
Monatelange Bauarbeiten, Umleitungen und Einschränkungen – aber am Ende ein neuer Verkehrsknotenpunkt: Ab 26. Januar wird die Sternkreuzung in Ludwigsburg von einem provisorischen zu einem dauerhaften Kreisverkehr umgebaut. Ziel ist mehr Sicherheit, ein besserer Verkehrsfluss und eine städtebauliche Aufwertung an einer der wichtigsten Kreuzungen der Innenstadt.
Von Ayhan Güneş – 08.29 Uhr
Ludwigsburg. Eine der meistbefahrenen Kreuzungen der Stadt wird umgebaut: Ab Montag, 26. Januar, beginnt die Umgestaltung der Sternkreuzung in der Innenstadt zu einem dauerhaften Kreisverkehr. Die Arbeiten sollen bis Herbst abgeschlossen sein. Während der Bauzeit müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Einschränkungen einstellen. Das gab die Stadtverwaltung Ludwigsburg am Mittwoch bekannt.
Bereits im November war die Schlangenskulptur des niederländischen Künstlers Auke de Vries abgebaut und zwischengelagert worden. Nun starten die eigentlichen Bauarbeiten, die mit Umleitungen, Sperrungen und geänderten Verkehrsführungen verbunden sind.
Während der Bauphase soll der Verkehr durch eine provisorische Ampelanlage geregelt werden. Die südliche Zufahrt in Richtung Stuttgarter Straße bleibt gesperrt. Die Wendemöglichkeit am U-Turn bleibt jedoch bestehen, damit Anlieger ihre Grundstücke weiterhin erreichen können. Der Verkehr durch die Unterführung unterhalb der Sternkreuzung (B27) kann in beide Richtungen ungehindert fließen.
Im ersten Bauabschnitt, der rund vier Monate dauern soll, werden Fußgängerinnen und Fußgänger mit Ampeln in der Wilhelmstraße und Schlossstraße um das Baufeld geführt. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Schorndorfer Straße bis zum Haupteingang des Blühenden Barocks und anschließend über Königsallee und Friedrich-Ebert-Straße umgeleitet.
Auch der Busverkehr ist betroffen. Die regionale Linie 533 aus Richtung Stuttgarter Straße fährt über den Karlsplatz und die Leonberger Straße zum Zentralen Omnibusbahnhof. Alle anderen Linien verkehren regulär, es ist jedoch mit Verzögerungen zu rechnen. Um den Verkehrsfluss zu verbessern, richtet die Stadt in der Wilhelmstraße eine eigene Busspur ein.
„Ganz ohne Einschränkungen und Unannehmlichkeiten werden die Bauarbeiten nicht ablaufen“, erklärt Bürgermeister Sebastian Mannl. „Natürlich versuchen wir, diese so gering wie möglich zu halten und haben uns dazu eng mit allen Beteiligten abgestimmt. Und es wird sich lohnen: Wir möchten an diesem zentralen Ort eine städtebauliche Aufwertung erreichen und die gefühlte Trennung zwischen Innenstadt und dem Schloss reduzieren.“
Der künftige Kreisverkehr soll einen Außendurchmesser von 32 Metern haben. An den Zufahrten sind erhöhte Einengungen vorgesehen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren. Busse erhalten in der Wilhelmstraße, der Schlossstraße und der Schorndorfer Straße eigene Sonderfahrstreifen, die bei Bedarf auch von Einsatzfahrzeugen genutzt werden können.
Zwischen den Fahrbahnen und Gehwegen werden Grünflächen als Trennelemente angelegt. Der Radverkehr soll künftig auf einem separaten Weg gegen den Uhrzeigersinn um den Kreisel geführt werden. Dabei wurde der Radweg bewusst nahe an der Fahrbahn positioniert, um die Sichtbeziehung zwischen Autofahrern und Radfahrenden zu verbessern – eine Maßnahme, die auf aktuellen Erkenntnissen der Unfallforschung basiert.



