Weniger Nachfrage nach angepassten Corona-Impfstoffen

Bundesweit ist die Zahl der Bestellungen von Impfstoffen, die an die frühe BA.1-Variante von Omikron angepasst sind, eingebrochen. Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung mitteilte, wurden für die laufende Woche lediglich 127.000 solcher Dosen von Biontech und Moderna von den Ärzten bestellt, schreibt die „Welt am Sonntag“. Für die Vorwoche waren es noch 1,2 Millionen – damals war der Impfstoff gegen das aktuell in Deutschland dominierende BA.4/5 noch nicht verfügbar, genau wie eine Woche davor, als sogar 1,6 Millionen Dosen geordert worden waren.

„Das Gesundheitsministerium wollte offenbar so früh wie möglich mit der Impfkampagne anfangen und sicherte sich daher schnell den schon früher verfügbaren BA.1-Impfstoff“, sagte Dominik Stillfried, Vorsitzender des Zentralinstituts der Zeitung. Dabei war die Eile aus Sicht der Kassenärzte gar nicht nötig. „Es hätte absolut gereicht, erst im Oktober mit dem Impfen anzufangen – wie auch bei der Grippeschutzimpfung“, so Stillfried.

Er räumt allerdings ein, es sei schwierig abzusehen gewesen, wann der Impfstoff gegen BA.4/5 tatsächlich zugelassen und verfügbar sein würde. „Minister Lauterbach hat auf maximale Sicherheit gesetzt.“ Doch auch die Bestellungen der jüngsten Impfstoffe nehmen inzwischen wieder ab.

In der laufenden Woche wurden davon noch gut eine Millionen Dosen ausgeliefert. Für die kommende Woche bestellten die Ärzte allerdings weniger als 700.000 Dosen. Die nachlassenden Bestellungen hingen zum Teil mit dem Feiertag am Montag zusammen, erläuterte Stillfried.

Grundsätzlich sei aber die geringe Nachfrage der Patienten ausschlaggebend. „Sehr viele Menschen haben sich dieses Jahr infiziert, benötigen zurzeit also gar keine Impfung“, sagte Stillfried. Zudem empfehle die Ständige Impfkommission (Stiko) die vierte Impfung lediglich für Risikogruppen.

red

Die aktuellen Corona-Zahlen für Ludwigsburg und Deutschland

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Dienstagmittag in der Summe vorläufig 198 (Am Dienstag vor einer Woche: 182) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz liegt bei 124,7. In der Vorwoche am Dienstag lag der Wert bei 114,4. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 751. (Stand: 06.12.22 – 12 Uhr)

Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom Gesundheitsamt Ludwigsburg korrigiert werden.

Der Hospitalisierungswert wurde vom Gesundheitsamt mit 4,6 angegeben. Am 02.12.22 lag der Wert bei 3,9. (Stand: 05.12.2022)

Die Zahl der Intensivpatienten steigt laut dem Gesundheitsamt um 17 auf 84. Der Höchstwert lag am 07. Dezember 2021 bei 671. (Stand: 05.12.2022)

RKI verzeichnet bundesweit mehr als 45000 Corona-Neuinfektionen 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 45.331 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 3,6 Prozent oder 1.563 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 204,2 auf heute 207,7 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 504.900 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 16.500 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 173 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 768 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 110 Todesfällen pro Tag (Vortag: 104).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 158.559. Insgesamt wurden bislang 36,65 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsrate steigt auf 7,59

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gestiegen. Das RKI meldete am Mittwochmorgen zunächst 7,59 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Dienstag ursprünglich: 6,98, Mittwoch letzter Woche ursprünglich 6,62). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Mecklenburg-Vorpommern (14,77).

Dahinter folgen Brandenburg (13,52), Schleswig-Holstein (11,70), Bremen (11,38), Sachsen-Anhalt (10,56), Saarland (9,47), Nordrhein-Westfalen (8,84), Thüringen (8,25), Bayern (7,48), Berlin (7,40), Hamburg (7,34), Sachsen (6,93), Niedersachsen (6,24), Rheinland-Pfalz (5,87), Hessen (4,92) und Baden-Württemberg (4,60). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,44, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,48, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,87, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 3,20, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 11,73 und bei den Über-80-Jährigen bei 45,34 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red