
Für viele Kinder ist der Schulranzen das sichtbare Zeichen: Jetzt beginnt die Schule. Doch nicht jede Familie kann sich ein komplettes Set mit Ranzen, Mäppchen und Sportbeutel leisten. Im Landkreis Ludwigsburg soll eine Schulranzenaktion Kindern aus bedürftigen Familien den Start erleichtern.
Von der Redaktion – 08.19 Uhr
Ludwigsburg. Der erste Schultag bleibt vielen Familien lange im Gedächtnis. Neue Klasse, neue Wege, ein Foto mit Schultüte und Schulranzen. Doch dieser Start ist nicht für alle Kinder selbstverständlich. Ein komplettes Schulranzen-Set kostet häufig mehrere hundert Euro. Für einkommensschwache Familien kann das zu einer kaum zu stemmenden Belastung werden.
Der Kreisdiakonieverband Ludwigsburg verteilt deshalb im Rahmen der Aktion Schulstart auch 2026 wieder Schulranzen-Sets an Erstklässler aus bedürftigen Familien. Die Sets enthalten neben dem Schulranzen auch weiteres Schulmaterial. Ausgegeben werden sie an fünf Standorten des Kreisdiakonieverbands.
Unterstützt wird die Aktion seit Jahren von der Kreissparkasse Ludwigsburg. „Alle Kinder sollen gleiche Bildungs-Chancen von Anfang an genießen – unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Für die Schulranzenaktion setzen wir uns deshalb bereits seit sieben Jahren als einer der Hauptunterstützer ein“, sagte Isabel Kurz, Pressesprecherin der Kreissparkasse Ludwigsburg, beim Start der Schulranzen-Übergabe 2026.
Der Bedarf ist groß. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Kreissparkasse insgesamt 746 Schulranzen-Sets ausgegeben. Die Zahl zeigt, dass finanzielle Sorgen rund um den Schulstart auch im vergleichsweise wohlhabenden Landkreis Ludwigsburg viele Familien betreffen.
Für die Kinder geht es dabei um mehr als Material. Wer mit einem eigenen Schulranzen, Mäppchen und Sportbeutel in die Schule startet, beginnt nicht mit einem sichtbaren Nachteil. Genau hier setzt die Aktion an: Sie soll helfen, Ausgrenzung zu vermeiden und Kindern einen selbstbewussteren Start in den Schulalltag ermöglichen.

