Vermeintlicher Polonium-Fund löst Großeinsatz aus – Entwarnung in Vaihingen

Ein vermeintlich hochgefährlicher Fund hat am Ostersonntag in Vaihingen an der Enz einen Großeinsatz ausgelöst. Ein mit „Polonium 210“ beschriftetes Fläschchen sorgte für Alarm – doch nach umfangreichen Untersuchungen geben die Behörden Entwarnung.

Von der Redaktion – 20.42 Uhr

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Vaihingen an der Enz. Ein ungewöhnlicher Fund hat am Ostersonntag (5. April 2026) im Wohngebiet Am Wolfsberg einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ausgelöst. Auslöser war ein Behältnis, das mit einem potenziell hochgefährlichen Stoff beschriftet war.

Gegen 16:30 Uhr entdeckten Anwohner in ihrem Garten ein Fläschchen mit der Aufschrift „Polonium 210“. Der Fund wurde im Rahmen einer Ostereiersuche von zwei Männern gemacht. Ob sich tatsächlich der radioaktive Stoff im Inneren befand, war zunächst unklar.

Großaufgebot im Einsatz

Aufgrund der unklaren Gefahrenlage wurde umgehend ein Strahlenschutz-Alarm ausgelöst. Rund 140 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem gesamten Landkreis rückten an, darunter auch speziell geschulte Einheiten.

Die Kräfte untersuchten den Gegenstand unter entsprechenden Schutzmaßnahmen. Auch Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort.

Messungen geben Entwarnung

Nach umfangreichen Untersuchungen konnten die Einsatzkräfte jedoch Entwarnung geben: Weder am Behälter selbst noch in der Umgebung wurde eine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt.

Die betroffenen Anwohner konnten daraufhin in ihre Häuser zurückkehren. Für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Stadt keine Gefahr.

Weitere Untersuchungen folgen

Das Behältnis wird nun in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium und dem Umweltministerium abtransportiert, geöffnet und gegebenenfalls fachgerecht dekontaminiert und entsorgt.

Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth dankte den Einsatzkräften für ihren Einsatz am Osterwochenende.

Verwendete Quelle: Stadt Vaihingen an der Enz.