
Die USA wollen in einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt eingreifen: Präsident Donald Trump kündigt eine Blockade der Straße von Hormus an. Die Spannungen mit dem Iran drohen weiter zu eskalieren.
Von Hendrik Paul – 05.19 Uhr
Washington. Die Spannungen im Nahen Osten spitzen sich weiter zu: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Straße von Hormus durch die US-Marine kontrollieren zu lassen.
Ziel sei es, zu verhindern, dass der Iran von „illegalen Mautabgaben“ profitiere, die Schiffe für die Passage der Meerenge zahlen müssten, teilte Trump am Sonntag mit.
Kontrollen und militärisches Vorgehen geplant
Die US-Marine soll demnach angewiesen werden, Schiffe in internationalen Gewässern zu durchsuchen, wenn der Verdacht besteht, dass entsprechende Zahlungen geleistet wurden. Zudem kündigte Trump an, mutmaßlich vom Iran verlegte Seeminen in der Straße von Hormus zerstören zu lassen.
Gespräche mit Iran gescheitert
Die Ankündigung folgt auf ergebnislose Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan. Eine Einigung über das zentrale Nuklearprogramm sei nicht erzielt worden, so Trump. Er warf Teheran vor, mit der Kontrolle der Meerenge „weltweite Erpressung“ zu betreiben.
Beteiligung weiterer Staaten unklar
Nach Angaben des US-Präsidenten sollen sich auch andere Staaten an der Blockade beteiligen. Welche Länder konkret eingebunden sind, ließ er offen.
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Öl weltweit. Eine militärische Eskalation in diesem Bereich könnte erhebliche Auswirkungen auf die globale Energieversorgung haben.

