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Was in Ludwigsburg und in der Region los war

A 81/Pleidelsheim: Lkw-Fahrer fährt in die Leitplanken

Vermutlich aufgrund eines akuten medizinischen Notfalls ist der Fahrer eines polnischen Sattelzuges am Freitagvormittag gegen 10:15 Uhr auf der A 81 Stuttgart-Heilbronn auf Höhe der Anschlussstelle Pleidelsheim in die Leitplanken links der Fahrbahn gefahren. Das Fahrzeug stand anschließend schräg auf dem linken und mittleren Fahrstreifen. Der Fahrer wurde an der Unfallstelle notärztlich versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Der Sattelzug konnte von der Feuerwehr im Anschluss weggefahren werden. Die Feuerwehren aus Möglingen, Ludwigsburg und Freiberg waren mit insgesamt 23 Einsatzkräften vor Ort. Um 12:00 Uhr war die Fahrbahn wieder frei. Dazwischen Staute sich der Verkehr auf etwa fünf Kilometern.

Freiberg am Neckar – Beihingen: Jugendlicher beschädigt Pkw – Zeugen gesucht

Am Donnerstag beschädigte ein Jugendlicher gegen 16:15 Uhr einen Pkw in der Heutingsheimer Straße in Freiberg am Neckar – Beihingen und entfernte sich vom Tatort ohne nach dem verursachten Schaden zu schauen. Ein 47-Jähriger fuhr in Beihingen mit seinem Dacia über die Heutingsheimer Straße in Richtung der Memelstraße, als ihm aus der Gegenrichtung auf seiner Seite der Jugendliche mit einem Fahrrad entgegenkam. Nachdem der 47-Jährige angehalten hatte, fuhr der Jugendliche zwischen dem Dacia und einer Gartenmauer hindurch, beschädigte den Außenspiegel und die Lackierung und stützte sich zudem mit einem Schuh an dem Dacia ab. Anschließend setzte er seine Fahrt fort. Der Jugendliche wird als etwa 13 bis 15 Jahre alt mit dunklem Teint beschrieben. Er ist etwa 140 bis 150 Zentimeter groß, hat schwarze, kurze und glatte Haare und trug ein T-Shirt, eine graue Jogginghose und Turnschuhe. Er fuhr mit einem Mountainbike mit rundem Vorderlicht und Schutzblechen. Das Polizeirevier Marbach am Neckar bittet Zeugen, die Angaben zu dem Jugendlichen machen können, sich unter Tel. 07144 900 0 zu melden.

L1127 / Affalterbach: Unfall beim Überholen – 40.000 Euro Sachschaden

40.000 Euro Sachschaden forderte am Donnertagabend gegen 23:15 Uhr ein Überholvorgang auf der Landesstraße 1127 bei Affalterbach. Der 28-jährige Fahrer eines BMW wollte aus Richtung Affalterbach kommend nach einem Kreisverkehr noch im Überholverbot zwei vorausfahrende Fahrzeuge überholen. Den Überholvorgang musste er dann wegen des Gegenverkehrs abbrechen. In der Folge stieß er mit dem Opel einer 27-Jährigen zusammen und verlor die Kontrolle über seinen Wagen. Beide Fahrzeuge landeten im Grünstreifen. Am BMW entstand ein Sachschaden von etwa 36.000 Euro. Der Schaden am Opel wurde auf etwa 4.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Ludwigsburg: Motorradfahrer schwer verletzt

Schwere Verletzungen hat sich ein 21-jähriger Motorradfahrer am Donnerstag gegen 17:45 Uhr bei einem Unfall in der Martin-Luther-Straße zugezogen. Beim Abbiegen von der Hoferstraße beschleunigte seine Maschine aus noch ungeklärter Ursache plötzlich stark, so dass er nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen die schmiedeeiserne Tür eines Hauseingangs prallte. Der 21-Jährige wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. An der Harley-Davidson entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 8.000 Euro. Zur Feststellung möglicher technischer Mängel wurde die Maschine von der Polizei sichergestellt. Ein Sachverständiger wird die Harley-Davidson untersuchen.

Ludwigsburg: Tatverdächtiger nach Unfallflucht in Ludwigsburg ermittelt

Nachdem ein Zeuge am Freitag gegen 8:10 Uhr einen Unfall beim Ausparken auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg beobachtet hatte, konnte die Polizei den Unfallverursacher schnell ermitteln. Den bisherigen Ermittlungen nach hatte ein 70-Jähriger in seinem Audi beim Ausparken einen dort abgestellten Opel beschädigt. Der 70-Jährige konnte dann von Polizeibeamten an seiner Wohnanschrift angetroffen werden. Die Sachschäden wurden beim Opel auf etwa 5.000 Euro und beim Audi auf etwa 1.000 Euro geschätzt.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Fachkräftemangel wird zur Gefahr für Baubranche im Kreis Ludwigsburg

Handwerker gesucht: Der Mangel an Fachkräften könnte für Baufirmen im Landkreis Ludwigsburg in den nächsten Jahren zu einem ernsten Problem werden. Davor warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und verweist auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach gibt es in den Bauberufen immer größere Schwierigkeiten, Personal für offene Stellen zu finden. Laut der Gewerkschaft blieben im vergangenen Jahr im Kreis Ludwigsburg 73 Stellen in der Branche länger als 90 Tage unbesetzt. 2017 waren es 57 Stellen.

„Ob es um den Bau von Wohnungen und Straßen oder die Sanierung von Brücken geht – viele Firmen arbeiten wegen der anziehenden Nachfrage längst am Limit. Und das sogar in Zeiten von Corona. Um die Aufträge zu bewältigen, müssen sie jetzt in die Fachleute von morgen investieren“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. Die Branche müsse jedoch deutlich attraktiver werden. Das fange bei einer besseren Bezahlung an, so Paul. In der laufenden Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe fordert die Gewerkschaft ein kräftiges Lohn-Plus. Außerdem soll die lange, bislang meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden.

„Aktuell erleben wir einen regelrechten Facharbeiter-Schwund. Drei Jahre nach der Ausbildung haben im Schnitt zwei von drei Bauarbeitern ihre Branche verlassen. Der Trend muss unbedingt gestoppt werden“, betont Paul. Neben höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen komme es dabei auch auf ein gesundes Betriebsklima an. Beschäftigte vermissten häufig Respekt und Anerkennung für ihre Leistung. „Kein Wunder, dass sich da mancher nach einem anderen Beruf umschaut“, so Paul.

Wie sehr der Fachkräftebedarf in Zukunft anwachsen könnte, zeigt eine Studie der Sozialkassen des Baugewerbes (SOKA-BAU). Danach dürften in den nächsten zehn Jahren bundesweit 150.000 Bau-Beschäftigte in Rente gehen. Das ist jeder sechste Arbeitnehmer in der Branche.

red