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Umfrage: Mehrheit für “Idiotentest”

Kein Narretei zu den Tollen Tagen: Die Mehrheit der Befragten einer Forsa-Umfrage votierten für eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) schon ab 1,1 Promille Alkohol im Blut. Drei Viertel der Studien-Teilnehmer befürworteten eine Herabsetzung der Promillegrenze, ab der jeder überführte Verkehrssünder den sogenannten “Idiotentest” machen muss. Aktuell gelten 1,6 Promille als Schwelle zur MPU.

Feste wie zu Karneval führen einige Autofahrer immer wieder in Versuchung, nach Alkoholgenuss mit dem eigenen Wagen den Heimweg anzutreten. Sie glauben, ihren Alkoholkonsum unter Kontrolle zu haben. Eine objektive Einschätzung der eigenen Fahrtüchtigkeit nach Alkoholgenuss ist jedoch nach Ansicht des Verkehrspsychologen Dr. Don DeVol vom TÜV Thüringen schlichtweg nicht möglich: “Wenn die Party einmal im Gange ist, ist es mit den guten Vorsätzen schnell vorbei”, sagt der Experte. “Trinkmenge, Trinkgeschwindigkeit und Trinkdauer werden in der Regel falsch eingeschätzt, so dass Autofahrer ihren Promillewert auch nur schwer oder gar nicht abschätzen können.”

Deshalb empfiehlt der Verkehrspsychologe: “Wer weiß, dass er fahren muss, sollte daher gänzlich auf Alkohol verzichten.” Auch das Fahrrad ist keine gute Option für den Heimweg von der Party: Zu den Verletzungsrisiken eines Sturzes kommt hinzu, dass auch hier bei einer Beteiligung an einem Unfall oder ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille der Führerschein in Gefahr ist. mid/wal

++++Update+++++ Medizinischer Notfall führt zu Verkehrsunfall – Ein Mensch stirbt

Am Samstagmorgen gegen 10:30 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall in Steinheim an der Murr, bei dem der 67-jährige Lenker eines Dacia die Ludwigsburger Straße in Richtung Rielingshausen befuhr. Als er nach bisherigem Ermittlungsstand aufgrund eines medizinischen Notfalls die Kontrolle über seinen Pkw verlor, fuhr er auf den an einer roten Ampel stehenden Ford eines 51-Jährigen auf. Ein geistesgegenwärtiger Verkehrsteilnehmer erkannte die Situation sofort und zog den bewusstlosen Mann aus dessen Fahrzeug, um mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen. Der Rettungsdienst führte die Reanimationsmaßnahmen fort, jedoch konnte der mittels Rettungshubschrauber eingeflogene Notarzt nur noch den Tod des 67-Jährigen feststellen. Der Ford-Fahrer wurde durch den Aufprall nicht verletzt. Der Dacia wurde durch einen Abschleppdienst von der Unfallstelle abgeschleppt, der entstandene Gesamtsachschaden wird auf ca. 6000 Euro geschätzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Ludwigsburger Straße kurzzeitig gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden..