
Wer aktuell seinen Führerschein im Landkreis Ludwigsburg umtauschen will, muss Geduld mitbringen. Wegen eines außergewöhnlich hohen Antragsaufkommens rechnet die Fahrerlaubnisbehörde mit deutlich längeren Bearbeitungszeiten – teilweise über mehrere Monate.
Von Lea Brandt – 08.10 Uhr
Ludwigsburg. Wer derzeit seinen alten Führerschein umtauschen möchte, braucht Geduld: Wie das Landratsamt Ludwigsburg mitteilt, kommt es aufgrund eines außergewöhnlich hohen Antragsaufkommens zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten. Besonders rund um den Jahreswechsel sei die Zahl der eingegangenen Anträge stark gestiegen.
Erstmals betrifft der verpflichtende Führerscheinumtausch eine größere Gruppe von Inhaberinnen und Inhabern der ersten EU-Kartenführerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001. Entsprechend hoch ist der Andrang: Zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 gingen bei der Fahrerlaubnisbehörde mehr als 6.300 Anträge ein – fast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Mitarbeitenden der Behörde arbeiteten mit großem Engagement an der Abarbeitung, heißt es aus dem Landratsamt. Dennoch müsse derzeit mit Bearbeitungszeiten von mehreren Monaten gerechnet werden. Antragstellerinnen und Antragsteller werden gebeten, von telefonischen oder schriftlichen Sachstandsanfragen abzusehen, da diese die Arbeit zusätzlich verzögern würden. Alle Anträge würden strikt in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.
Ein Hinweis für Verkehrskontrollen: Auch wenn ein Führerschein formal abgelaufen ist, bleibt die Fahrerlaubnis weiterhin gültig. Allerdings kann bei einer Kontrolle ein Verwarngeld von zehn Euro erhoben werden. Wer bereits einen Antrag gestellt hat, sollte dies bei einer Kontrolle angeben, um Missverständnisse zu vermeiden.
Die Fahrerlaubnisbehörde bittet um Verständnis für die derzeitige Situation und versichert, dass alle Anträge so schnell wie möglich bearbeitet werden.



