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Tatort Baustelle: Darauf sollten Autofahrer achten

Alle Jahre wieder zieht es Menschen in den Sommerferien in ihren Fahrzeugen in Scharen auf die Autobahn. In Corona-Zeiten treten noch mehr Urlauber die Reise mit dem eigenen Pkw an. Das Gedränge sorgt aber auch für Gefahr. Ganz besonders an Autobahn-Baustellen geht es hoch her. Bundesweit wird laut Dekra derzeit an rund 650 Abschnitten gearbeitet.

Auf was ist zu achten? “Autofahrer müssen sich an Baustellen auf verengte Fahrbahnen und erhöhte Staugefahr einstellen, außerdem ist mit verschmutzten Fahrbahnen, aber auch mit Bauarbeitern direkt neben oder sogar auf der Fahrbahn zu rechnen”, sagt Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei Dekra. Deshalb heißt es: Tempolimits beachten und genügend Abstand halten.

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Kritisch wird es beim Überholen auf den verengten Fahrstreifen. Vor allem beim Passieren von Lkw, Bussen oder Wohnwagen-Gespannen bleibt seitlich oft nur sehr wenig Platz. Bei breiteren Fahrzeugen, wie Transportern, Van und SUV oder auch großen Limousinen ist unbedingt auf die Breitenbeschränkungen für den linken Fahrstreifen zu achten. Selbst viele Mittelklassewagen sind heute breiter als zwei Meter.

Erhöhte Vorsicht ist auch bei einer Panne oder einem Unfall im Baustellenbereich geboten. Der Rat der Dekra-Experten: “Stellen Sie das havarierte Gefährt möglichst in der nächsten Nothaltebucht oder zwischen zwei Baken ab.” Aber Achtung! In dieser Situation sind die Insassen durch den fließenden Verkehr stark gefährdet. Was also tun? Zum Schutz sollte sofort die Warnblinkanlage eingeschaltet werden. Danach die Warnwesten anziehen, alle Insassen zur verkehrsabgewandten Seite aussteigen lassen und schließlich hinter Schutzplanken auf den Pannendienst warten.

Ralf Loweg

Immer mehr Menschen können sich keine Krankenversicherung leisten

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2019 hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. In den alten Bundesländern waren es zuletzt 117.000, in den neuen Ländern 26.000 Betroffene. 78,94 Millionen Krankenversicherte gab es demnach 2019, berichtet “tagesschau.de” und die “Saarbrücker Zeitung’ in ihrer Freitagsausgabe.

Die AOK verbuchte im ersten Halbjahr 2020 einen Überschuss. Einem Bericht des “RedaktionsNetzwerks Deutschland” (RND) zufolge erzielten die AOK-Kassen bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie.

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So seien im Frühjahr 2020 praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden. Die Daten der anderen gesetzlichen Kassen fehlen noch. Im Mai hatten die Krankenkassen noch wegen der Corona-Krise mehr Ausgaben und weniger Einnahmen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erwartet.

Ralf Loweg / wid