
Rund 270.000 Todesfälle im ersten Quartal 2026: Die Sterbefallzahlen lagen meist im Bereich der Vorjahre. Der Einfluss von Atemwegserkrankungen fiel geringer aus als üblich.
Von Hendrik Paul – 09.02 Uhr
Wiesbaden. Im ersten Quartal 2026 sind in Deutschland rund 270.000 Menschen gestorben. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Zahlen mit.
Der für Wintermonate typische Einfluss von Atemwegserkrankungen auf die Sterbefallzahlen fiel in diesem Jahr vergleichsweise gering aus.
Zahlen meist im normalen Bereich
Insgesamt bewegten sich die Sterbefallzahlen überwiegend im Bereich der mittleren Werte der vier Vorjahre oder sogar darunter. Eine Ausnahme bildete der Januar: In den Kalenderwochen zwei und drei lagen die Zahlen zeitweise um sieben bis acht Prozent über dem Durchschnitt.
Für den gesamten Monat Januar ergibt sich ein Plus von drei Prozent gegenüber den Vergleichsjahren 2022 bis 2025. Im Februar lag der Wert noch ein Prozent darüber, im März dagegen deutlich darunter – mit minus elf Prozent.
Grippewelle schwächer als üblich
Auch weitere Daten sprechen für eine vergleichsweise moderate Wintersaison. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lagen die Indikatoren zur Grippewelle auf dem Niveau der Vorsaisons oder darunter.
Europa mit teils deutlicheren Ausschlägen
Ein Blick ins europäische Ausland zeigt jedoch ein anderes Bild. Nach Daten des EuroMOMO-Netzwerks wurden in mehreren Ländern zeitweise deutlich erhöhte Sterblichkeitswerte registriert.
So gab es in Frankreich und Spanien im Januar Phasen mit „hoher“ Übersterblichkeit, in Portugal wurde sogar eine „sehr hohe“ Übersterblichkeit festgestellt. Auch in anderen Ländern traten bis in den März hinein moderate Abweichungen auf.
Einordnung
In Deutschland blieb eine ausgeprägte Übersterblichkeit im ersten Quartal damit weitgehend aus. Die Entwicklung lag insgesamt im erwartbaren Rahmen – mit nur kurzen Ausschlägen zu Jahresbeginn.
Verwendete Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) / RKI / EuroMOMO

