Wenn Kinder Drogen ausprobieren

 Wenn Kinder allmählich erwachsen werden, beginnen sie sich abzunabeln und ihre Freunde werden wichtiger als die Familie. „Teenager wollen sich ausprobieren. Oft stellen dabei Suchtmittel einen Reiz dar. Wenn Eltern Marihuana entdecken oder den Eindruck haben, dass der Nachwuchs Drogen nimmt, ist der Schock oft groß und die Sorge noch größer“, sagt Marie-Theres Schumi, Sozialpädagogin der SOS-Kinderdörfer in Kärnten. Folgende Tipps gibt sie betroffenen Eltern:

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Ruhe bewahren:

Im Jugendalter ist es völlig normal, neue Dinge zu versuchen. Das Probieren von Drogen führt nicht sofort in eine Abhängigkeit. Bleiben Sie ruhig und bereiten Sie sich auf ein Gespräch mit Ihrem Kind vor.

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Offen bleiben:

Bitten Sie Ihr Kind um ein Gespräch und schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre dafür. Sollte Ihr Kind von der Schule oder Ausbildung nach Hause kommen, lassen Sie es zuerst ankommen. Setzen Sie sich dann beispielsweise gemeinsam an einen Tisch und sprechen Sie offen über Ihre Vermutung.

Keine Vorwürfe:

Bleiben Sie in Ihrer Ausdruckweise wertschätzend und seien Sie aufrichtig. Teilen Sie Ihrem Kind Ihre Sorge mit und fragen Sie, wie es zum Konsum kam. Zeigen Sie auch Interesse am Erlebten. Fragen Sie, wie sich Ihr Kind fühlte, als es die Droge einnahm, und welche Gründe es dafür hatte. Machen Sie Ihrem Kind keine Vorwürfe und bestrafen Sie es nicht, denn dies führt meistens zu Eskalationen oder Trotz-Reaktionen und Themen bleiben unausgesprochen.

Ich bin für dich da:

Warum man Drogen konsumiert, hat unterschiedliche Gründe. Zu Beginn steht oft die Neugierde und die Lust am Ausprobieren. Für manche Jugendlichen bieten Drogen aber auch die Möglichkeit, eine Zeitlang ihre Probleme auszublenden. Darum ist es wichtig, herauszufinden, was bei Ihrem Kind dahintersteckt.

Vor allem wenn es versucht, mit Drogen den Alltag wegzuschieben, sollten Sie genau zuhören und darauf eingehen: Was gefällt dir an deinem Leben nicht? Können wir gemeinsam etwas verändern? Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Sie immer da sind.

Achtsam sein:

Achten Sie besonders auf plötzliche Verhaltensänderungen Ihres Kindes. Beobachten Sie, ob Ihr Kind weiterhin seinen Pflichten nachgehen kann und sprechen Sie gelegentlich (nicht jeden Tag!) über das Konsumieren von Drogen und deren Gefahren.

Unterstützung holen:

Wenn Sie weitere Unterstützung oder Information brauchen, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen.

Rudolf Hube / glp

Neue Grippe-Impfstoffe am Start

Die ersten Grippe-Impfstoffe sind in den Apotheken eingetroffen und werden an die Arztpraxen ausgeliefert – viele weitere Millionen Dosen sollen in den kommenden Wochen folgen. Die Grippe-Impfsaison 2021/22 sei gestartet und die Versorgung mit Impfstoffen gesichert, sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV).

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In der vergangenen Grippe-Saison 2020/21 habe man mit bis zu 25 Millionen Impfdosen einen neuen Rekord in der Logistik aufgestellt. „Das ist und bleibt eine wichtige Leistung für die Gesellschaft“, betont Dittrich. „Der Aufruf vor allem an ältere Menschen und Risikopatienten bleibt bestehen: Lassen Sie sich baldmöglichst gegen Grippe impfen!“ Die Impfung sei sicher und verträglich. „Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere vor Ansteckung.“ Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie müsse man alles tun, um zusätzliche Infektionen zu verhindern.

Neu ist in dieser Saison, dass Versicherte ab dem 60. Geburtstag einen Anspruch auf eine Hochdosis-Schutzimpfung gegen Influenza haben, sofern dieser Impfstoff verfügbar ist. Eine Grippe-Impfung empfiehlt sich grundsätzlich für Personen mit chronischen Grundleiden, für Schwangere, für Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen sowie für Personen mit erhöhtem Kontaktrisiko im Beruf wie medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei und Lehrkräfte.

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Lars Wallerang / glp