Über 12.400 Hinweise in vier Wochen: Bürger melden Bürokratie-Frust im „Einfach machen“-Portal

Vier Wochen nach dem Start des Bundesportals „Einfach machen“ haben Bürger und Unternehmen bereits mehr als 12.400 Hinweise eingereicht. Besonders häufig ging es um komplizierte Behördenprozesse, Anträge und Steuerfragen. Digitalminister Karsten Wildberger sieht darin einen klaren Auftrag, den Bürokratieabbau zu beschleunigen.

Von Hendrik Paul – 11:25Uhr 

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Stuttgart – Vier Wochen nach dem Start des „Einfach machen“-Portals der Bundesregierung sind mehr als 12.400 Meldungen von Bürgern und Unternehmen eingegangen.

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Das teilte eine Sprecherin des Digitalministeriums der „Rheinischen Post“ mit. Demnach sind vom 12. Dezember 2025 bis zum 7. Januar 2026 insgesamt 12.423 Meldungen eingegangen. Etwas mehr als jede zweite Eingabe stammte von Privatpersonen, hinter knapp jeder vierten Rückmeldung steckte ein Unternehmen.

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Mehr als 5.200 Meldungen betrafen den Auswertungen des Ministeriums zufolge Behördenprozesse wie etwa Anträge und Bescheide. Mehr als 1.000 Anträge bezogen sich auf das Thema Digitalisierung, rund 850 Hinweise behandelten den Komplex Steuern.

Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte der „Rheinischen Post“: „Über 12.000 eingereichte Vorschläge sind ein klarer Auftrag. Wir machen mehr Tempo bei dringend notwendigen Entlastungen – gerade dort, wo der Schuh am meisten drückt. Das Feedback der Menschen in Deutschland ist für uns eine wertvolle Grundlage, um gezielt und wirksam Bürokratie zurückzubauen.“

Seit knapp einem Monat können Bürger auf der extra eingerichteten Onlineplattform „Einfach machen“ Fälle ihrer Meinung nach unsinniger oder übermäßiger Bürokratie melden. Die Hinweise sollen dabei helfen, zu priorisieren.