Tödliches Autorennen von Ludwigsburg – Mordprozess gegen Brüder und Cousin beginnt

Ludwigsburg/Stuttgart. Es war ein Abend, der zwei jungen Frauen das Leben kostete – und eine ganze Stadt erschütterte. Am 20. März 2025 lieferten sich drei Männer in Ludwigsburg ein illegales Autorennen – mitten in einer Tempo-50-Zone. Mit bis zu 150 km/h sollen sie unterwegs gewesen sein. Sekunden später krachte eines der Fahrzeuge mit voller Wucht in den Wagen zweier Frauen. Beide starben noch am Unfallort.

Acht Monate nach der Tragödie beginnt nun in Stuttgart der Prozess. Auf der Anklagebank sitzen ein 32-jähriger Mann, sein älterer Bruder und ein Cousin. Der Hauptangeklagte soll den Unfall verursacht haben. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft Mord in zwei Fällen vor. Der Bruder muss sich wegen versuchten Mordes, der Cousin wegen Beihilfe und fahrlässiger Tötung verantworten.

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Nach Überzeugung der Ermittler lieferten sich die drei Männer auf der Schwieberdinger Straße ein Kräftemessen – zwei hochmotorisierte Limousinen, extreme Geschwindigkeit, kein Gedanke an mögliche Folgen. Sekunden später riss der Aufprall zwei junge Leben aus der Mitte ihrer Familien.

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Der Gerichtssaal in Stuttgart ist voll. Unter den Besuchern: viele Angehörige der Opfer, die monatelang auf diesen Tag gewartet haben. Sie hoffen auf Antworten – und auf Gerechtigkeit.

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ag