Warnstreik legt Nahverkehr bundesweit lahm – Hunderttausende Pendler betroffen

Ein bundesweiter Warnstreik hat am Freitag in weiten Teilen Deutschlands Busse und Bahnen zum Stillstand gebracht. Rund 150 Verkehrsunternehmen sind betroffen, vielerorts wird auch am Samstag weitergestreikt. Verdi fordert Entlastungen bei Arbeitszeiten und höhere Zuschläge. Baden-Württemberg ist  vom Streik nicht betroffen – vorerst. 

Von der Redaktion – 06.18 Uhr

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Berlin- In fast ganz Deutschland hat am frühen Freitagmorgen ein von der Gewerkschaft Verdi ausgerufener Warnstreik im ÖPNV begonnen. Betroffen sind 150 Verkehrsunternehmen und Busbetriebe mit zusammen rund 100.000 Beschäftigten.

In zahlreichen kommunalen Nahverkehrsunternehmen fahren dadurch den ganzen Freitag über keine Busse und Bahnen, in vielen Tarifbereichen wird der Streik auch auf den Samstag ausgedehnt. In Niedersachsen, wo noch bis Ende März eine Friedenspflicht gilt, findet kein Arbeitskampf statt.

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In der Tarifrunde für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen verhandelt Verdi derzeit über Arbeitsbedingungen, insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Die Verhandlungen kamen zuletzt nach Ansicht von Verdi „kaum voran, obwohl es in einzelnen Bereichen schon vier Runden gab“.