Wenn Weihnachtspäckchen zu Irrläufern werden

Weihnachtszeit ist Päckchen-Zeit. Und wo Paketdienste ins Spiel kommen, ist Ärger programmiert. Beispielsweise werden Päckchen gelegentlich zu Irrläufern. Experten wissen, was dann zu tun ist und wie die unterschiedlichen Rechtslagen aussehen.

Wenn der Paketbote vor der Tür steht und einer älteren Dame an der Haustür einen riesengroßen Karton bunter Bauklötze in die Hand drückt, den sie offensichtlich gar nicht bestellt hat, fragt man sich zu Recht: Was soll sie damit anfangen? Nach Auskunft von Experten des Versicherers ARAG kann der Verbraucher mit so genannten “unbestellten Sachen” grundsätzlich machen, was er will.

ANZEIGE

Das bedeutet im beschriebenen Fall: Die alte Dame darf mit den Bauklötzen spielen, sie entsorgen oder an die Enkel verschenken – der Versender hat keinerlei Ansprüche gegen sie. Eine Ausnahme gibt es laut Gesetz allerdings: Handelt es sich bei der Sendung erkennbar um eine irrtümliche Lieferung, weil zum Beispiel die Nachbarin der alten Dame den gleichen Nachnamen und ein kleines Kind hat, ist sie verpflichtet, die Ware aufzubewahren und auf Aufforderung des Unternehmens herauszugeben.

Wo liefert man nun Irrläufer ab? Die einfache Antwort: nirgends. Die Seniorin aus unserem Beispiel darf im Fall einer irrtümlichen Lieferung vom Versender verlangen, die bunten Bauklötze bei ihr abzuholen. Und sie darf eine angemessene Frist einräumen. Rührt sich der Versender daraufhin nicht, darf sie das Kinderspielzeug wiederum verschenken, wegwerfen oder als Andenken behalten. Entscheidet sich die nette alte Dame, das Paket zur Post zu bringen, hat sie nach Auskunft der ARAG Experten Anspruch auf so genannten Aufwendungsersatz, also die Erstattung der Rücksendekosten.

Bis zur Ablieferung eines Paketes ist das Transportunternehmen verantwortlich, wenn der Empfänger ein Verbraucher ist. Geht die Bestellung also auf dem Weg verloren oder landet sie irrtümlicherweise an der falschen Adresse, muss der Versender mit dem Transporteur klären, wo das Paket geblieben ist. In diesem Fall müssen also die Eltern, die wahrscheinlich händeringend auf die Lieferung der Bauklötze warten, die Ware erst bezahlen, wenn sie eintrifft. Selbst wenn inzwischen die Rechnung kommt und auf Zahlungsfristen verweist.

Die Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das auch für die Frist des Widerrufrechtes gilt: Sie beginnt erst dann, wenn die Bauklötze bei den Eltern angekommen sind und unter dem Weihnachtsbaum platziert werden können.

Lars Wallerang

Corona im Landkreis: Diese Gemeinde weisen die meisten Neuinfizierten aus

Die Lage am MONTAG (19.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Im Landkreis Ludwigsburg hat die Zahl Neuinfektionen binnen 24 Stunden deutlich abgenommen. Die meisten Neuinfektionen wurden erneut in der Stadt Ludwigsburg gemeldet. (Details siehe Tabelle unten) Allerdings sind die Zahlen nicht mit den übrigen Tagen zu vergleichen, da am Wochenende nicht alle Daten an das Gesundheitsamt übermittelt werden.

ANZEIGE

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Ludwigsburg hat sich am Montag im Vergleich zum Vortag leicht erhöht. Nach dem am Samstag 89 Neuinfektionen und am Sonntag 16 Fälle gemeldet wurden, hat das Landratsamt in Ludwigsburg für Montag weitere 22 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Am Montag vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei 19 Fällen. Am vergangen Freitag wurde mit 166 Neuinfektionen der höchste je gemessene Wert seit  Beginn der Corona-Pandemie registriert. (Stand: 19.10. 16Uhr)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner hat sich am Montag auf 67,4 reduziert. Am Vortag lag der Wert bei 73,8 (Stand:19.10.) Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am vergangenen Mittwoch der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 3.587 Menschen im Kreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 22 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat sich nach Angaben der Behörde um einen auf 74 Fälle erhöht.  Mindestens 2.900 (+55) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Gesundheitsamts überstanden. (Stand: 19.10.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 19.10.

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 24 | 0 )
Asperg ( 88 | 0 )
Benningen am Neckar ( 51 | 0 )
Besigheim ( 55 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 412 | 2 )
Bönnigheim ( 56 | 1 )
Ditzingen ( 144 | 0 )
Eberdingen ( 52 | 2 )
Erdmannhausen ( 35 | 0 )
Erligheim ( 12 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 88 | 1 )
Freudental ( 45 | 1 )
Gemmrigheim ( 26 | 0 )
Gerlingen ( 110 | 0 )
Großbottwar ( 42 | 0 )
Hemmingen ( 55 | 0 )
Hessigheim ( 14 | 0 )
Ingersheim ( 41 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 32 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 135 | 0 )
Kornwestheim ( 238 | 1 )
Löchgau ( 34 | 1 )
Ludwigsburg ( 621 | 5 )
Marbach am Neckar ( 96 | 1 )
Markgröningen ( 87 | 1 )
Möglingen ( 69 | 1 )
Mundelsheim ( 18 | 0 )
Murr ( 41 | 0 )
Oberriexingen ( 21 | 0 )
Oberstenfeld ( 53 | 0 )
Pleidelsheim ( 56 | 0 )
Remseck am Neckar ( 156 | 1 )
Sachsenheim ( 146 | 0 )
Schwieberdingen ( 53 | 0 )
Sersheim ( 58 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 72 | 0 )
Tamm ( 61 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 173 | 4 )
Walheim ( 16 | 0 )

red