
Trotz Schnee und Frost rechnen die Kommunen derzeit nicht mit Engpässen beim Streusalz. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund spricht von gut gefüllten Lagern und stabilen Lieferketten. Gleichzeitig wächst die Sorge um den Zustand vieler Straßen: Frost und Feuchtigkeit könnten bestehende Schäden weiter verschärfen.
Von Hendrik Paul
Berlin – Trotz des derzeitigen Wintereinbruchs sieht der Deutsche Städte- und Gemeindebund momentan keine Engpässe bei den Streusalzreserven der Kommunen. Ein Sprecher sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe), die Lager seien ausreichend gefüllt. „Die Situation ist bislang nicht kritisch genug gewesen, um die Reserven aufzubrauchen.“
Darüber hinaus seien die Kommunen bemüht, die Reserven falls nötig aufzustocken. Die Lieferketten seien so aufgestellt, dass auch kurzfristig nachbestellt werden könne.
Der Sprecher warnte zugleich vor einer weiteren Verschlechterung des Zustandes der Straßen in Deutschland. „Je schlechter der Zustand einer Straße ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Frostschäden entstehen.“ Bei Frostschäden dringe Wasser durch bereits bestehende Risse in die Fahrbahn, gefriere und dehne sich aus. Dadurch würden neue Schlaglöcher entstehen. „Ohnehin gibt es bereits einen Investitionsrückstau in Höhe von 53,4 Milliarden Euro“, so der Sprecher.



