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Mit dem Auto in Urlaub: Darauf muss man achten

Inmitten der Coronavirus-Pandemie ist Urlaub möglich, viele Deutsche bleiben aber in der Heimat und greifen für die Reise auf ihr Auto zurück. Bevor es auf große Fahrt geht, sollte man allerdings einen gründlichen Fahrzeugcheck durchführen, rät der TÜV-Verband (VdTÜV).

Denn bei langen Fahrten im Sommer sind die Fahrzeuge extremen Belastungen ausgesetzt. Vor Fahrtantritt sollten also alle wichtigen Teile des Autos wie Reifen, Batterie, Flüssigkeiten, Lichtanlage und Bremsen kontrolliert werden. Wichtig bleibt angesichts lokal auftretender Corona-Hotspots weiterhin, dass sich Reisende vor Urlaubsantritt über die Gegebenheiten am Reiseziel informieren und die möglichen Risiken abwägen.

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Die VdTÜV-Checkliste für eine sichere Autoreise: Stimmen Reifenprofil und Luftdruck? Sind die Scheibenwischerblätter in Ordnung? Motoröl, Kühlflüssigkeit und Scheibenreinigungsanlage: Wie ist der Füllstand? Funktionieren die Licht- und Bremsanlage einwandfrei? Ist die Batterie noch leistungsfähig?

Beispiel Reifen: Die gesetzlich vorgeschriebene Mindesttiefe von Reifenprofilen ist 1,6 Millimetern. Bei Sommerreifen sollte man darauf achten, dass das Profil mindestens 2,5 Millimeter Tiefe aufweist. Wichtig ist auch der richtige Reifendruck. Je nach Beladung sollte der Reifendruck vor der Urlaubsreise um bis zu 50 Prozent erhöht werden.

Grundsätzlich kann man vieles leicht selbst überprüfen. Aber wer unsicher ist oder wenig Zeit hat, sollte das Fahrzeug vor Fahrtantritt in einer der deutschlandweit verfügbaren Prüfstelle oder einer Fachwerkstatt kontrollieren lassen.

Wichtig ist auch das Pannenset: Laut StVO müssen Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten immer im Fahrzeug mitgeführt werden. Damit sie im Notfall schnell zur Hand sind, werden Warndreieck und Verbandskasten erst nach dem Urlaubsgepäck im Kofferraum verstaut. Wer eine Reise außerhalb Deutschlands plant, sollte sich vor dem Aufbruch mit den Regeln des Reiselandes vertraut machen. Viel Platz nimmt ein Pannen- und Unfallset nicht weg und erweist sich im Notfall, bei einem Defekt oder einer Panne, als nützlich. Verbandskasten, Warndreieck und der Ersatzreifen sollten vor der Fahrt auf ihre Einsatztauglichkeit hin kontrolliert werden.

Andreas Reiners

Immer mehr Menschen können sich keine Krankenversicherung leisten

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2019 hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. In den alten Bundesländern waren es zuletzt 117.000, in den neuen Ländern 26.000 Betroffene. 78,94 Millionen Krankenversicherte gab es demnach 2019, berichtet “tagesschau.de” und die “Saarbrücker Zeitung’ in ihrer Freitagsausgabe.

Die AOK verbuchte im ersten Halbjahr 2020 einen Überschuss. Einem Bericht des “RedaktionsNetzwerks Deutschland” (RND) zufolge erzielten die AOK-Kassen bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie.

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So seien im Frühjahr 2020 praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden. Die Daten der anderen gesetzlichen Kassen fehlen noch. Im Mai hatten die Krankenkassen noch wegen der Corona-Krise mehr Ausgaben und weniger Einnahmen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erwartet.

Ralf Loweg / wid