USA verschärfen Druck auf Venezuela: Trump kündigt Seeblockade an

US-Präsident Donald Trump hat eine Blockade sanktionierter Öltanker vor Venezuela angekündigt. Ziel sei es, dem Maduro-Regime die finanzielle Grundlage zu entziehen, erklärte Trump. Kritiker warnen vor einer weiteren Eskalation des Konflikts und stellen die völkerrechtliche Zulässigkeit des Vorgehens infrage.

Washington (red) – Im Konflikt zwischen den USA und Venezuela hat US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade gegen „sanktionierte“ Öltanker angekündigt.

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„Venezuela ist vollständig von der größten Armada umzingelt, die jemals in der Geschichte Südamerikas zusammengestellt wurde“, schrieb er bei seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Sie werde nur noch größer werden, bis all das Öl, Land und andere Vermögenswerte, die zuvor „gestohlen“ worden seien, an die Vereinigten Staaten von Amerika zurückgeben würden.

Das „illegitime Maduro-Regime“ finanziere sich, den Drogenterrorismus, den Menschenhandel, Mord und Entführungen mit Öl aus diesen „gestohlenen Ölfeldern“, so Trump weiter. Das Regime sei deshalb als „ausländische terroristische Organisation“ eingestuft worden. Daher ordne er eine „vollständige und umfassende Blockade aller sanktionierten Öltanker an, die nach Venezuela ein- und auslaufen“.

Das US-Militär hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik angegriffen. Zuletzt war zudem bereits ein Öltanker vor der Küste Venezuelas beschlagnahmt worden. Kritiker werten das Vorgehen der USA als völkerrechtswidrig.