
Der Umbau der Ludwigsburger Sternkreuzung geht in die nächste Phase. Ab Montag, 22. Juni, beginnt der zweite Bauabschnitt auf der nördlichen Seite der Kreuzung. Der Verkehr wird weiterhin über eine provisorische Ampelanlage geregelt.
Von Lea Brandt – 10.14 Uhr
Ludwigsburg. Die Sternkreuzung ist einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte in der Ludwigsburger Innenstadt. Seit Anfang Februar wird sie zu einem dauerhaften Kreisverkehr umgebaut. Der erste Bauabschnitt auf der Südseite steht nun vor dem Abschluss. Dort nimmt der neue Kreisverkehr bereits sichtbar Gestalt an. Insgesamt folgen noch drei weitere Bauabschnitte.
In den vergangenen Monaten wurde die Südseite der Kreuzung umfassend umgebaut. Alte Beläge wurden entfernt, der Untergrund angepasst und wesentliche Elemente des künftigen Kreisverkehrs hergestellt. Ganz ohne Schwierigkeiten verliefen die Arbeiten nicht.
„Witterungsbedingt sind die Bauarbeiten etwas später als ursprünglich geplant gestartet“, berichtet Bürgermeister Sebastian Mannl. „Aber wir liegen insgesamt im Zeitplan. Und das, obwohl wir auf die eine oder andere Herausforderung gestoßen sind – aber wir haben sie gemeistert. Dafür geht der Dank an mein Team und die beauftragte Baufirma.“
Nach Angaben der Stadt mussten unter anderem Elektroleitungen aufwendig von Hand freigelegt werden. Sie waren einbetoniert und nicht wie üblich in Sand verlegt.
Baustelle wechselt auf die nördliche Seite
Mit dem zweiten Bauabschnitt verlagert sich die Baustelle ab Montag auf die Mitte der nördlichen Seite, also zwischen die Fahrspuren der Schlossstraße. Die Verkehrsführung bleibt grundsätzlich unverändert. Der Verkehr wird weiterhin durch eine provisorische Ampelanlage geregelt.
Auf der südlichen Seite in Richtung Stuttgarter Straße bleibt die Kreuzung für den Verkehr gesperrt. Die Wendemöglichkeit am U-Turn Stuttgarter Straße bleibt jedoch bestehen. Der Kfz-Verkehr durch die Fahrzeugunterführung unterhalb der Sternkreuzung auf der B 27 ist weiterhin in beide Richtungen uneingeschränkt möglich.
Fuß- und Radverkehr wird umgeleitet
Der Fuß- und Radverkehr wird um das Baufeld herumgeführt, künftig jedoch auf der Südseite der Kreuzung. Da dieser Bereich für Autos gesperrt ist, werden dort keine Ampeln benötigt.
Für den Busverkehr ergeben sich nach Angaben der Stadt keine weiteren Änderungen. Die regionale Linie 533 wird weiterhin über den Karlsplatz und die Leonberger Straße zum ZOB umgeleitet. Alle weiteren Buslinien fahren wie bisher über die Sternkreuzung. In der Wilhelmstraße steht ihnen eine eigene Busspur zur Verfügung.
OB Knecht äußert sich zum Blitzer auf der Busspur
Im Zusammenhang mit der Busspur hat Oberbürgermeister Knecht auf Hinweise aus der Bevölkerung reagiert. Dabei geht es um den dort aufgestellten Blitzer.
„Bei dem von uns aufgestellten Blitzer auf der Busspur geht es nicht darum, Bußgelder zu verhängen, sondern den öffentlichen Nahverkehr zuverlässig und pünktlich zu halten. Gleichzeitig nehme ich die diesbezüglichen Hinweise aus der Bevölkerung sehr ernst; deshalb wird die Beschilderung nun kurzfristig nachgebessert.“
Der zweite Bauabschnitt soll etwa vier bis fünf Wochen dauern. Bis zur Fertigstellung des endgültigen Kreisverkehrs im Herbst folgen danach noch zwei weitere Bauabschnitte. Die Arbeiten werden nach Angaben der Stadt nun kleinteiliger, um die Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten.
Endgültiger Kreisverkehr soll Stadtbild aufwerten
Der fertige Kreisverkehr soll sich deutlich vom bisherigen provisorischen Kreisverkehr unterscheiden. Geplant ist ein Außendurchmesser von 32 Metern. Außerdem soll es einen separaten Weg für den Radverkehr geben. Weitere Grünflächen sollen das Stadtbild an dieser Stelle aufwerten.
Für Verkehrsteilnehmer bleibt die Sternkreuzung damit auch in den kommenden Monaten eine Baustelle. Zugleich rückt die endgültige Lösung Schritt für Schritt näher.

