
Nach einer Messerattacke in der Vaihinger Innenstadt sitzt ein 29-Jähriger in Untersuchungshaft. Er soll einem 24-Jährigen nach einem Streit in den Oberkörper gestochen und lebensgefährlich verletzt haben. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.
Von Hendrik Paul – 09.52 Uhr
Vaihingen an der Enz. Nach der Messerattacke auf einen 24-Jährigen in der Vaihinger Innenstadt sitzt der mutmaßliche Täter nun in Untersuchungshaft. Das teilten die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit.
Der Vorfall ereignete sich am Freitag (27. Februar 2026) gegen 12:30 Uhr. Nach bisherigen Ermittlungen gerieten ein 24- und ein 29-Jähriger zunächst in der Neuen Gasse in einen Streit. Zuvor soll es bereits in der Grabenstraße zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, die sich durch die Innenstadt bis zur späteren Tatörtlichkeit verlagerte.
Die beiden Männer sollen sich zunächst verbal gestritten haben. Im weiteren Verlauf wurde der Konflikt handgreiflich. Dabei sollen sich die beiden gegenseitig geschubst und geschlagen haben. Schließlich zog der 29-Jährige mutmaßlich ein Messer und stach dem 24-Jährigen in den Oberkörper. Der Mann erlitt lebensbedrohliche Verletzungen.
Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, kehrte jedoch kurze Zeit später zum Tatort zurück, wo ihn Polizeikräfte vorläufig festnahmen. Der 29-Jährige hatte bei der Auseinandersetzung ebenfalls leichte Verletzungen erlitten, die in einem Krankenhaus behandelt wurden. Der 24-Jährige befindet sich inzwischen außer Lebensgefahr.
Der 29-jährige gambische Staatsangehörige wurde am Samstag (28. Februar 2026) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn einer Haftrichterin beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Diese erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung und setzte diesen in Vollzug. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf der Tat dauern an. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Geschehen geben können, sich unter Tel. 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de zu melden.
Verwendete Quelle: Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizeipräsidium Ludwigsburg.

