
Der Ton zwischen Washington und Berlin wird rauer: US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz im Streit über den Iran öffentlich attackiert und dessen Kritik an der US-Linie scharf zurückgewiesen.
Von der Redaktion – 05.28 Uhr
Washington/Berlin. Im Streit über den Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump Bundeskanzler Friedrich Merz öffentlich angegriffen.
Trump warf dem deutschen Regierungschef auf seiner persönlichen Plattform vor, es für akzeptabel zu halten, wenn der Iran eine Atombombe besitze. Einen Beleg für diese Behauptung lieferte der US-Präsident nicht.
Scharfe Worte gegen den Kanzler
Trump schrieb, Merz habe keine Ahnung, wovon er spreche. Wörtlich erklärte er zudem, es sei kein Wunder, dass es Deutschland wirtschaftlich und auch in anderer Hinsicht schlecht gehe.
Mit seinen Aussagen reagierte Trump auf Kritik, die Merz am Montag an der Kriegsführung sowie an der Verhandlungsstrategie der USA geäußert hatte.
Streit über Kurs im Iran-Konflikt
Trump verteidigte zugleich das Vorgehen der USA im Konflikt mit dem Iran. Er erklärte, er tue in Bezug auf den Iran etwas, das andere Staaten oder Präsidenten längst hätten tun sollen.
Der Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Frage, wie mit dem iranischen Atomprogramm und der militärischen Eskalation im Nahen Osten umzugehen ist. Während Trump auf Konfrontation setzt, hatte Merz Zweifel an der Strategie Washingtons erkennen lassen.

