Ukraine bietet Deutschland weitreichende Drohnen als Tomahawk-Ersatz an

Die Ukraine bringt sich als möglicher Lieferant weitreichender Drohnen und Raketen ins Spiel. Nach der US-Absage bei Tomahawk-Marschflugkörpern sieht Kiew eine Chance, Deutschland und die Nato mit eigenen Erfahrungen aus dem Krieg gegen Russland zu unterstützen.

Von Hendrik Paul – 07.06 Uhr

Angesichts der Weigerung der US-Regierung, künftig Tomahawk-Marschflugkörper zur Abschreckung Russlands in Deutschland zu stationieren, hat die Ukraine Berlin die Lieferung weitreichender Drohnen und Raketen als Ersatz in Aussicht gestellt.

Alonya Getmanchuk, Botschafterin in der Nato-Mission der Ukraine in Brüssel, sagte der „Welt“: „Wir sind in der Lage, die Fähigkeiten der Nato, Präzisionsschläge in der Tiefe durchzuführen, zu stärken und ab einem bestimmten Zeitpunkt auch die Fähigkeitslücken der Allianz zu schließen. Dazu gehören auch jene Fähigkeiten für Präzisionsschläge, die man sich von den Amerikanern erwartet hatte.“ Wenn Nato-Länder wie Deutschland in Zukunft danach fragten, könnten sie durchaus auch ihre Erfahrungen und effektive Waffen anbieten: weitreichende Drohnen und Raketen.

ANZEIGE

Getmanchuk sagte weiter, ihr Land habe „eine Menge anzubieten, basierend auf unseren Erfahrungen mit Präzisionsschlägen in der Tiefe des feindlichen Raums“. Die Ukraine habe in der Vergangenheit viel dazugelernt in der Durchführung von militärischen Präzisionsschlägen. Die Ukraine besitze wertvolle Expertise und habe „einzigartige Lösungen“ nicht nur bei der Abwehr von Drohnen, sondern auch bei der Durchführung von Präzisionsschlägen.