Warnschilder im Salonwald: Eichenprozessionsspinner am Trimm-dich-Pfad entdeckt

Ein Spaziergang im Salonwald kann derzeit unangenehme Folgen haben. Im Ludwigsburger Waldgebiet sind Nester des Eichenprozessionsspinners festgestellt worden. Die Stadt warnt deshalb vor Hautreizungen, Juckreiz und möglichen Atemwegsbeschwerden.

Von Lea Brandt – 15.29 Uhr

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Ludwigsburg. Im Salonwald sind Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt worden. Betroffen ist auch der Bereich rund um den Trimm-dich-Pfad. Dort hat die Stadt Ludwigsburg nach eigenen Angaben Warnschilder an den Zugängen und entlang des Pfades aufgestellt.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners tragen ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare. Diese können Hautreizungen, Juckreiz, Ausschläge sowie Augen- und Atemwegsbeschwerden auslösen. Dafür ist nicht unbedingt direkter Kontakt mit den Raupen nötig. Nach Angaben der Stadt können die Brennhaare auch durch den Wind verteilt werden.

Besonders vorsichtig sollten Allergiker, Kinder und Menschen mit Atemwegserkrankungen sein. Auch Hunde sollten von befallenen Bereichen ferngehalten werden.

Bekämpfung im Wald kaum möglich

Der Salonwald gehört zum Staatswald und wird von Forst Baden-Württemberg bewirtschaftet. Die Stadt Ludwigsburg betreut dort lediglich die Geräte des Trimm-dich-Pfads. Nach Angaben der Stadt wurde die zuständige Forstverwaltung informiert. Die Verantwortung für mögliche Maßnahmen liegt bei Forst BW.

Eine gezielte Bekämpfung im Wald sei anders als in Parkanlagen oder auf Spielplätzen kaum möglich. Der Einsatz von Insektiziden würde auch andere Insekten und das Waldökosystem schädigen. Ein mechanisches Absaugen der Nester sei im weitläufigen Waldgebiet ebenfalls nur schwer umsetzbar.

Die Stadt bittet deshalb um besondere Achtsamkeit. Ausgeschilderte Bereiche sollten gemieden werden. Raupen, Gespinste und Nester dürfen nicht berührt werden. Hunde sollten angeleint und von befallenen Stellen ferngehalten werden. Nach einem Waldbesuch empfiehlt die Stadt, Kleidung zu wechseln und zu waschen. Wer Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.