
Mit erfundenen Unfällen, angeblichen Bankproblemen und falschen medizinischen Notfällen setzen Betrüger derzeit Menschen in den Kreisen Ludwigsburg und Böblingen unter Druck. In Schwieberdingen verlor eine ältere Frau Schmuck im Wert von rund 80.000 Euro. Insgesamt liegt der Schaden laut Polizei inzwischen bei etwa 200.000 Euro.
Von der Redaktion – 07.59 Uhr
Ludwigsburg – In den letzten zwei Wochen haben sich die Meldungen über sogenannte Schockanrufe aus den Kreisen Böblingen und Ludwigsburg gehäuft. Dabei geben sich Anrufer als Polizeibeamte aus und behaupten, nahe Angehörige hätten einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem andere Personen tödlich verunglückt seien.
Um eine Untersuchungshaft zu vermeiden, fordern sie hohe Bargeldsummen oder Wertgegenstände als Kaution.
In anderen Fällen treten die Betrüger als Bankmitarbeiter auf und warnen die Angerufenen vor verdächtigen Abbuchungen oder einem Hackerangriff auf ihre Konten. Um das Problem zu beheben, verlangen sie Zugriff auf das Online-Banking, was zu unautorisierten Überweisungen führt.
Zudem haben sich Täter als Ärzte ausgegeben und unter Druck gesetzt, damit die Angerufenen Medikamente für angeblich kranke Angehörige bezahlen.
In einem besonders schweren Fall in Schwieberdingen wurde eine ältere Dame um Schmuck im Wert von etwa 80.000 Euro betrogen. Die Betrüger haben in den letzten Tagen insgesamt einen Vermögensschaden von rund 200.000 Euro verursacht.
Die Polizei rät, bei verdächtigen Anrufen misstrauisch zu sein und keine persönlichen Informationen preiszugeben.
Verwendete Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

