Große Anerkennung für Ludwigsburgs Baukultur: Beim Wettbewerb „Beispielhaftes Bauen 2019–2025“ wurden gleich vier städtische Projekte ausgezeichnet – darunter der Arsenalplatz und drei Schulbauten. Die Jury würdigte Architektur, Funktionalität und nachhaltiges Bauen gleichermaßen.
Von Ayhan Günes – 08.15 Uhr
Ludwigsburg. Gleich vier Projekte der Stadt Ludwigsburg sind beim Wettbewerb „Beispielhaftes Bauen Landkreis Ludwigsburg 2019–2025“ der Architektenkammer Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden die Neugestaltung des Arsenalplatzes, der Neubau der Fuchshofschule, die Erweiterung und Sanierung der Grundschule Oßweil sowie die Modernisierung der Friedrich-von-Keller-Schule.
„Wir sind stolz, dass wir mit gleich vier Projekten vertreten sind“, sagte Baubürgermeisterin Andrea Schwarz. Die Jury habe unter anderem auf Gestaltung, Materialwahl, städtebauliche Einbindung und Nachhaltigkeit geachtet. Die Auszeichnungen zeigten, dass die Stadtverwaltung „Funktionalität mit guter Architektur verbindet und gleichzeitig ökologische und ökonomische Ressourcen schont“.
Beim Arsenalplatz arbeiteten die Stadt und das Büro Mann Landschaftsarchitektur (Fulda) zusammen. Aus einem Parkplatz wurde 2025 ein lebendiger Stadtplatz mit Sitzbereichen, Baumhain, Wasserfontänenfeld und Gastro-Pavillon. Das Projekt gilt als Vorzeigeobjekt für Klimaanpassung, da Bäume Schatten spenden und ein Splittbelag Regenwasser aufnimmt.
Die Fuchshofschule, geplant vom Büro Von M (Stuttgart), wurde 2023 eröffnet. Sie überzeugt durch ein pädagogisch durchdachtes Raumkonzept mit lichtdurchfluteten Clustern, nachhaltigen Baustoffen und einem hohen Vorfertigungsgrad nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip.
Auch die Grundschule Oßweil, geplant von Freivogel Mayer Architekten (Ludwigsburg), erhielt eine Auszeichnung. Der Neubau verbindet zwei historische Gebäude und schafft durch großzügige Verglasungen und flexible Räume ein modernes Lernumfeld.
Die vierte Prämierung ging an die Friedrich-von-Keller-Schule, deren Sanierung und Erweiterung die Stadt mit h4a Architekten (Stuttgart) realisierte. Der zweigeschossige Anbau ergänzt den Originalbau des Architekten Günter Behnisch aus den 1960er-Jahren behutsam und bewahrt dessen architektonischen Charakter.
Die 21 prämierten Projekte werden vom 11. bis 27. Februar im Kreishaus Ludwigsburg (Hindenburgstraße 40)ausgestellt.


