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Verbotenes Wendemanöver führt zu schwerem Verkehrsunfall

In Ludwigsburg-Neckarweihingen kam es am Montagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall als ein 33-jähriger Pkw-Fahrer verbotenerweise seinen Wagen auf der Malbücher Straße wendete und dabei mit einem  51-Jährigen, der mit einem motorisierten Dreirad unterwegs war, zusammenkrachte. 

Am Montag befuhr ein 33-jähriger Fahrer einer Mercedes-Benz A-Klasse gegen 17.20 Uhr die Marbacher Straße von Ludwigsburg-Neckarweihingen kommend in Richtung Stadtmitte. An der Einmündung zur Bottwartalstraße wendete der 33-Jährige verbotenerweise, um im Anschluss wieder in Richtung Neckarweihingen zu fahren. Dabei übersah er einen 51-jährigen Fahrer eines Dreirad-Rollers der Marke Piaggio MP 3, der seinerseits ordnungsgemäß von der Stadtmitte kommend in Richtung Neckarweihingen unterwegs war. Im Bereich der Einmündung kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Der 51-Jährige kam zu Fall und zog sich schwere Verletzungen zu, die vom Rettungsdienst, der mit einem Einsatzfahrzeug vor Ort war, versorgt wurden. Im Anschluss wurde der Kradlenker in ein umliegendes Krankenhaus transportiert.

Während der Verkehrsunfallaufnahme mussten zeitweise beide Richtungsfahrbahnen nach Neckarweihingen gesperrt werden. Der Durchgangsverkehr wurde währenddessen über die Einmündung Bottwartalstraße abgeleitet. Die Verkehrsregelung erfolgte durch die Polizei. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf 10.000 Euro. Die Unfallstelle war gegen 19.30 Uhr geräumt. Aufgrund ausgelaufener Betriebsflüssigkeiten war zudem die Feuerwehr Ludwigsburg mit dem Umweltmobil sowie drei Einsatzkräften vor Ort. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hatte zeitweise bis zu vier Streifen im Einsatz.

red / Polizei Ludwigsburg

Windenergie erlebt Umsatzeinbruch

Zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland soll der Stromanteil aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2035 auf 60 Prozent steigen. Dazu ist jedoch der Bau zusätzlicher Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erforderlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank der Umsatz mit der Produktion von Gütern, Technologien und Dienstleistungen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf den Umsatzeinbruch in der Windenergiebranche zurückzuführen: Der Umsatz mit der Herstellung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen sank gegenüber 2017 um 29,9 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro.

Die Windenergiebranche in Deutschland ist auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. 71,0 Prozent der Umsätze (9,0 Milliarden Euro) mit Windkraftanlagen (Waren, Bau- und Dienstleistungen) erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors 2018 mit inländischen Abnehmern.

Im Vergleich zum Jahr 2017 sanken diese Umsätze um 29,8 Prozent. Der Bau von Windkraftanlagen in Deutschland und die damit erzielten Umsätze sind dabei von vielen Faktoren beeinflusst, etwa von Genehmigungsverfahren, Mindestabstandsregeln zwischen Wohnsiedlungen und Windkraftanlagen oder auch der Akzeptanz in der Bevölkerung.

Ralf Loweg