox.
Auch öffentliches Laden war nach den von Verivox herangezogenen Vergleichswerten günstiger als das Tanken. Demnach kosteten 100 Kilometer an einer öffentlichen Normalladesäule rund 8,77 Euro, beim Schnellladen 10,12 Euro. Selbst das Schnellladen war damit 44 Prozent günstiger als Benzin und 18 Prozent günstiger als Diesel.
Die zugrunde gelegten Preise für öffentliche Ladesäulen stammen allerdings aus März 2025 und sind daher nur eingeschränkt mit den aktuellen Kraftstoffpreisen vergleichbar.
Besonders groß ist der Kostenvorteil für Haushalte mit eigener Wallbox und Photovoltaikanlage. Wer ausschließlich auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, profitiert dagegen weniger stark. Elektroautos lohnten sich vor allem für Haushalte, die ihr Fahrzeug zu Hause günstig aufladen könnten, sagte Storck.


