
Von Lea Brandt – 08.28 Uhr
Kornwestheim. Wenn sich Waschbären auf Dachböden einnisten oder Nilgänse auf Grünflächen breitmachen, können Frank Beutelspacher und Dr. Jürgen Friedle künftig helfen. Die Stadt Kornwestheim hat die beiden Experten offiziell als anerkannte Stadtjäger eingesetzt. Sie sollen Bürgerinnen und Bürger bei Konflikten mit Wildtieren unterstützen – schnell, tierschutzgerecht und unbürokratisch.
Mehr Begegnungen mit Wildtieren
Wie in vielen Städten nehmen auch in Kornwestheim Begegnungen mit Wildtieren zu – etwa mit Nil- und Graugänsen, Füchsen, Mardern oder Waschbären. Die Tiere hinterlassen nicht nur Fraßschäden oder verschmutzen öffentliche Anlagen, sondern können auch Gebäude und Infrastruktur beeinträchtigen. Zudem besteht ein gewisses Risiko der Krankheitsübertragung auf Menschen und Haustiere.
Ziel ist es, präventiv zu handeln und im Ernstfall rasch ohne langwierige Genehmigungsprozesse. eingreifen zu können, bevor größere Schäden entstehen oder sich invasive Arten weiter ausbreiten, heißt es aus dem Rathaus.
Gesetzliche Grundlage und Aufgaben
Möglich wurde der Einsatz von Stadtjägern durch eine Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes (JWMG) sowie der dazugehörigen Durchführungsverordnung (DVO JWMG). Die Stadtjäger beraten Eigentümerinnen und Eigentümer in Fragen des Wildtiermanagements, insbesondere in Siedlungsgebieten oder auf Flächen, auf denen keine reguläre Jagd erlaubt ist.
Eingriffe dürfen nur erfolgen, wenn präventive Maßnahmen nicht greifen oder zur Abwehr von Tierseuchen gehandelt werden muss.
Direkter Kontakt für Bürgerinnen und Bürger
Wer Unterstützung benötigt, kann sich ab sofort direkt an die beiden Stadtjäger wenden:
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Frank Beutelspacher – Tel. 0177 / 245 79 48, E-Mail: info@fallenjagd-frank.de
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Dr. Jürgen Friedle – Tel. 0172 / 606 68 99, E-Mail: info@drfriedle.biz
Die Beauftragung und Abrechnung erfolgen direkt zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Stadtjägern.



