
Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird um drei Wochen verlängert. Doch trotz der Einigung bleibt die Lage angespannt: Auf beiden Seiten gibt es weiter Gewalt und neue Opfer.
Von der Redaktion – 06.23 Uhr
Washington. Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird um weitere drei Wochen verlängert. Das teilte US-Präsident Donald Trump wenige Tage vor dem geplanten Auslaufen der Vereinbarung mit.
Damit soll ein erneutes Aufflammen der Kämpfe zunächst verhindert werden. Ob die Verlängerung tatsächlich zu einer spürbaren Beruhigung der Lage führt, bleibt jedoch offen.
Gewalt trotz Waffenruhe
Denn trotz der geltenden Feuerpause kommt es weiter zu Angriffen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete drei Tote bei einem israelischen Angriff.
Zugleich feuerte die Hisbollah erneut Raketen auf den Norden Israels. Nach eigenen Angaben geschah dies als Reaktion auf israelische Verletzungen der Waffenruhe. Die israelische Armee erklärte, mehrere Geschosse abgefangen zu haben.
Trump sieht Chance auf Abkommen
Nach einem Treffen mit Vertretern beider Länder in Washington kündigte Trump ein weiteres Gespräch im Weißen Haus an – mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun.
Trump sprach von einer „sehr guten Chance“, noch in diesem Jahr ein Friedensabkommen zwischen beiden Staaten zu erreichen.
Hoher Blutzoll im Libanon
Seit Beginn der erneuten Eskalation wurden im Libanon nach den vorliegenden Angaben mehr als 2.450 Menschen getötet. Über eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Die Verlängerung der Waffenruhe ist damit vor allem ein Versuch, weitere Eskalation zu verhindern – in einer Lage, die weiterhin hochbrisant bleibt.

