USA klagen Kubas Ex-Präsident Raúl Castro wegen Flugzeugabschuss an

Mehr als 30 Jahre nach dem Abschuss zweier Zivilflugzeuge werfen die USA Raúl Castro schwere Verbrechen vor. Die Anklage gegen Kubas früheren Präsidenten verschärft die Spannungen zwischen Washington und Havanna deutlich.

Von der Redaktion – 07.00 Uhr

 Washington – Das US-Justizministerium hat den ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro angeklagt.

Die Vorwürfe gegen den Bruder von Fidel Castro wurde am Mittwoch veröffentlicht. Raúl Castro wird vorgeworfen, er habe sich der Verschwörung zur Tötung von US-Bürgern, der Zerstörung eines Flugzeugs und des Mordes schuldig gemacht. Die Anklagepunkte beziehen sich auf einen Abschuss von zwei Zivilflugzeugen im Jahr 1996. Castro, der damals Verteidigungsminister war, soll den Angriff nach Darstellung der US-Administration angeordnet haben.

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Das Vorgehen der US-Regierung erinnert an die Anklage des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro im Januar. Kurz darauf war dieser im Januar mithilfe einer Militäraktion von den USA entführt worden. Bereits im März hatte Trump gesagt, Kuba könne einer „freundlichen Übernahme“ unterzogen werden. Es könne sich aber auch um „keine freundliche Übernahme“ handeln.