Was tun, wenn der Strom ausfällt: Diese Rolle übernehmen Feuerwehrhäuser im Landkreis

Wenn der Strom ausfällt, funktionieren oft auch Telefon, Handy und Internet nur noch kurze Zeit. Für solche Lagen setzt der Landkreis Ludwigsburg auf sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme. Feuerwehrhäuser sollen dann zu zentralen Anlaufstellen für die Bevölkerung werden.

Von Lea Brandt – 14.44 Uhr

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Ludwigsburg. Ein großflächiger Stromausfall ist für viele Menschen zunächst eine technische Störung. Doch wenn Licht, Heizung, Telefon, Mobilfunk und Internet nicht mehr funktionieren, wird daraus schnell eine Krisenlage. Genau für solche Fälle hat der Landkreis Ludwigsburg ein Konzept vorbereitet, das der Bevölkerung auch ohne die gewohnten Kommunikationswege Orientierung geben soll.

Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme. Dabei handelt es sich um Feuerwehrhäuser im Landkreis, die bei einem großflächigen Stromausfall als sichtbare und erreichbare Anlaufstellen dienen sollen.

Feuerwehrhäuser bleiben sichtbar

Nach Angaben des Landratsamts sind die Feuerwehrhäuser im Krisenfall mit Notstrom versorgt. Sie bleiben dadurch beleuchtet und sollen auch dann erkennbar sein, wenn in der Umgebung der Strom ausgefallen ist. Ein eigenes Hinweisschild kennzeichnet diese Standorte und soll Bürgerinnen und Bürgern helfen, den nächstgelegenen Leuchtturm zu finden.

Der Hintergrund ist klar: Bei einem flächendeckenden Stromausfall fallen gängige Kommunikationsmittel wie Telefon, SMS, Messenger-Dienste oder E-Mail nach kurzer Zeit aus. Wer dann einen Notfall melden muss oder Informationen benötigt, braucht einen anderen Weg zu den Einsatzkräften.

Notrufe können vor Ort abgegeben werden

An den Feuerwehrhäusern sollen Einsatzkräfte vor Ort sein, die Notrufe aus der Bevölkerung entgegennehmen. Die Informationen werden anschließend an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Damit bleibt auch ohne funktionierende Telefonnetze eine Verbindung zwischen Bevölkerung und Einsatzkräften bestehen.

Die Katastrophenschutz-Leuchttürme sind zugleich Anlaufpunkte für Menschen, die im Krisenfall ihre Hilfe anbieten möchten. Das Landratsamt weist darauf hin, dass Zufahrten, Ausfahrten und Zugänge zu den Feuerwehrhäusern jederzeit freigehalten werden müssen. Nur so können Einsatzkräfte ihre Arbeit ohne Verzögerung erledigen.

Informationen auch ohne Internet

Neben der Annahme von Notrufen sollen die Feuerwehrhäuser auch als Informationsstellen dienen. Bürgerinnen und Bürger sollen dort Hinweise zur aktuellen Lage, zur weiteren Entwicklung des Stromausfalls und zu möglichen Hilfsangeboten erhalten.

Das Konzept soll sicherstellen, dass Menschen im Landkreis auch während eines längeren Stromausfalls Unterstützung bekommen und informiert bleiben. Für die Bevölkerung bedeutet das: Wenn im Ernstfall keine digitalen Kommunikationswege mehr funktionieren, sind die Feuerwehrhäuser die wichtigsten Orientierungspunkte vor Ort.