
Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 gesunken. Besonders große Anbaugebiete verzeichnen deutliche Rückgänge – im Südwesten zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild.
Von der Redaktion – 07.28 Uhr
Wiesbaden. Deutschlands Winzer haben im Jahr 2025 weniger Wein produziert. Insgesamt wurden rund 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most erzeugt – ein Rückgang von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen Jahre fällt das Minus sogar noch deutlicher aus.
Grund für die schwächere Ernte waren vor allem ungünstige Wetterbedingungen. Besonders hohe Niederschläge im September erhöhten die Fäulnisanfälligkeit der Trauben und verkürzten die Lesezeit.
Große Anbaugebiete besonders betroffen
Vor allem in den wichtigsten Weinregionen Rheinhessen und Pfalz gingen die Erntemengen deutlich zurück. In Rheinhessen sank die Produktion um 13,8 Prozent, in der Pfalz um 14,3 Prozent.
Gemeinsam stehen beide Regionen für fast die Hälfte der deutschen Weinproduktion.
Südwesten mit gemischtem Bild
Im Südwesten zeigt sich ein differenziertes Bild: Während Baden leicht zulegen konnte (+4,5 Prozent), verzeichnete Württemberg ein deutliches Plus von 11,0 Prozent.
Auch Franken legte spürbar zu. In anderen Regionen wie dem Rheingau ging die Produktion hingegen zurück.
Die Unterschiede sind vor allem auf regionale Wetterbedingungen zurückzuführen.
Qualität gestiegen
Trotz geringerer Gesamtmenge zeigt sich bei der Qualität ein positiver Trend: Der Anteil an Prädikatswein stieg deutlich auf 29,3 Prozent – nach nur 16,1 Prozent im Jahr zuvor.
Insgesamt dominieren weiterhin Weißweine mit rund 70 Prozent der Produktion.

