Weniger Stellenabbau geplant – Arbeitsmarkt bleibt dennoch angespannt

Der Jobabbau verliert an Tempo, doch Entwarnung gibt es nicht: Zwar planen deutsche Unternehmen seltener, Stellen zu streichen, vor allem Industrie und Handel bleiben jedoch unter Druck. Hoffnung macht ausgerechnet der Dienstleistungssektor.

Von Hendrik Paul – 07.42 Uhr 

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Die Unternehmen in Deutschland planen seltener, Stellen abzubauen.

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Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Januar auf 93,4 Punkte, nach 91,9 Punkten im Dezember. „Der Stellenabbau verlangsamt sich, kommt aber noch nicht zum Stillstand“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, am Mittwoch. „Vor allem in der Industrie bleibt der Arbeitsmarkt unter Druck – eine Trendwende ist noch nicht in Sicht.“

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In nahezu allen Bereichen der Industrie werden weiter Stellen abgebaut. Vor allem die Autobranche und Unternehmen im Metallbereich planen mit weniger Mitarbeitern. Auch die Unternehmen im Handel wollen im neuen Jahr mit weniger Beschäftigten auskommen. Im Dienstleistungssektor stieg das Barometer dagegen merklich an. Positive und negative Antworten halten sich derzeit die Waage. Insbesondere Ingenieurbüros und IT-Dienstleister suchen verstärkt nach neuem Personal. Im Baugewerbe hat sich wenig verändert, die Unternehmen planen mit einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl.