Vierte Corona-Impfung: Bund und Länder starten offiziell mit Vorbereitung

Die Gesundheitsminister der Länder und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereiten ab jetzt die vierte Corona-Impfung für die Bundesbürger offiziell vor. Das geht aus einer Beschlussempfehlung der Gesundheitsministerkonferenz hervor, über die das Magazin „Business Insider“ berichtet. Demnach soll noch an diesem Montag eine Empfehlung zur vierten Impfung ausgearbeitet werden, die beinhaltet, wann eine weitere Auffrischungsimpfung notwendig wird und wer diese erhalten soll.

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Hintergrund der Empfehlung für eine vierte Impfung: Zum einen liegen die Auffrischungsimpfungen besonders bei vulnerablen Personen, Personal aus dem Gesundheitswesen oder anderen sensiblen Bereichen schon mehr als drei Monate lang zurück, zum anderen werden bereits vermehrt Corona-Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern beobachtet, heißt es in der Beschlussempfehlung. Dabei bezieht sich der Beschluss auf Studienergebnisse aus Großbritannien, die zeigen, dass eine Grundimmunisierung für Omikron nicht ausreichen soll. Die Wirkung der ersten Impfungen ließen mit der Zeit nach und würden deutlich weniger vor Omikron schützen als noch vor der Delta-Variante.

Rund 15 Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis sei die Impfstoffwirksamkeit so stark reduziert, dass die Grundimmunisierung keinen ausreichenden Schutz mehr vor einer Omikron-Infektion biete, heißt es dazu weiter in der Beschlussempfehlung. Nach einer Auffrischungsimpfung hingegen konnte ein guter Schutz gegen eine Erkrankung festgestellt werden.

red / dts

Krankenhäuser beobachten keine generelle Kündigungswelle wegen Impfpflicht

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) beobachtet derzeit keine gestiegenen Kündigungszahlen bei medizinischem Personal, nachdem die berufsbezogene Impfpflicht eingeführt wurde. „Aktuell haben uns noch keine Meldungen aus den Krankenhäusern zu möglichen Kündigungen aufgrund der ab 15. März geltenden Impfpflicht erreicht“, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Die Impfquote in den Krankenhäusern sei bundesweit mit mehr als 90 Prozent sehr hoch.

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„Aber es gibt regionale Unterschiede und wir können nicht ausschließen, dass es an einzelnen Standorten auch zu Problemen kommen kann. Die Krankenhausträger setzen deshalb in diesen Tagen alles daran, noch Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten, um möglichst viele Beschäftigte für eine Impfung zu gewinnen“, sagte Gaß.

red / dts