
Von Lea Brandt – 10.15 Uhr
Ludwigsburg. Nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung im Bereich des Ludwigsburger Bahnhofs ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein 18-Jähriger wurde dabei schwer verletzt.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg kam es am vergangenen Wochenende (7. und 8. März 2026) im Bereich der Myliusstraße und des Bahnhofs zu Auseinandersetzungen zwischen zwei Personengruppen. Bereits etwa zwei Stunden zuvor hatten Zeugen einen Streit zwischen mehreren Personen im Bahnhofsbereich gemeldet.
Im Verlauf der späteren Auseinandersetzung wurde ein 18-Jähriger offenbar mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt. Der junge Mann musste in einem Krankenhaus operiert werden, befindet sich inzwischen jedoch außer Lebensgefahr.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart leitete aufgrund der Schwere der Tat ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Tötungsdelikts gegen Unbekannt ein.
Im Rahmen der Fahndung und Spurensicherung war die Myliusstraße zwischen Schillerstraße und Bahnhof in der Nacht zum Sonntag zwischen 00:30 Uhr und 03:40 Uhr für den Verkehr gesperrt. Während der Ermittlungen gingen zudem Hinweise auf mehrere Knallgeräusche ein, die mutmaßlich von einer Schreckschusswaffe stammen könnten.
Die bisherigen Zeugenaufrufe führten bislang zu keinen entscheidenden Hinweisen. Die Kriminalpolizei geht jedoch davon aus, dass möglicherweise Anwohner der Myliusstraße sowie Fahrgäste von Bussen, Bahnen oder Taxis im Bereich des Bahnhofs Beobachtungen gemacht haben könnten.
Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.dezu melden.
Verwendete Quelle: Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg.

