„Wie der erste Fisch an Land“: Alexander Gerst sieht Menschheit vor neuem Zeitalter

Für Alexander Gerst steht die Menschheit vor einem Schritt von historischer Tragweite. Der ehemalige ISS-Kommandant vergleicht die Rückkehr zum Mond mit einem Wendepunkt der Evolution und ist überzeugt: Der Aufbruch ins All hat gerade erst begonnen.

Von Hendrik Paul – 16.21 Uhr

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Die Menschheit wird nach Einschätzung des deutschen Astronauten Alexander Gerst dauerhaft in den Weltraum aufbrechen. „Die Menschheit wird für immer den Weltraum erforschen. Das wird nie mehr aufhören“, sagte der deutsche ESA-Astronaut und ehemalige Kommandant der Internationalen Raumstation ISS in einem Podcast des Nachrichtenportals T-Online.

Mit Blick auf die bevorstehende Rückkehr von Astronauten zum Mond vergleicht Gerst die heutige Entwicklung mit einem der bedeutendsten Schritte der Evolution. „Wenn wir in 10.000 Jahren auf diese Zeit zurückblicken, dann wird sie so signifikant sein wie der erste Fisch, der den Ozean verlassen hat, um ein Landtier zu werden“, sagte er.

Auf die Frage, warum Astronauten wieder zurück zum Mond wollen, sagte Gerst, der Erdtrabant sei ein „achter Kontinent“, der wichtige Erkenntnisse für die Zukunft der Menschheit liefern könne. Dazu gehörten Daten über Asteroideneinschläge, Sonnenstürme und die Entstehung des Lebens.

Gerst wirbt zugleich für einen Perspektivwechsel beim Blick auf die Erde. Erst der Blick aus dem Weltraum habe ihm die Zerbrechlichkeit des Planeten vollständig vor Augen geführt. „Plötzlich ist dieser Planet ziemlich klein im Angesicht der Unendlichkeit und man realisiert, das ist sehr wenig“, sagte der Astronaut.