Versuchter Totschlag in Ludwigsburg: 38-Jähriger wird von einer Gruppe Männern schwer verletzt

Im Stadtteil Ludwigsburg-Eglosheim kam es in der Nacht zum Samstag zu einer Schlägerei bei der ein 38-Jähriger von einer Gruppe Männern schwer verletzt wurde. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Nach einer tätlichen Auseinandersetzung in der Nacht zum Samstag im Bereich eines Discounters in der Teinacherstraße in Ludwigsburg-Eglosheim ermittelt die Kriminalpolizei Ludwigsburg wegen versuchten Totschlags gegen mehrere noch unbekannte Täter. Den bisherigen Ermittlungen zufolge waren ein 38-Jähriger und seine beiden 41 und 42 Jahre alten Begleiter gegen 01:20 Uhr auf den Nachhauseweg von einem Gaststättenbesuch. Dabei trafen sie vor dem Discounter auf eine drei- oder vierköpfige Gruppe junger Männer, die dort mit einem Einkaufswagen herumfuhren. Aus noch ungeklärter Ursache kam es zu einer zunächst verbalen und anschließend tätlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf die drei Männer von ihren Kontrahenten niedergeschlagen wurden. Während seine Begleiter mit oberflächlichen Verletzungen davonkamen, erlitt der 38-Jährige vermutlich durch Fußtritte schwere Kopfverletzungen und musste vom Rettungsdienst in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden. Die Angreifer flüchteten. Eine polizeiliche Fahndung blieb im Verlauf der Nacht ohne Erfolg. Personen, die Hinweise zur Identität der noch unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Ludwigsburg, Tel. 07141 18-9, in Verbindung zu setzen.

Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber