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Tanz auf dem Vulkan

Der Maserati Levante ist für die italienische Sportwagenschmiede ohnehin kein gewöhnliches Auto. Schließlich ist dieser Dreizack das erste SUV der Marke aus Modena überhaupt. Jetzt möchte Maserati diese Exklusivität steigern und legt ein streng limitiertes Sondermodel des noblen Geländegängers auf.

Dabei handelt es sich im wahrsten Sinne um eine heiße Kiste: Denn mit dem Levante Vulcano Limited Edition bittet Maserati jetzt werbewirksam zum Tanz auf dem Vulkan. Vor heißem Lava-Gestein haben die Italiener das SUV passend in Szene gesetzt. Doch wer das Sondermodell in seine heimische Garage stellen möchte, sollte sich beeilen. Die Produktion ist laut Maserati auf lediglich 150 Exemplare beschränkt und ausschließlich für den europäischen und asiatischen Markt bestimmt.

Der Levante Vulcano Limited Edition wird von dem von Maserati entwickelten und bei Ferrari in Maranello gebauten 3,0-Liter-Turbo-V6-Motor angetrieben. Kunden können zwischen zwei Leistungsstufen wählen: Das Sondermodell gibt es in einer 257 kW/350 PS sowie einem 316 kW/430 PS starken Version.

Kommen wir zur Optik: Das Sondermodell erhält die exklusive Mattlackierung “Grigio Lava”. Zudem gibt es unter anderem dunkle Heckleuchten, schwarze Chromgitter und Markenembleme, schwarz glänzende Fenstereinfassungen und polierte Abgasendrohre. Mächtige 21-Zoll-Räder im Helios Design sowie rote Bremssättel für die 6-Kolben-DualCast-Bremsanlage von Brembo runden den Auftritt ab.

Im Innenraum erwartet Fahrer und Passagiere fein genarbtes Premium-Leder. Die elektrisch einstellbaren sowie beheiz- und belüftbaren Vordersitze können in Schwarz mit roten Kontrastnähten oder genau umgekehrt bestellt werden, teilt Maserati mit. Das Farbschema soll den “vulkanischen Charakter” unterstreichen genauso wie die Interieur-Applikationen aus hochglänzendem Carbon – einschließlich entsprechender Elemente für Schaltwippen und Sportlenkrad.

Hingucker ist sicher die verchromte Aluminiumplakette auf der Mittelkonsole: Sie trägt das Vulcano-Logo und die Aufschrift “One of 150”. Komplettiert wird die Ausstattung durch das Premium-Soundsystem von Bowers & Wilkins, Türen mit Softclose-System, Parksensoren vorne und hinten sowie durch adaptive Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer. mid/rlo

Zoll kontrolliert Betriebe und Gewerbe in Ludwigsburg

Heilbronner Zoll überprüfte 179 Betriebe im Gastgewerbe

NGG fordert mehr Zoll-Kontrollen bei Hoteliers und Gastronomen im Landkreis Ludwigsburg

Ludwigsburg; Sie kommen unangemeldet und machen nicht viel Federlesen: Wenn Beamte des Zolls Betrieben im Landkreis Ludwigsburg eine Visite abstatten, kann es für Unternehmer ungemütlich werden – vorausgesetzt, sie nehmen es mit dem Gesetz nicht so genau. Im vergangenen Jahr kontrollierte das zuständige Hauptzollamt Heilbronn in der Region insgesamt 767 Firmen auf Schwarzarbeit, Sozialbetrug und auf die Einhaltung von Mindestlöhnen. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei nahmen die Zöllner genau 179 Betriebe des Gastgewerbes ins Visier (plus 19 Prozent gegenüber 2017). In sieben Fällen deckten sie einen Mindestlohnverstoß auf. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Stuttgart beruft sich hierbei auf eine Auswertung des Bundesfinanzministeriums für die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke (Grüne).

„Es kann doch nicht sein, dass es immer noch Chefs gibt, die ihren Beschäftigten das absolute Minimum vorenthalten – den gesetzlichen oder einen höheren Branchen-Mindestlohn. Mindestlohn-Verstöße sind immer noch an der Tagesordnung. Und das, obwohl es den gesetzlichen Mindestlohn schon seit über vier Jahren gibt“, kritisiert NGG-Geschäftsführer Hartmut Zacher. Bei Kellnern, Köchinnen und Hotelangestellten komme es am Monatsende auf jeden Euro an.

Die Tatsache, dass viele Unternehmen es immer noch wagen, gegen geltende Mindestlöhne zu verstoßen, macht, so die NGG Stuttgart, eines deutlich: „Der Zoll muss mehr und intensiver kontrollieren – gerade auch in der Gastronomie. Beim Thema Mindestlohn zeigt sich, dass Vertrauen gut, aber Kontrolle besser ist. Je höher das Risiko für schwarze Schafe ist, bei illegalen Praktiken überführt zu werden, desto seltener setzen sie auf Tricksereien“, betont Zacher. Der Plan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf mehr als 10.000 Beamte aufzustocken, sei ein „wichtiger Schritt“. Derzeit sei die FKS von dieser Zielmarke aber noch weit entfernt. Nach Informationen der NGG waren bundesweit zuletzt lediglich 6.600 Planstellen für Kontrolleure besetzt – 126 davon beim Hauptzollamt Heilbronn.

„Damit der Zoll bei seinen Kontrollen aber überhaupt fündig werden kann, müssen die Arbeitszeiten in den Betrieben genau erfasst werden. Bei Schummeleien mit den Stundenzetteln können die Beamten gegen den Arbeitgeber ermitteln – und geprellte Löhne zurückfordern“, erklärt Hartmut Zacher. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter künftig systematisch dokumentieren. Im Gastgewerbe wurde bereits mit dem gesetzlichen Mindestlohn eine Aufzeichnungspflicht der geleisteten Stunden eingeführt. Die NGG hatte sich dafür gegen den Widerstand der Arbeitgeber stark gemacht.